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30. Oktober 2026
Es sind Momente, die einen auch heute noch schaudern lassen. Im vergangenen Dezember kam Michelle Gisin (32) im Abfahrtstraining von St. Moritz so schwer zu Sturz, dass sie nur knapp einer Querschnittslähmung entging. Die Diagnose lautete: Kreuzbandriss sowie Verletzungen an Handgelenk, Schulter und Halswirbelsäule.
Gisin kämpfte sich nach dieser Brutalo-Verletzung tapfer zurück, stand vor wenigen Tagen sogar erstmals wieder auf den Skiern. Und doch weiß die Ski-Schweiz nicht: Macht die zweifache Kombi-Olympiasiegerin weiter oder nicht? Gisin selbst scheint nun eine Entscheidung getroffen zu haben. Am Dienstag wird die 32-Jährige nämlich eine Pressekonferenz geben – „und nach aufschlussreichen Tagen auf dem Schnee über ihre Zukunft sprechen“, heißt es in einer Mitteilung von Swiss Ski.
Eine eigene Pressekonferenz? Da vermuten in der Schweiz einige, dass Gisin dort ihr Karriereende verkünden wird. Gewissheit gibt es aber freilich noch nicht. Im Sommer sprach die frischgebackene Ehefrau von Luca De Aliprandini über drei Optionen, die es nun gäbe: Mit Volldampf auf die Heim-Ski-WM in Crans-Montana hintrainieren, wofür Gisin die Zeit jedoch selbst als etwas knapp bezeichnete. Ein Comeback im Winter 2027/28 wäre ebenfalls eine Option – oder aber das Karriereende.
Michelle Gisin in Aktion. © APA/afp / FABRICE COFFRINI
Schon jetzt ist klar, dass die Allrounderin eine herausragende Laufbahn hingelegt hat. 291 Weltcuprennen, 22 Podestplätze, davon zwei Siege. Und dann die beiden großen Highlights, sprich die Olympia-Goldmedaillen 2018 und 2022, jeweils in der alpinen Kombination. Zudem gewann Gisin drei WM-Medaillen. Ob Gisin nach der schweren Verletzung auf die Ski-Bühne zurückkehren wird, zeigt sich am Dienstag.
Schlagwörter: Wintersport Ski Alpin Michelle Gisin Schweiz