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Wer fährt zur WM 2027? ÖEHV-Goalies kämpfen um begehrten Kaderplatz!

Für Österreichs Eishockey-Nationalteam steht beim Deutschland Cup in Düsseldorf die nächste Standortbestimmung auf dem Programm. Rund ein halbes Jahr vor der Weltmeisterschaft 2027 in Deutschland rückt dabei auch der Kampf um die Torhüterplätze in den Mittelpunkt. Mit Florian Vorauer und Nicolas Wieser wollen sich zwei ICEHL-Keeper für einen Platz im WM-Kader empfehlen.

Während Atte Tolvanen und David Kickert als etablierte Kräfte im österreichischen Tor gelten, zeichnet sich dahinter ein spannender Konkurrenzkampf ab. KAC-Schlussmann Florian Vorauer und Graz99ers-Goalie Nicolas Wieser dürfen sich beim Deutschland Cup präsentieren und ihre Chancen auf eine WM-Nominierung verbessern.

Der 26-jährige Vorauer bringt bereits 18 A-Länderspiele mit, darunter zwei Einsätze bei Weltmeisterschaften. Wieser, 29 Jahre alt, stand bislang zweimal für Österreich zwischen den Pfosten, machte zuletzt aber vor allem mit seinen Leistungen auf Klubebene auf sich aufmerksam.

Wieser bleibt im Kampf um WM-Platz gelassen

Der gebürtige Villacher feierte mit den Graz99ers 2026 den Meistertitel und überzeugte insbesondere in den Playoffs. Dennoch erhielt bei der vergangenen Weltmeisterschaft Vorauer den Vorzug. Für Wieser ist das mittlerweile kein großes Thema mehr. „Mich hat das gar nicht beschäftigt, ich habe das so zur Kenntnis genommen. Es entscheiden ja auch andere“, erklärte der Grazer Schlussmann gegenüber der „Kleine Zeitung„.

Auch den Konkurrenzkampf um das mögliche dritte Goalie-Ticket für die kommende Weltmeisterschaft sieht er gelassen. „Ja, das kann schon sein, ich kann nur mein bestes Spiel zeigen und dann sehen wir eh, was dabei herauskommt. Wichtig ist vor der WM sowieso einmal die laufende Saison“, so Wieser.

Meistertitel als besonderer Karrierehöhepunkt

Nach dem Meistertitel mit den Graz99ers geht der 29-Jährige mit viel Selbstvertrauen in die kommenden Aufgaben. Der Erfolg mit den Steirern hat für ihn einen besonders hohen Stellenwert. „Dass wir Meister wurden, mit dieser coolen Truppe und dass ich dann im Finale auch gespielt habe, war wirklich fast schwer zu verarbeiten“, blickt Wieser zurück. Bereits 2022 durfte er mit Red Bull Salzburg einen Meistertitel feiern, damals allerdings in einer anderen Rolle. „Da war ich ja nur dritter Goalie“, scherzt der Kärntner.

Deutschland Cup als erste Bewährungsprobe

Beim Deutschland Cup bekommt das ÖEHV-Team von Roger Bader die Gelegenheit, sich mit drei starken Gegnern zu messen. Am Donnerstag trifft Österreich auf Gastgeber Deutschland, am Samstag folgt das Duell mit der Slowakei, ehe am Sonntag Lettland wartet. Für Wieser ist das Turnier auch im Hinblick auf die kommende Weltmeisterschaft eine reizvolle Aufgabe. „Richtig gute Mannschaften in einer großen, sicherlich vollen Halle. Ein toller Vorgeschmack auf die WM“, freut sich der Schlussmann.

Die Weltmeisterschaft 2027 wird in Mannheim und Düsseldorf ausgetragen. Österreich absolviert seine Gruppenspiele in Mannheim. Bis dahin bleibt noch ausreichend Zeit, um sich für einen Platz im WM-Aufgebot zu empfehlen. Der Konkurrenzkampf zwischen Vorauer und Wieser ist jedenfalls eröffnet.

Bild: HCI / PAPA Productions

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