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Aufatmen bei Hannover 96: Der kriselnde Zweitligist hat nach einer deutlichen Leistungssteigerung das Sorgenduell gegen Dynamo Dresden mit 2:1(0:1) gewonnen.
Es waren zuletzt unrughige Tage in Hannover, die nach der sportlichen Talfahrt in der Demission von Sport-Geschäftsführer Jonas Boldt gipfelten. Jetzt dürfte erst einmal etwas Ruhe einkehren am Maschsee und vor allem Trainer Sandro Wagner kräftig durchpusten.
Für Wagner war es der erste Pflichtspielsieg als Coach der Niedersachsen. Zuvor hatte er nur einen Punkt in drei Spielen geholt und war im Pokal ausgeschieden.
Nicolai Rapp (11.) brachte die Gäste aus Dresden in Führung, Husseyn Chakroun (54.) und Marcel Hartel (60.) drehten das Spiel. Dresden rutscht nach der sechsten Saisonniederlage auf den letzten Platz der 2. Liga ab.
Dresden kam mit dem Selbstvertrauen vom 2:0-Sieg gegen Schalke 04 im DFB-Pokalspiel nach Hannover und hatte den besseren Start. Christoph Daferner, der neu ins Team gekommene Mittelstürmer, ließ bei seinem ersten Startelfeinsatz seit langem die erste Chance noch liegen, dann war aber Nicolai Rapp zur Stelle. Nach einer Ecke fiel dem Innenverteidiger der Ball vor die Füße. Am zweiten Pfosten stehend hatte er keine Mühe einzuschießen.
Den Hannoveranern war die Unruhe im Verein in den vergangenen Wochen mit den schlechten Ergebnissen und der Boldt-Trennung zunächst anzumerken. Viele Ballverluste prägten das 96-Spiel. Die Wagner-Elf hatte zwar mehr Ballbesitz, fand aber keine Mittel, die gute Dresdner Deckung in Bedrängnis zu bringen. Früh waren erste Pfiffe im Stadion zu hören.
Noch vor der Pause hätte Jonas Sterner fast auf 2:0 für Dresden erhöht, doch Leo Weinkauf im 96-Tor parierte hervorragend. Die Gastgeber hatten keine wirklich gefährlichen Szenen vor dem gegnerischen Tor.
Im zweiten Abschnitt kamen die 96er dann aber viel aggressiver aus der Kabine. Marcel Hartel scheiterte zunächst an Torwart Lennart Grill. Wenig später flankte Benjamin Källman präzise in die Mitte, wo Husseyn Chakroun den Ball zum Ausgleich verwertete. Grill hatte etwas Pech, da ihm der Ball durch die Beine flutschte.
Das Spiel wurde jetzt viel lebendiger. 96 machte mehr Druck und legte nach! Nach einem ungenauen Pass konnte Friedrich Müller Chakroun nur per Foul stoppen. Hartel verwandelte den Strafstoß sicher. Wagners Team hatte das Spiel gedreht.
Es kam noch bitterer für die Gäste. Der junge Müller foulte einen Hannoveraner. Schiedsrichter Felix Weller zückte sofort die gelb-rote Karte. Die 96er waren nun nicht mehr wiederzuerkennen im Vergleich zur dürftigen ersten Hälfte.
Ein weiteres 96-Tor kassierte Weller allerdings wieder ein, weil Torschütze Källman vor seinem Torschuss Foul spielte.
Hannover 96 ist am Sonntagmittag beim 1. FC Heidenheim zu Gast (13.30 Uhr). Dynamo Dresden empfängt am Freitagabend Greuther Fürth (18.30 Uhr).