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Der FC Bayern hat sich mit dem 6:1-Kantersieg gegen RB Leipzig eindrucksvoll für den Champions-League-Kracher gegen den FC Arsenal warmgeschossen. Doch ausgerechnet vor dem wichtigen Duell am Mittwoch gibt es Sorgen um Vincent Kompany. Der Bayern-Trainer ist gesundheitlich angeschlagen und konnte nach dem Bundesliga-Topspiel nicht an der Pressekonferenz teilnehmen.
Schon während der Partie gegen Leipzig war aufgefallen, dass Kompany ungewöhnlich zurückhaltend agierte. Während der 40-Jährige normalerweise regelmäßig an der Seitenlinie steht und seine Mannschaft lautstark antreibt, verbrachte er diesmal nahezu die gesamte Begegnung auf der Trainerbank.
Auch bei den sechs Bayern-Treffern blieb der Belgier sitzen. Die Anweisungen an die Spieler übernahmen überwiegend seine Assistenten.
Nach dem Abpfiff fehlte Kompany schließlich sowohl bei den TV-Interviews als auch auf der Pressekonferenz.
Sportvorstand Max Eberl erklärte anschließend, warum der Bayern-Coach derzeit nicht wie gewohnt auftreten kann. „Vinnie hat sich mit einem Virus durch die Woche gequält und hat ständig Vitamine genommen. Es geht ihm wirklich nicht gut“, berichtete der 53-Jährige.
Doch damit nicht genug. Zusätzlich zu dem Infekt plagen Kompany offenbar körperliche Beschwerden.
„Und dann hat er auch noch eine Hüfte, wo er ein Problem hat“, ergänzte Eberl.
Wie stark der Trainer eingeschränkt war, zeigte sich bereits während der Halbzeitpause. Kompany wurde von Teammanager Maciej Jagiellowicz und Mannschaftsarzt Roland Schmidt begleitet und nutzte einen Seitenausgang, um die lange Treppe im Spielertunnel zu umgehen.
Seine Assistenten übernahmen derweil einen Großteil der aktiven Betreuung der Mannschaft.
Angesichts des bevorstehenden Champions-League-Duells gegen Arsenal stellt sich nun die Frage, ob Kompany bis Mittwoch wieder vollständig einsatzfähig sein wird.
Eberl zeigte sich diesbezüglich allerdings zuversichtlich. „Er lässt es sich nicht nehmen, so lange es geht, bei der Mannschaft zu sein. Wir gehen fest davon aus, dass es für Mittwoch kein Problem ist“, erklärte der Sportvorstand.
Sportlich scheint der Rekordmeister jedenfalls bestens auf das Duell mit den Londonern vorbereitet zu sein.
Nach den enttäuschenden Unentschieden gegen Augsburg und Viking Stavanger zeigte die Mannschaft gegen Leipzig wieder ihr gewohntes Gesicht.
„Das war wirklich beeindruckend. Wir waren von Anfang an hochkonzentriert und giftig. Wir brauchen diese Stabilität auch in den nächsten Wochen“, lobte Eberl.
Auch Joshua Kimmich zeigte sich mit dem Auftritt zufrieden. „Die ersten 60 Minuten waren schon auf einem anderen Level“, erklärte der Bayern-Kapitän und ergänzte: „Wir waren nah dran an den besten Bayern.“
Genau dieses Niveau werden die Münchner auch gegen Arsenal benötigen. Die wichtigste Nachricht aus Bayern-Sicht: Trotz seiner gesundheitlichen Probleme rechnen die Verantwortlichen fest damit, dass Kompany am Mittwoch wieder auf der Trainerbank sitzen kann.