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Die Sorgen beim FC Schalke 04 werden größer. Auch gegen RB Leipzig blieben die Königsblauen ohne eigenen Treffer und mussten sich am Samstagnachmittag mit 0:2 geschlagen geben. Damit wartet der Bundesliga-Aufsteiger seit sechs Pflichtspielen auf einen Sieg. Besonders alarmierend ist die Offensive: In acht Ligaspielen gelangen Schalke gerade einmal vier Tore, in allen vier bisherigen Heimspielen blieb die Mannschaft sogar komplett torlos.
Dabei hatte Trainer Miron Muslic gegen Leipzig mit einer Systemumstellung versucht, der anhaltenden Harmlosigkeit entgegenzuwirken. Statt der gewohnten Fünferkette setzte der Österreicher auf eine Viererabwehrkette. Tatsächlich präsentierte sich Schalke zunächst mutiger. Junior Adamu kam zu einer guten Abschlussmöglichkeit, während Adil Aouchiche mit einer Freistoßflanke die Latte traf. Am Ende standen dennoch die nächste Niederlage und erneut null eigene Treffer.
Muslic wollte nach der Partie trotzdem positive Ansätze erkannt haben. "Wir haben heute einen Schritt nach vorne gemacht, auch wenn der Schritt sehr, sehr klein war", erklärte der 44-Jährige gegenüber Sky. Seiner Mannschaft könne er hinsichtlich der Einsatzbereitschaft keinen Vorwurf machen. Allerdings fehle es im letzten Drittel weiterhin an Durchschlagskraft.
Während Muslic die Gesamtleistung seiner Mannschaft durchaus positiv bewertete, ärgerte er sich besonders über die Entstehung des ersten Gegentors. Im eigenen Strafraum hatte Satoshi Tanaka den Ball nicht rechtzeitig geklärt und beim anschließenden Klärungsversuch Leipzigs Rômulo getroffen. Schiedsrichter Max Burda entschied auf Elfmeter, den Antonio Nusa in der 37. Minute zur Führung verwandelte.
"Ich war sehr erbost über unsere Aktion", machte Muslic seinem Ärger nach Abpfiff Luft: "Den Ball musst du klären, du kannst den Ball nicht gegen Leipzig kurz spielen in der eigenen Box."
Die Elfmeterentscheidung selbst wollte Muslic dagegen nicht grundsätzlich infrage stellen. "Wir sind in dieser Situation sehr, sehr ungeschickt", räumte er bei Sky ein und ergänzte: "Der Spieler will nur das, aber wir müssen einfach vorher den Ball klären."
Dass Leipzig die Einladung eiskalt ausnutzte, machte die Szene umso bitterer. Rômulo sorgte in der 78. Minute schließlich für den 2:0-Endstand. Für Schalke geht es am kommenden Sonntag bei der TSG Hoffenheim weiter. Dort braucht die Mannschaft dringend nicht nur eine Leistungssteigerung, sondern vor allem wieder Tore.