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Revanchegelüste, Personallage, Schiedsrichter und "Bock auf Arbeit": Vier Fragen und vier Antworten vor dem Bundesligaspiel des Hamburger SV bei Eintracht Frankfurt.
Hamburg (dpa/lno) - Die Chance zur Revanche kommt für die Bundesliga-Fußballer des Hamburger SV schnell. Fünf Tage nach der 1:3-Niederlage in der zweiten Runde des DFB-Pokals gegen Eintracht Frankfurt kommt es schon zum Wiedersehen mit den Hessen. Am Main geht es am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) um Punkte in der Liga. Vier Fragen und vier Antworten zum Spiel.
"Wir hatten uns für den Pokal viel vorgenommen", sagte HSV-Trainer Merlin Polzin in der Pressekonferenz vor der Partie des achten Spieltags. "Im Pokal geht es darum, eine Runde weiterzukommen. Leider sind haben wir diesen Wettbewerb früh beendet. Von daher können wir auch nichts mehr geraderücken." In der Bundesliga gehe es zwischen dem gastgebenden Tabellen-14. aus der Mainmetropole und den elftplatzierten Hanseaten um andere Dinge. Dennoch sei es "spannend und herausfordernd", am Sonntag wieder gegen die Eintracht zu spielen, so Polzin.
Sebastiaan Bornauw, der am Dienstag nach einer Kollision mit Eintracht-Keeper Noah Atubolu verletzt das Feld verlassen musste, könnte wieder zur Verfügung stehen. Der Belgier habe Teile des Trainings bestritten, berichtete Polzin. Der HSV-Coach hofft, dass aus dem aktuellen Fragezeichen noch "ein Ausrufezeichen wird". Auch der zuletzt fehlende Jordan Torunarigha wird wieder "ein Teil des Kaders" sein.
Dennoch bleibt die personelle Lage bei den Hanseaten angespannt. Bilal Nadir, Fabio Vieira, Nicolas Capaldo und Yussuf Poulsen werden ebenso weiterhin fehlen wie Kapitän Nicolai Remberg.
Trotz der Pokal-Niederlage gegen Frankfurt habe die Leistung am Dienstag gezeigt, "warum wir Vertrauen in den Kader haben", sagte Polzin: "Deshalb liegt der volle Fokus auf den Jungs, die uns zur Verfügung stehen."
Zuletzt fühlten sich die Hamburger nicht mit den Unparteiischen im Bunde. Bei der 0:1-Niederlage im Auswärtsspiel gegen den SC Paderborn hätten vor dem Gegentor ein Foul gegen einen HSV-Spieler, im Pokal ein Elfmeter für die Hanseaten gepfiffen werden können. Polzin: "Es macht schon einen Unterschied, wenn du in Paderborn unentschieden spielst und im Pokal in Führung gehst." Lamentiert werde im Volkspark aber nicht. "Das habe ich von meinen Eltern nicht so mitbekommen", sagte Polzin. Er gehe ohnehin "fest davon aus, dass sich das im Lauf der Saison ausgleicht".
"In Frankfurt zu spielen, wird ganz anders werden als in Hamburg", sagte Polzin. Frankfurt habe eine "unfassbare Qualität, was die Einzelspieler angeht". Wichtig werde sein, "mentale Bereitschaft, Laufbereitschaft" zu zeigen und "Bock auf Arbeit" zu haben. Polzin: "Als HSV haben wir nur eine Chance, wenn wir überperformen."