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Hamburg - Er hätte allen Grund gehabt seinen legendären Salto auszupacken! Das Team von FCN-Trainer Miroslav Klose (48) siegte mit 3:1 am ausverkauften Millerntor. Dabei war St. Pauli eigentlich die klar bessere Mannschaft.
Das musste auch der Weltmeister von 2014 bei der Pressekonferenz nach der Partie zugeben.
"Ich sitze hier als ganz, ganz glücklicher Trainer. Das was St. Pauli heute geleistet hat, muss man anerkennen. Sie waren heute sehr schwer zu verteidigen", zeigte sich Klose erleichtert nach Abpfiff und lobte gleichzeitig Torhüter Jan Reichert (25) - er habe die Franken das ein oder andere Mal definitiv "gerettet".
Dem konnte auch Trainer-Kollege Marcel Rapp (47) nur zustimmen. Aus seiner Sicht lag das Pech bei den Kiezkickern und das Glück bei den Gästen. Mit der Leistung seiner Mannschaft zeigte sich der FCSP-Coach schließlich mehr als zufrieden.
"Es waren gute Angriffe. Wenn wir diese Leistung wieder bringen, werden wir wahrscheinlich gewinnen", so die klare Ansage. Nürnbergs Torwart sei zudem - auch aus seiner Sicht - einfach "überragend" gewesen.
Freuen konnte sich am Ende allerdings nur einer von beiden. Klose, der früher zum Jubeln immer zum Vorwärtssalto ansetzte, erlaubt sich heute allerdings maximal einen Freudensprung, wie er im Gespräch mit TAG24 zugab. "Maximal im Flur vom Krankenhaus", scherzte der ehemalige Nationalspieler auf Nachfrage, ob sich den Salto heute noch zutraut.
Durch dieses Ergebnis setzt sich der 1. FC Nürnberg auf dem zweiten Platz der Zweitliga-Tabelle fest. St. Pauli verweilt derweil mit 12 Punkten auf Platz acht.
Nächsten Sonntag trifft die Rapp-Elf auswärts auf den 1. FC Magdeburg. Was lässt sich nach solch einer Leistung bis dahin aber überhaupt im Training verbessern?
"Wir müssen Tore schießen", so die klare Antwort des Cheftrainers.
"Es gibt kein Spiel, bei dem wir schlechter waren als der Gegner. Heute haben wir ein Spiel verloren, in dem wir klar besser waren. Das ist bitter. Aber wir sind auf dem richtigen Weg", betonte Rapp seine Überzeugung.
Manchmal sei der Fußball "einfach so" - dem stimmte auch Kapitän David Nemeth (25) nach Abpfiff zu. "Solche Spiele kann man leider immer verlieren, wenn man nicht hellwach ist", analysierte der Österreicher. "Wir haben einfach Fehler gemacht. Wenn man die Tore vorne nicht macht, bekommt man sie hinten."