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Paukenschlag! Austria trennt sich von Trainer Helm
Nach 845 Tagen als Chefcoach ist für Stephan Helm Schluss!
Nach 845 Tagen als Chefcoach ist für Stephan Helm Schluss!

Paukenschlag bei der Wiener Austria! Nach vier sieglosen Liga-Spielen und der bereits siebenten Niederlage zieht Violett die Reißleine und trennt sich von Trainer Stephan Helm. Für den 43-Jährigen ist somit nach 845 Tagen als Chefcoach Schluss.

Beachtlich: Das ist die neuntlängste Amtszeit in der Klub-Geschichte. In 94 Pflichtspielen holte Helm einen Punkteschnitt von 1,63. Das letzte 1:2 am Freitag bei Altach war seine letzte Partie, nach dem erneuten Nackenschlag war ein Wechsel auf der Trainerbank nicht mehr zu verhindern. 

Denn mit mageren sieben Punkten liegt die Austria nach zehn Spielen nur auf dem vorletzten Platz. Nach dem Dämpfer im Ländle war auch Sportvorstand Tomas Zorn, der Helm lange Zeit den Rücken stärkte, zum Handeln gezwungen. Sieben Austria-Niederlagen in den ersten zehn Liga-Runden hatte es davor nämlich noch nie gegeben. Am späten Samstagabend kam man schließlich zur Entscheidung, Helm freizustellen. Die Handys in Austrias Führungsetage liefen zuvor den ganzen Tag heiß.

Uhlig übernimmt interimistisch
Dabei führte Helm die Austria in seinen ersten beiden Saisonen auf die beachtlichen Plätze drei und vier. In der ersten Spielzeit kämpfte seine Truppe sogar bis zur letzten Sekunde um den Titel. Im Europacup scheiterte man hingegen in der Conference League an Ilves Tampere in der zweiten Qualirunde, danach in der dritten Qualirunde gegen Banik Ostrava und zuletzt im Play-off gegen Portugals Millionentruppe aus Braga.

Wer bei der Austria nun das Ruder rumreißen soll? Maximilian Uhlig wird interimistisch bis zum Jahresende übernehmen. Der 33-Jährige kennt den Verein bestens, war bereits im Austria-Nachwuchs sowie in der Veilchen-Akademie tätig und liegt derzeit mit den Young Violets in der 2. Liga auf dem starken dritten Platz.

Uhlig wird am Sonntag gleich sein erstes Training leiten und hat mit seiner ersten Trainerstation in der Bundesliga gleich eine Mammutaufgabe zu bewältigen.

Maximilian Uhlig
Maximilian Uhlig

Viel Zeit zum Einarbeiten hat Uhlig aber nicht. Schon am Dienstag wartet in der Generali-Arena das Cup-Achtelfinale gegen Hartberg, am 1. November steht (ebenfalls am Verteilerkreis) das Derby an, feiert Uhlig ausgerechnet gegen Rapid sein Liga-Debüt. Auch nicht schlecht.

Bleibt nun abzuwarten, ob unter Uhlig der erhoffte Turnaround auch tatsächlich gelingt. Eines ist jedenfalls jetzt schon sicher: Bei der Austria wird es ganz bestimmt nicht langweilig werden.

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