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Reisefieber als Motivation fürs Laufen - Frankfurter läuft seinen 150. Marathon
Martin Zackor nach seinem Marathon in Warschau
Martin Zackor nach seinem Marathon im September in Warschau. © privat

Martin Zackor startet am Sonntag beim Frankfurter Marathon – zum 150. Mal in seiner Laufkarriere. Der 51-Jährige hat die Strecke in rund 30 Ländern absolviert.

Wenn am Sonntag der Startschuss in der Friedrich-Ebert-Anlage fällt, wird Martin Zackor wohl eher kein Lampenfieber haben. Der 51-Jährige feiert ein stattliches Jubiläum und absolviert in Frankfurt seinen 150. Marathon. „Das war gar nicht so geplant“, sagt der Frankfurter.

Ursprünglich war Laufen für den Judoka nur ein Ausgleichssport, um das Gewicht zu halten. „Dann dachte ich mir, wenn man ohnehin immer läuft, kann man ja mal einen Halbmarathon laufen.“ Daraus wurde dann 2004 in Mannheim bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften der erste Marathon. Es folgten 148 weitere bis zum Sonntag.

Gerade im Ziel, als er die erste Explosion hörte

Eine große Motivation für den Rechtsanwalt ist dabei das Reisen. So hat er außer seinem Heim-Marathon in Frankfurt noch keinen Marathon ein zweites Mal absolviert. In rund 30 Ländern weltweit ist Zackor die ominösen 42,195 Kilometer bereits gelaufen. Für immer in Erinnerung bleiben wird Zackor sein 44. Marathon im April 2013. „Ich war gerade im Ziel und hatte noch nicht die Medaille umgehängt, da hörte ich die erste Explosion“, erinnert sich Zackor. Trotz des Anschlags auf den Boston-Marathon blieb er seinem Hobby treu.

Ultra-Marathon mit 2.600 Höhenmetern

Auf die Frage, welcher Marathon ihn am meisten begeisterte, will er keine eindeutige Antwort geben. Der Big-Sur-Marathon an der kalifornischen Pazifikküste gehöre mit Sicherheit dazu. Unglaublich schön und anspruchsvoll sei auch der Zermatt-Marathon mit mehr als 2.000 Höhenmetern. Wobei sich Zackor natürlich für den Ultra-Marathon mit mehr als 2.600 Höhenmetern entschied.

Gemütlicher geht es da in Bordeaux zu, wo das Teilnehmerfeld durch die Weinberge des Médoc läuft und es mehr um Genuss als um Höchstleistungen geht. „Eine persönliche Bestzeit laufe ich nicht mehr, da kann man auch genießen“, findet der 51-Jährige. Ausdauer habe man auch noch im Alter, anders als die Schnellkraft, die beim Judo gefragt ist.

So etwas wie Regeneration scheint Zackor dabei gar nicht zu kennen. Im Mai lief er einen Marathon in Wiesbaden, im Juli in Görlitz, im August in Sydney und im September in Warschau. Einmal lagen zwischen zwei Marathons nur sechs Tage, einmal absolvierte er drei Marathons innerhalb von zwei Wochen. „Das habe ich dann aber schon gemerkt“, sagt der Mann, der auch schon drei Ironman in Frankfurt gefinisht hat. Auch da galt für ihn das Motto, „wenn man schon einen Marathon läuft, kann man auch gleich einen Ironman absolvieren“. Nun also sein 15. Start in Frankfurt. Für Martin Zackor keine große Sache. Aufhören mit dem Marathon will er danach nicht. „Auch bei 200 muss noch nicht Schluss sein“.

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