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Neun Punkte hinten zur Pause: HSG Pohlheim II wacht gegen Wiesbaden zu spät auf
HB-OL (M): Pohlheim II – Eintracht Wiesbaden, Phil Schwing
Phil Schwing, dreifacher Torschütze der HSG Pohlheim II, zieht auf den gegnerischen Kasten ab. © Michael Schepp

Die zweite Hälfte gewann die HSG Pohlheim II gegen die HSG VfR/Eintracht Wiesbaden mit 13:9. Die erste Hälfte hatte die Mannschaft allerdings mit 13:22 verloren. Entsprechend stand am Sonntag eine Niederlage.

Die HSG Pohlheim II hat gegen die HSG VfR/Eintracht Wiesbaden die misslungene erste Halbzeit teuer bezahlt. Beim 26:31 (13:22) in der Männerhandball-Oberliga Mitte steigerte sich der Aufsteiger nach der Pause, konnte den frühen Rückstand aber nicht mehr wettmachen.

Pohlheim ließ sich gegen die Wiesbadener nicht abschütteln, doch die entscheidende Frage blieb aus Sicht der Gastgeber, warum sie so lange gebraucht hatten, um dem Gegner mehr entgegenzusetzen. „Wir wachen einfach zu spät auf“, lautete die Kritik von Pohlheims Trainer Christian Gzelachowski.

Bis zum 6:6 durch einen Siebenmeter von Pohlheims Lucas Kammer in der neunten Minute war die Begegnung ausgeglichen. Danach zog Wiesbaden auf 11:6 davon (14.). Über 7:14 gerieten die Pohlheimer ins Hintertreffen, weil sie vor allem das Zusammenspiel der Gäste mit dem Kreis nicht unterbinden konnten. Unabhängig von der Besetzung im Innenblock fehlten die Lösungen.

Mit einer Umstellung auf eine 5:1-Deckung versuchten die Hausherren, Wiesbadens Rhythmus zu stören. Das gelang zwar phasenweise, allerdings fand der Gegner über die Außenpositionen andere Wege zum Abschluss. Pohlheim verkürzte durch Ole Müller in der 18. Minute auf 9:14 und hielt den Abstand in Grenzen. Die letzten drei Treffer vor der Pause gehörten jedoch den Gästen, die von 19:13 auf 22:13 erhöhten.

Auch nach dem Seitenwechsel setzte Wiesbaden nach und zog auf 24:13 davon (33.). Pohlheim blieb bei der offensiveren Abwehrformation und hielt dagegen, ohne die Partie noch einmal offen gestalten zu können. Beim 19:30 (46.) war der Abstand weiterhin zweistellig. Dann gelang den Gastgebern ein Lauf zum 24:30, ehe Wiesbaden wieder traf. Till Peppmöller setzte mit den letzten beiden Pohlheimer Treffern den Schlusspunkt zum 26:31.

Die zweite Hälfte gewann Pohlheim damit 13:9 – was jedoch wenig half. Entsprechend gab es deutliche Anerkennung für den Gegner: „Wiesbaden war mit Abstand bisher der beste Gegner, der hier bei uns zu Hause gespielt hat“, erklärte Grzelachowski.

Pohlheim II: Ott, Kozian; Müller (2), Becker, Weinandt (1), Schwing (3), Heinemann (2), Peppmöller (2/1), Gilbert (2), Happel, Rösler (2), Kammer (5/3), Trotz (1), Wenzel (3), Engel (1), Schäfer (2).

Wiesbaden: Emmermann, Rausch; Kirchmeier (7), Spahr (4), D. Seiwert (1), Henkelmann (4), A. Seiwert (2), Filipovic (4), Matejka (3), Walter, Passlick (6/5), Molatta.

Steno / SR: Hofmann/Krahl. – Zeitstrafen: 6:10 Minuten. – Siebenmeter: 4/4:7/5.

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