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Werder Bremen verliert 0:1 gegen VfB Stuttgart: Friedl übt harte Kritik
Werder Bremen verliert 0:1 gegen VfB Stuttgart: Friedl übt harte Kritik
Werder Bremen · Vfb Stuttgart · Marco Friedl

Werder Bremen verliert 0:1 gegen den VfB Stuttgart. Kapitän Marco Friedl übt nach dem Auftritt vor der Pause deutliche Kritik an der eigenen Mannschaft.

Werder Bremen hat die Partie beim VfB Stuttgart mit 0:1 verloren, und bei den Bremer Profis herrscht nach dem Abpfiff großer Frust. Vor allem der Auftritt in der ersten Halbzeit steht in der Kritik. Kapitän Marco Friedl (28) hat sich nach dem Spiel bei 'Sky' deutlich geäußert und den Auftritt seiner Mannschaft hart bewertet.

Die Bremer hatten vor dieser Begegnung sieben Bundesliga-Spiele in Folge nicht verloren. Diese Serie endete nun in Stuttgart. Nach dem Abpfiff zeigte sich Werder-Trainer Daniel Thioune (52) enttäuscht über die Niederlage, die aus Bremer Sicht vor allem vor der Pause entschieden wurde.

Vor der Pause keine einzige Torchance für Werder

Werder erspielte sich in den ersten 45 Minuten keine einzige Torchance. Die Mannschaft wirkte nach Einschätzung der Beteiligten fast mutlos und fand im Angriffsspiel kaum Lösungen gegen die Stuttgarter Defensive.

Marco Friedl fand dafür deutliche Worte. Der Werder-Kapitän sagte, die Mannschaft habe eigentlich Angsthasenfußball gespielt. Die Bremer hätten sich mit dem Ball versteckt, nicht gut Fußball gespielt und die langen Bälle des Gegners seien wie ein Bumerang zurückgekommen.

Friedl machte keinen Hehl daraus, dass die eigene Leistung aus seiner Sicht maßgeblich zur Niederlage beigetragen hat. Er betonte, Werder habe es in der ersten Halbzeit schlicht richtig schlecht gemacht.

Stuttgart wirkt trotz Champions-League-Einsatz frischer

Der VfB Stuttgart war am Dienstag in der Champions League gefordert und unterlag dort Galatasaray mit 0:2. Trotzdem wirkte die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß auf dem Platz frischer als die Bremer, wie Friedl im Anschluss schilderte.

Friedl erklärte, die Stuttgarter hätten unter der Woche gespielt und insgesamt ein straffes Programm absolviert. Werder habe hinten tief gestanden und sehr schnell sowie sehr viel lang gespielt, um die Bälle für die Angreifer zu erreichen. Das sei dann unfassbar schwierig gewesen.

Die Analyse der Bremer Spieler fällt damit zweigeteilt aus. Während Friedl die Ursachen auch in der Belastung des Gegners sieht, nimmt er vor allem das eigene Spiel in die Verantwortung.

Regeer scheitert frei vor Seimen im zweiten Durchgang

Im zweiten Durchgang verbesserte sich Werder deutlich, doch die großen Chancen blieben ungenutzt. Der Niederländer Youri Regeer (23) hatte die größte Gelegenheit zum Ausgleich und wäre beinahe erfolgreich gewesen.

Regeer selbst sagte, die Mannschaft habe in der zweiten Hälfte Eier gezeigt. Er habe die große Chance zum Ausgleich gehabt und erwarte von sich, dass er eine solche Möglichkeit nutzt. Heute habe einfach die letzte Konsequenz gefehlt.

Nach einem Traumpass stand Regeer frei vor VfB-Torwart Dennis Seimen. Der Abschluss gelang dem Angreifer jedoch nicht, Seimen behielt die Oberhand und sicherte den knappen Sieg für Stuttgart. Auch Trainer Daniel Thioune hadert mit dieser Szene. Der erste Kontakt sei nicht gut gewesen, danach werde es schwer. Trotzdem sei das eine Situation, die Werder finalisieren müsse.

Nord-Derby gegen den HSV als nächste Herausforderung

Für Werder Bremen steht nach der Länderspielpause (22.11.) das wichtige Nord-Derby gegen den Hamburger SV an. Das Spiel gilt als nächste Gelegenheit, die Enttäuschung aus Stuttgart abzuschütteln.

Schon nach dem Abpfiff in Stuttgart schworen die mitgereisten Fans die Spieler auf die kommende Begegnung ein. Die Unterstützung zeigt, dass die Stimmung im Umfeld des Vereins trotz der ärgerlichen Niederlage und der Kritik von Marco Friedl weiterhin gut ist.

Ob Werder aus den Fehlern vor der Pause die richtigen Schlüsse zieht, wird sich im Nord-Derby zeigen. Die Mannschaft muss dann zeigen, ob sie die im zweiten Durchgang gezeigte Leistung über 90 Minuten halten kann.

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