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Krefeld unterliegt München 2:4

Krefeld · Am Geburtstagsspieltag gibt es keine Punkte für die Schwarz-Gelben gegen die Bayern

 Da war die Welt für die Pinguine noch in Ordnung. Der KEV ging früh in Führung.
Da war die Welt für die Pinguine noch in Ordnung. Der KEV ging früh in Führung.

Die Krefeld Pinguine unterlagen am Sonntag im Geburtstagsspiel anlässlich des 90-jährigen Vereins-Bestehens des Krefelder EV vor 7011 Zuschauern in der Yayla-Arena gegen den EHC München mit 2:4. Für die Seidenstädter war es die fünfte Niederlage in Folge.

Der Sieg der Gäste, die das stärkste Auswärtsteam der Liga sind, war aufgrund ihrer etwas größeren Passsicherheit und ihrer Effizienz vor dem Tor verdient. Den Pinguinen, die von ihren Anhängern gewohnt lautstark unterstützt wurden, ist aber kein Vorwurf zu machen. Die Auswahl von Cheftrainer Thomas Popiesch hielt gegen eines der Top-Teams der Liga gut mit und zeigte vor allem kämpferisch eine starke Leistung.

Popiesch hatte sein Team gegenüber der 2:7-Niederlage vom Freitag in Nürnberg auf zwei Positionen verändert. Für Juha Jatkola kam Felix Bick zu seinem vierten Saisoneinsatz und anstelle von Roope Mäkitalo rückte Yannick Proske ins Team. Patrick Hager, der in der Saison 2007/08 seine DEL-Karriere in Krefeld begonnen hatte und hier zum Nationalspieler wurde, führte die Gäste als Kapitän aufs Eis. Verzichten mussten die Bayern auf Nationaltorwart Matthias Niederberger, der sich am Freitag beim 3:2-Heimsieg gegen Iserlohn verletzt hatte. Für ihn stand der Kanadier Antoine Bibeau, der nicht immer den sichersten Eindruck machte, zwischen den Pfosten. Als Back-up saß Matthias Bittner auf der Bank, der von 2021 bis 2025 bei den Pinguinen unter Vertrag stand und hier sein DEL-Debüt in der Abstiegssaison feierte.

Früher Führungstreffer durch Santos

Der KEV kam in seinen 90-Jahre-Retro-Trikots gut ins Spiel und setzte die Gäste von der Isar unter Druck. Max Gildon verzog in der 2. Minute freistehend, Payerl scheiterte eine Minute später an Bibeau. Als kurz danach McKenna auf die Strafbank musste, nutzten die Gastgeber das durch Santos, von dessen Schlittschuh der Puck ins Tor prallte zum Führungstreffer. In der 10. Minute lag der Puck nach einem Schuss von Daniel Bruch erneut im Gästetor. Der Treffer fand aber nach Videobeweis wegen Torraumabseits keine Anerkennung. München nutzte seine erste klare Torchance in der 11. Minute zum Ausgleich. Veit Oswald, der Sohn des Pinguine-Meisterspielers von 2003, Günter Oswald, hob den Puck aus spitzem Winkel unhaltbar in die Maschen. Mick Köhler kassierte aufseiten der Gastgeber die erste Strafe. Das nutzten die Bayern ausgerechnet durch Hager zum Führungstreffer. Eine Strafe gegen Mebus überstanden die Gastgeber schadlos.

Gleich zu Beginn des Mittelabschnitts erhöhten die Gäste durch Hager, der Bick nicht gut aussehen ließ, auf 3:1. Das zog den Pinguinen etwas den Stecker. Bei einer Überzahl in der 23. Minute kamen sie zu keiner klaren Chance. Zur Hälfte des Spiels berappelten sich die Seidenstädter wieder und drängten auf den Anschlusstreffer. Trainer Popiesch hatte im Angriff die Rotationsmaschine angeworfen, was aber bis zur zweiten Pause nichts Zählbares einbrachte.

Die Pinguine versuchten im Schlussdrittel, mit viel Einsatz und noch mal leicht veränderten Sturmformationen das Blatt zu wenden. Die beste Gelegenheit zum Anschlusstreffer hatte Santos in der 44. Minute, der aber den Puck aus Nahdistanz nicht am Gästetorwart vorbei brachte. Das machte sein Sturmpartner Max Newton in der 51. Minute besser, als er den Puck zum 2:3 ins Tor lenkte. Das war das Signal zu einem Schlussspurt, der in der 56. Minute gestoppt wurde, als binnen 30 Sekunden gleich drei Spieler der Gastgeber in die Kühlbox mussten. Hager, der nach der Partie von den Krefelder Fans mit nicht angebrachten Schmährufen verabschiedet wurde, machte in doppelter Überzahl mit seinem dritten Treffer an diesem Nachmittag den Deckel drauf. Die Fans verabschiedeten die Pinguine mit Applaus und die Schiedsrichter mit einem gellenden Pfeifkonzert.

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