Zurück
Die Augsburger Panther sind dabei, ihren guten Saisonstart zu verspielen. Am Sonntag verloren sie auch ihr Heimspiel gegen Straubing mit 2:4 (0:0, 1:2, 1:2) und reihten damit ein zweites Null-Punkte-Wochenende hinter das Erste. Einer der Gründe für die sportliche Misere ist die Verletztenliste. Der als Reihe-Eins-Center geholte Sean Malone wurde von den Ärzten wegen einer lädierten Bauchmuskulatur schon in die Deutschland-Cup-Pause geschickt. Dazu kommen mit Luke Toporowski und jetzt auch Donald J. Busdeker zwei weitere Importstürmer und Leistungsträger, deren Fehlen eine Mannschaft wie die der Panther nicht gleichwertig ersetzen kann.
Das erste Drittel verlief dennoch weitgehend ausgeglichen. Augsburg überstand die Anfangsoffensive des Tabellenvierten unbeschadet. In der Folge legten beide Mannschaften Wert auf eine stabile Defensive. Tore fielen keine. Doch wie schon bei der knappen 1:2-Niederlage am Freitag beim deutschen Meister Berlin agierten die Panther auf Augenhöhe.
Doch wie schon dort, finden sich immer Gründe dafür, dass die Panther auch in diesem Jahr wieder um die Teilnahme an den Play-offs bangen werden müssen. Es sind die kleinen Details, die den Unterschied ausmachen. Dabei begann das zweite Drittel mit einem Erfolgserlebnis für die Gastgeber. Alexander Blank tauchte nach einem Zuspiel von Tim Wohlgemuth allein vor Straubings Torwart Jakub Skarek auf und schloss eiskalt zum 1:0 ab (22.).
Danach allerdings geriet den Panthern der Spielfluss phasenweise abhanden, wozu auch einige unnötige Strafzeiten beitrugen. Eine davon nutzte Nicholas Halloran zum Ausgleich (31.), der längst schon in der Luft gelegen hatte – auch wenn kurz zuvor Jimmy Lambert einen Alleingang ungenutzt verstreichen ließ. Als dann Cameron Wright das leere Tor verfehlte, zahlte das ebenfalls auf die Liste der Details ein, die die Panther von einem Top-Team unterscheiden. Denn auf der anderen Seite war es Straubings Adrian Klein, der beim 2:1-Führungstreffer (36.) für die Gäste von einer Unaufmerksamkeit in der AEV-Defensive profitierte.
Sein Gegenspieler Philipp Krauß unternahm (zu) wenig, um ihn am Torschuss zu hindern. Spätestens jetzt war Sand im Getriebe des Panther-Spiels. Straubing hatte das Heft des Handelns übernommen und verdiente sich die Führung, mit der es auch in die zweite Pause ging.
Es gehört zur Geschichte dieses Spiels, dass es sich die Gastgeber immer wieder selbst unnötig schwer machten, indem sie Strafen wie die von Noel Hofenmayer kassierten, der den Puck Anfang des letzten Drittels über die seitliche Bande schoss und folgerichtig zwei Minuten wegen Spielverzögerung absitzen musste.
Seine Kollegen überstanden die Unterzahlsituation zwar unbeschadet, mussten aber viel Energie in Defensivarbeit investieren. Das Gute daran: Es war immer noch nur ein Tor, mit dem Straubing führte. Das lag auch daran, dass Peyton Jones im Tor der Augsburger, der diesmal den Vorzug vor Tobias Ancicka erhalten hatte, den Überblick behielt und Schlimmeres verhinderte.
Wieder war es dann ein individueller Fehler, der zum dritten Gegentreffer führte. Ryan Button verlor die Scheibe an der Bande – dann ging es zu schnell und Filip Varejcka schloss zum 3:1 für die Gäste ab (51.). Augsburg versuchte in der Folge zwar alles, den Rückstand zu verkürzen, doch Straubing verteidigte die meisten dieser Angriffsbemühungen routiniert weg. Nur Blank bekamen die Gäste nicht in den Griff. Drei Minuten vor dem Ende gelang dem Nationalspieler der Anschlusstreffer zum 2:3, indem er einen Abpraller ins Tor beförderte (57.). Exakt eine Sekunde vor Ende sorgte dann Spencer Kersten mit seinem Treffer ins leere Tor für den 2:4-Endstand (60.).
Augsburg Jones - McCrea, Hoefenmayer; Wood, Mayhew; Pilu, Button - Wright, Wohlgemuth, Blank; Parkes, Krauß, Elias; Lambert, Henriquez, Zwickl; Hanke, Scheel, Glötzl
Zuschauer 6179 (ausverkauft)