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Hertha BSC besiegt VfL Wolfsburg mit 2:1. Cleiton wird vom Platz gestellt, Adewumi und Zeefuik treffen. Fabian Reese erlebt eine kontroverse Rückkehr.
Hertha BSC hat die Partie gegen den VfL Wolfsburg mit einem klaren 2:1-Sieg für sich entschieden. Das Spiel im Berliner Olympiastadion wurde jedoch nicht nur durch die Tore, sondern vor allem durch die emotionale Rückkehr von Fabian Reese bestimmt. Der 28-jährige Angreifer stand im Mittelpunkt, nachdem er seit seinem Wechsel nach Wolfsburg zur zentralen Reizfigur unter den Anhängern der Hauptstadt-Mannschaft geworden ist.
Fabian Reese betrat um 19.07 Uhr zum ersten Mal während des Spieltages den Rasen für eine Kontrolle. Sofort reagierten die Fans in der Ostkurve mit einem lauten Pfiff. Der Spieler trug Kopfhörer und wandte sich den loyalen Anhängern von Hertha BSC bewusst den Rücken zu, während er in Richtung des Gästeblocks blickte. Diese Szene verdeutlichte die gespannte Atmosphäre, die an diesem Tag das Stadion prägte.
Die Anfeindungen gegen den Stürmer sind so massiv, dass Reese im vergangenen Jahr seinen Instagram-Kanal deaktivierte und eine Pause von öffentlichen Interviews einlegte. Als bester Spieler der 2. Liga der letzten vier Jahre verfügt er über eine beeindruckende Statistik: 46 Tore und 45 Vorlagen. In der Woche vor dem Match hielt er sich zudem öffentlich nicht mehr zu Wort.
Ein weiterer Höhepunkt im Spielverlauf ereignete sich in der 30. Minute, als der Wolfsburger Spieler Cleiton wegen einer Notbremse gegen Grönning die rote Karte sah. Der Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck hatte zunächst einen Elfmeter sowie eine gelbe Karte für Grönning angezeigt. Der Video-Assistant Referee (VAR) korrigierte diese Entscheidung jedoch, indem er den Strafstoß in einen Freistoß umwandelte und Cleiton gleichzeitig vom Platz stellte.
Kurz nach diesem umstrittenen Ereignis erzielte Hertha BSC die Führung. Adewumi verwandelte einen Drehungsschuss mit dem linken Fuß zum 1:0 in der 44. Minute. Es handelte sich um sein fünftes Saisontor. Direkt vor dem Pausenpfiff in der 45. Minute legte Zeefuik nach und erhöhte auf 2:0. Bitter für Fabian Reese war, dass er bei der Entstehung beider Treffer involviert war.
Der Hertha-Trainer Stefan Leitl bewertete die Situation nüchtern und respektvoll. Gegenüber Sky äußerte er, dass Reese in seinen drei Jahren bei der Mannschaft konstant gute Leistungen gebracht habe. Leitl betonte, dass nichts zwischen ihm und dem Spieler hängengeblieben sei. Wolfsburgs Coach Tobias Strobl hingegen bezeichnete die Rückkehr als ein Highlight für seinen Spieler, der sich auf die Begegnung freue.
Reese versuchte sportlich auf die Pfiffe zu reagieren. Bereits nach 30 Sekunden gab er den ersten Torschuss der Partie ab. Nach 139 Sekunden traf er die Querlatte. Insgesamt verzeichnete die Statistik für ihn fünf Tore und sieben Vorlagen in der aktuellen Saison, doch das Publikum im Olympiastadion blieb bei seiner Ablehnung.
Nach der Halbzeitpause gelang Wolfsburger Spieler Shiogai in der 47. Minute der Anschluss Treffer zum 1:2. Dennoch reichte es für die Niedersachsen nicht zum Sieg. Hertha BSC sicherte sich den dreipunktigen Erfolg, der die Position in der Tabelle weiter festigte. Der Verein liegt nun satte zehn Punkte vor dem Tabellendritten 1. FC Kaiserslautern und zwölf Punkte vor Wolfsburg.
Die Partie erregte zudem Aufmerksamkeit außerhalb des Geschehens auf dem Platz. In der 70. Minute musste die Spielunterbrechung verhängt werden, da eine Sanitäterin neben der Wolfsburger Bank medizinisch behandelt werden musste. Sie wurde schließlich auf einer Trage vom Platz abtransportiert, was einen weiteren Moment der Dramatik in ein bereits emotionales Spiel brachte.