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B-Juniorinnen der HSG Kleenheim-Langgöns feiern ersten Sieg

Die weibliche B-Jugend der HSG Kleenheim-Langgöns muss lange auf den ersten Erfolg der laufenden Runde in der Handball-Bundesliga warten. Beim Spiel in Mainz platzt nun der Knoten.

Daniela Pieth

Mainz/Langgöns-Oberkleen. Die weibliche B-Jugend der HSG Kleenheim-Langgöns hat ihren ersten Saisonsieg in der Handball-Bundesliga eingefahren. Bei der JSG Mainz05/TV Nieder-Olm setzten sich die Mittelhessinnen mit 32:28 (17:16) durch. Wie umkämpft die Begegnung war, lässt der Endstand allerdings nur bedingt erkennen.

Noch gut zwei Minuten vor Schluss betrug der Vorsprung der Gäste gerade einmal einen Treffer. „Bis zur 59. Minute war es wirklich knapp“, berichtete Trainer Gregor Werum vom ersten Sieg der Kleenheimer Mädels in dieser Saison. Er vertrat seine Frau Christiane Bork-Werum, die bei der U16-Weltmeisterschaft in Marokko die Spiele von Tochter Carlotta verfolgt. Zusammen mit Elmar Schaub betreute er die Mannschaft und führte sie zu den ersten zwei Punkten. Die HSG gibt damit in der Vorrundentabelle die Rote Laterne des Tabellenletzten ab.

Kleenheim-Langgöns fand mit einer 3:1-Führung gut in die Partie, konnte sich aber nicht weiter absetzen. Vor allem die Mainzer Rückraumspielerin Elodie Schneider, die insgesamt elf Treffer erzielte, stellte die Gäste vor Probleme. Auch die breit positionierten Kreisläuferinnen der Gastgeberinnen verlangten der HSG bei der Zuordnung einiges ab. „Es war die ganze Zeit ein Spiel auf Augenhöhe“, sagte Werum.

Dabei stellte der Coach der Abwehr trotz der aus seiner Sicht zu vielen Gegentore insgesamt ein ordentliches Zeugnis aus. Mainz beschäftigte die HSG sowohl in der zweiten Welle als auch nach der schnellen Mitte mit der Positionierung am Kreis. Im Laufe der Begegnung konnte Kleenheim die Zuordnung besser lösen. Entscheidend war für Werum dabei, die Gegenspielerinnen richtig abzuzählen und die Aufgaben in der Defensive klar zu verteilen.

Wichtigen Rückhalt gab Jasmin Becker, die im Laufe der ersten Hälfte ins Tor kam. „Sie hat ganz wichtige Dinger gehalten“, lobte Werum. Vor ihr überzeugten Leni Vogel und Carlotta Würz über weite Strecken im Mittelblock. Nach einem zwischenzeitlichen 9:11-Rückstand in der 19. Minute nahm Kleenheim dank der Treffer von Vogel und Würz unmittelbar vor der Pause eine knappe Führung mit in die Kabine.

HSG Kleenheim-Langgöns hat in Mainz den längeren Atem

Im zweiten Durchgang erspielten sich die Gäste etwas Luft. Vogel traf zweimal zum 21:18 (35.) und Julia Karger vier Minuten später zum 22:19. Im Angriff gelang es der HSG zunehmend besser, mit Druck auf die Abwehr weitere Gegenspielerinnen zu binden und den Ball weiterzuspielen. Karger nutzte ihre Möglichkeiten am Kreis und kam auf sechs Treffer.

Dennoch blieb die Partie offen. Mainz glich in der 46. Minute zum 22:22 aus und hielt bis zum 26:26 (54.) den Anschluss. Hinzu kamen personelle Aufgaben für die Gäste: Die mit acht Toren erfolgreichste HSG-Schützin Kajsa Schaub konnte wegen Unwohlseins zeitweise nur dosiert eingesetzt werden. Vogel übernahm Verantwortung am Kreis und auf der rechten Rückraumposition, Schaub kam zurück und half in der Schlussphase auch auf der rechten Abwehrseite.

Nach dem 26:26 legten Würz und Penelope Lenz zwei Treffer vor. Mainz verkürzte noch einmal auf 28:29, ehe Schaub und Karger mit ihren Toren zum 31:28 die Entscheidung herbeiführten. Den Schlusspunkt setzte Schaub per Siebenmeter. Die letzten beiden Treffer seien vor allem „für die Statistik“ gewesen, ordnete Werum den Vier-Tore-Abstand ein.

Tore Kleenheim-Langgöns: Velcherean (2), Biermann (2), Karger (6), Lenz (5/3), Vogel (4), Peh (1), Schaub (8/3), Würz (4).