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Es ist ein wenig ruhiger um Lennart Karl geworden. So richtig kommt das Bayern-Juwel nach seiner Verletzung noch nicht in Fahrt. Für Kompany kein Grund zur Hektik.
München – Als die Aufstellungsbögen am Mittwochabend in der Allianz Arena die Runde machten, sah man an vielen Stellen Stirnrunzeln. Eine Offensivreihe um Alphonso Davies, Ismael Saibari und Serge Gnabry, während Lennart Karl und Luis Diaz auf der Bank des FC Bayern sitzen? 90 Minuten und ein paar Antworten von Vincent Kompany war die Öffentlichkeit schlauer.
Der Bayern-Coach sprach nach dem 2:2 (1:1) gegen Arsenal London (die Pressestimmen im Überblick) von „viel Logik in den Entscheidungen“ – sowohl mit Blick auf den angeschlagenen Diaz als auch den noch nicht topfitten Karl. 22 Minuten wurde der 18-Jährige von Kompany aufs Feld gelassen, die Bilanz ist ernüchternd. Neun Ballkontakte, kein gewonnener Zweikampf, kein Schuss aufs Tor.
Selbst Max Eberl musste hinterher zugeben, dass „Lennart noch nicht sein Top-Niveau“ hat. Der Sportvorstand hatte gesehen, was in den letzten Minuten rund um den Arsenal-Ausgleich offensichtlich war: dass „Lenny nicht in die Bewegung gekommen ist, eins gegen eins spielen zu können“. In der Statistik zu lesen sind ebenso: null Dribblings. Verbunden mit der Erkenntnis, dass das Bayern-Juwel nach Verletzungspause noch viel Luft nach oben hat.
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Zwar ist der vor der WM erlittene Muskelriss auskuriert und Karl seit Wochen voll im Training. Aber es hat schon seinen Grund, dass Kompany auf eine entsprechende Frage „eine gemischte Antwort“ gab. Karl braucht Zeit, der Trainer will sie ihm geben. Und die Worte, die parallel zu Karls Abgang aus der Arena durchs Mikrofon gesprochen wurden, werden ihm guttun. Kompany: „Es wird der Moment kommen, wo alle sehen: Das ist der Lennart Karl, den wir kennen.“
Aber: „Kein Stress, er ist noch jung. Er wird wieder kommen!“ Der Coach gab allerdings auch zu, dass die ungewöhnliche Offensiv-Lösung mit Karls Formdelle zu tun hatte. Hätte er sowohl ihn als auch Diaz von Anfang an spielen lassen, wäre das Spiel womöglich „nach 60 Minuten vorbei“ gewesen. So konnte er offensiv wechseln – wenn auch ohne Ertrag.