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Der MotoGP-Sprint auf Phillip Island brachte Diogo Moreira zwei Punkte und die Erkenntnis, dass Honda im Trockenen derzeit wenig Reserven hat. Nach der Zeitstrafe gegen Trackhouse-Pilot Ai Ogura rückte der LCR-Pilot auf Platz 8 vor. Sein Rückstand auf Sieger Marc Marquez (Ducati) betrug 10,7 Sekunden. Für das Rennen am Sonntag rechnet sich Moreira bei angekündigtem starken Regen dennoch einiges aus.
Der Brasilianer war der einzige Honda-Pilot, der den Sprint beendete. Teamkollege Johann Zarco schied mit einem technischen Defekt aus, die Werkspiloten Joan Mir und Luca Marini fehlten krankheitsbedingt. Zuvor hatte Moreira im nassen Q2 den zehnten Startplatz erreicht.
«Wir konnten den Tag retten. Am Morgen im Qualifying fuhr ich zum ersten Mal im Nassen. Unterm Strich lief es nicht schlecht. Bereits das FP2 war gut. Im Sprint waren wir am Limit. Wir können hier nicht viel mehr erreichen. Das Ziel heute war, das Rennen zu beenden. In den ersten Runden konnte ich mithalten, aber mehr Potenzial haben wir nicht», erklärte der LCR-Honda-Pilot.
Besonders auf dem schnellen australischen Kurs begrenzt die Unruhe seiner RC213V die Möglichkeiten, weiter zu attackieren. «Die Fahrstabilität des Motorrads ist hier unser größtes Problem. Das Motorrad ist sehr unruhig. Diese Unruhe ist nicht ungewöhnlich, doch aktuell ist sie intensiver. Johann hat das gleiche Problem. Im Nassen können wir uns anders darauf einstellen», schilderte Moreira.
Während einige seiner Kollegen angesichts der Wetterprognose besorgt auf den Sonntag schauen, sieht der Brasilianer deshalb eine Gelegenheit. «Im Trockenen sind wir am Limit. Im Nassen haben wir mehr Spielraum», betonte er.
2027 wird die MotoGP auch mit einem neuen Zeitplan in die 850er-Ära starten. Mehr als die Modifikationen sorgte für Wirbel, wie die Beschlüsse zustande kamen. Ein Paradebeispiel für: «Reden hilft».
Sein zehnter Platz im Q2 stimmt Moreira auch deshalb zuversichtlich, weil er bei seinen ersten Regenrunden noch Reserven ließ. Statt sofort alles zu riskieren, tastete er sich an die Bedingungen heran. «Im Qualifying pushte ich nicht zu 100 Prozent. Meine Rundenzeiten waren nicht schlecht. Es ist nicht einfach, im Qualifying richtig zu verstehen, wo das Limit ist. Ich denke, dass wir morgen ein gutes Rennen zeigen können», erklärte Moreira.
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