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Heimspiel gegen Nürnberg: Pinguins Bremerhaven gelingt der Befreiungsschlag

Das Eishockey-Team von der Nordseeküste trotzt der bitteren Verletztenmisere und holt nach zwei Niederlagen in Folge gegen die Nürnberg Ice Tigers den 2:1-Sieg.

Dieser Wechsel der Fischtown Pinguins war schnell gegangen, sogar zu schnell für die Deutsche Eishockey-Liga (DEL). Denn Neuzugang Eugen Alanov wurde auf der offiziellen Webseite der DEL am Freitagabend noch als Teammitglied der Nürnberg Icetigers geführt. Dabei stand Alanov für die Bremerhavener auf dem Eis – und spielte gegen seinen nun Ex-Klub Nürnberg.

So schnell geht das manchmal im Eishockey und dass es so rasant gegangen war, lag an der außergewöhnlich schweren Verletzungsmisere der Pinguins. Acht Profis fallen dem Team von Coach Alexander Sulzer so früh in der Saison aus. Der Verein musste reagieren.

Pinguins können frühe Führung nicht halten

Und so reiste der zügig nachverpflichtete Alanov am Mittwoch in Bremerhaven an, stand am Freitag bereits in der Startformation und war gleich mittendrin. Die Pinguins konnten die Verstärkung in der Offensive gut gebrauchen, schließlich hatten sie in den vergangenen beiden Spielen null Tore erzielt.

Dieser Fluch war dann in der heimischen Eisarena früh gebrochen, Philip Bruggisser gelang in der 9. Minute der erlösende 1:0-Treffer. Doch die Nürnberger ließen sich in der rasanten Anfangsphase nicht überrumpeln, nur zwei Minuten später glich Evan Barratt zum 1:1 für die Icetigers aus.

Ruppiges 2. Drittel

Nach der Pause wurde es zunehmend ruppiger auf dem Eis, besonders für die Pinguins ging es als Tabellenelftem um viel. Der Saisonstart war mit fünf Niederlagen bei nur drei Siegen ungewohnt mau verlaufen, bei den Nürnbergern dagegen stand die Bilanz genau umgekehrt und bedeutete Platz vier.

Also taten die Bremerhavener das, was sie auszeichnet. Sie gingen mit vollem Körpereinsatz und Kampfgeist zu Werke, die Nürnberger antworteten entsprechend. Die Strafminuten häuften sich. Doch mittendrin gelang plötzlich Max Görtz in der 37. Minute mit 2:1 die erneute Führung für die Pinguins.

Gudlevskis hält den Pinguins-Sieg fest

Die Bremerhavener mühten sich, diese Führung über die Zeit zu bringen. Die Halle stand wie eine Wand hinter ihrem Team und so überstanden die Pinguins ein kniffliges Powerplay der Nürnberger. Zudem konnten sie sich wieder einmal auf ihren Keeper Kristers Gudlevskis verlassen.

Die Minuten tickten runter und beide Teams taten sich in der Schlussdrittel schwer, gefährliche Abschlüsse zu erzielen. Als die letzten beiden Spielminuten liefen, nahm Nürnbergs Coach Mitch O'Keefe seinen Keeper vom Eis – die Icetigers erhöhten mit sechs Feldspielern nochmal den Druck. Alles drängte nur noch auf das Bremerhavener Tor, aber der Puck wollte nicht mehr über die Linie gehen. Die Pinguins verteidigten verbissen. Und es passte zu diesem Duell, dass sich mit der Schlusssirene noch eine Massenschlägerei auf dem Eis entwickelte.

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