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Rund 1,9 Millionen Menschen folgen Loris Karius bei Instagram. Regelmäßig erreichen seine Beiträge viele Millionen Menschen – und schon häufig wurde der Torwart des FC Schalke 04 in seiner Karriere mit Anfeindungen in den Sozialen Medien konfrontiert. Gerade als Profi des englischen Spitzenklubs FC Liverpool stand er regelrecht im Brennglas der Öffentlichkeit.
Daher hat der 33-Jährige durchaus Verständnis für die Situation von Fabian Reese. Der Zweitligaprofi hat seinen Instagram-Account deaktiviert, nachdem er seit seinem Wechsel von Hertha BSC zum VfL Wolfsburg heftig angefeindet wird. Bereits Ende August räumte der Wolfsburger nach einer Partie beim Karlsruher SC ein, dass ihn die Reaktionen der Fans beschäftigen. „Mir tut es sehr weh. Es ist einfach verletzend“, sagte Reese damals.
„Grundsätzlich kann jeder selbst entscheiden, ob er ein Profil macht und wie viel er zeigt. Social Media bringt Vorteile mit sich“, sagt Karius zum Instagram-Abschied von Reese. „Das Negative überwiegt aber wahrscheinlich ein bisschen. Jeder Anonyme kann irgendeinen Mist ins Netz stellen.“ Karius weiß: „Wer mehr polarisiert, bekommt mehr ab. Das ist die Schattenseite von Social Media.“
Außerhalb der deutschen Champions-League-Klubs zählen sowohl Karius als auch Reese zu den Fußballern, die hierzulande wohl am meisten polarisieren. S04-Torwart Karius, weil er bei Instagram regelmäßig Einblicke in sein Privatleben mit seiner Frau Diletta Leotta (berühmte italienische TV-Moderatorin) bietet und zudem extrovertiert und modebewusst auftritt.
Reese gab sich zu Hertha-Zeiten in den Sozialen Medien stets nahbar, organisierte per Instagram teilweise sogar spontane Fan-Treffen. Nach seinem Wechsel zu Wolfsburg musste er allerdings viel Hass und Spott ertragen. Vor allem, weil er sich nur rund ein Jahr zuvor emotional zur Hertha bekannt hatte.