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Wenigstens nicht wieder verpennt: DFB-Juwel verpasst Klopp-Anruf erneut

Ein Anruf des Bundestrainers ist für viele eine große Ehre. Ein DFB-Profi ging allerdings schon zum zweiten Mal nicht ran, als Jürgen Klopp ihn anrief.

Leipzig – Ein Anruf des Bundestrainers ist für jeden Fußballprofi ein besonderer Moment. Bei Brajan Gruda klappte die Kontaktaufnahme allerdings erst im zweiten Anlauf. Der 22-jährige Offensivspieler von RB Leipzig, der aktuell vom englischen Verein Brighton & Hove Albion ausgeliehen ist, verpasste das Telefonat von Jürgen Klopp vor seiner erneuten Berufung in die deutsche Nationalmannschaft.

Brajan Gruda (r.) steht im DFB-Kader von Jürgen Klopp.
Brajan Gruda (r.) steht im DFB-Kader von Jürgen Klopp. © picture alliance/dpa | Jan Woitas / Christian Charisius

Der Grund für das verpasste Telefonat war denkbar harmlos: Gruda befand sich am Tag vor dem Spiel gegen Manchester City (2:3) bei der Physiotherapie. „Ich war zu dem Zeitpunkt gerade beim Physio und habe den Bundestrainer daher danach zurückgerufen. Es war ein kurzes, aber cooles Gespräch, bei dem wir beide auch viel gelacht haben“, schilderte Gruda die Situation auf RB Leipzigs Homepage.

DFB-Juwel Gruda verpasste Klopp-Anruf zum zweiten Mal in Folge

Es ist nicht das erste Mal, dass Gruda bei einer DFB-Nominierung nicht sofort erreichbar war. Bereits bei seiner ersten Berufung im September hatte der Offensivmann die Nachricht des Trainerteams zunächst verschlafen. „Als ich die Nachricht dann gesehen habe, konnte ich es erst einmal gar nicht glauben beziehungsweise musste es erst einmal realisieren“, blickte Gruda zurück.

Kurz darauf folgte jedoch ein verletzungsbedingter Rückschlag: Wegen einer Bauchmuskelzerrung, die er sich im Bundesligaspiel in Leverkusen (0:2) zugezogen hatte, musste er die Reise zum DFB-Team kurzfristig absagen. Zwei Monate später ist der Leipziger Angreifer wieder fit und überzeugt Bundestrainer Klopp mit seiner Form. Für die anstehenden Partien in der Nations League gegen Serbien (13. November) und die Niederlande (16. November) erhielt Gruda daher erneut das Vertrauen.

Wie viel Klopp von Gruda hält, machte er im Video zur Kader-Bekanntgabe deutlich: „Brajan ist ein hochspannender Spieler. Er war schon bei der ersten Nominierung ganz oben auf der Liste für diese Position. Er ist ein Straßenfußballer, einfach ein geiler Zocker, der sein Potenzial noch nicht ausgeschöpft hat“, schwärmte der Bundestrainer.

Dass Nationalspieler bei einem Anruf der sportlichen Leitung zögern oder den Moment verpassen, kommt im DFB-Umfeld immer wieder vor. So ignorierte etwa Said El Mala den Anruf von Julian Nagelsmann, weil er unbekannte Telefonnummern grundsätzlich meidet. Hoffenheim-Talent Bambase Conte reagierte mit Dauerlachen auf einen Anruf von Jürgen Klopp, weil er die Nominierung zunächst für einen Scherz hielt.

Für Gruda, der bereits vor der EM 2024 mit der A-Nationalmannschaft trainieren durfte und beim Testspiel gegen die Ukraine (0:0) im Kader stand, rückt nun das erste Länderspiel näher. „Es wäre nicht nur für mich, sondern für meine ganze Familie ein Erfolg, der uns alle sehr stolz machen würde, wenn es dann tatsächlich zu meinem Nationalmannschafts-Debüt für Deutschland kommt“, betonte Gruda. (dwe)

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