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Gegentor sorgt für Diskussionen: FC St. Pauli versteht die Welt nicht mehr

Hamburg - Es wurde wieder diskutiert! Beim FC St. Pauli gab es nach dem 1:1 im Zweitliga-Spitzenspiel bei Hannover 96 Redebedarf. Grund war der Ausgleich der Roten, der stark an eine Szene eine Woche zuvor erinnerte.

St. Paulis Sportchef Andreas Bornemann (55) konnte die Schiedsrichterentscheidung beim Ausgleich von Hannover 96 nicht nachvollziehen.
St. Paulis Sportchef Andreas Bornemann (55) konnte die Schiedsrichterentscheidung beim Ausgleich von Hannover 96 nicht nachvollziehen.  © 

Nach einer ersten Hälfte auf "überschaubarem Niveau", wie Trainer Marcel Rapp (47) es nannte, waren die Kiezkicker noch recht zufrieden gewesen. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatte Abdoulie Ceesay (22) St. Pauli etwas glücklich in Führung geköpft. Leider klingelte es unmittelbar nach Wiederanpfiff im eigenen Kasten - und der Treffer in der 48. Minute sorgte für Diskussionen.

Zunächst einmal stand Torschütze Husseyn Chakroun (21) meterweit im Abseits, dennoch hatte Schiedsrichter Felix Prigan (27) das Tor gegeben.

Bei Ansicht der TV-Bilder war ersichtlich, dass St.-Pauli-Profi Lars Ritzka (28) zuletzt am Ball gewesen ist. "Für mein Gefühl stocher ich nur rein", erklärte er nach Abpfiff auf TAG24-Nachfrage. "Am Ende bewertet der Schiedsrichter die Situationen und entscheidet auf kontrolliertes Spiel."

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In der Vorwoche beim 2:0-Sieg über den KSC hatte der Referee Lukas Benen (33) einen Treffer der Gäste nach einer viel klareren Ballaktion von Eric Smith (28) mit Unterstützung des VAR zurückgenommen.

Entsprechend suchten auch die Verantwortlichen nach Abpfiff das Gespräch.

"Er hat es im Spiel so beurteilt, dass der Ball klar von uns kommt", erklärte Sportchef Andreas Bornemann (55), der die entscheidende Frage stellte: "Wo hört kontrolliert auf und wo fängt unkontrolliert an?" Aus seiner Sicht gäbe es da zu "viele Grauzonen". "Wir müssen damit leben, aber ein kontrollierter Ball ist das nicht", ärgerte er sich.

Lars Ritzka (28, l.) versuchte, aus dem Remis noch etwas Positives herauszuziehen.
Lars Ritzka (28, l.) versuchte, aus dem Remis noch etwas Positives herauszuziehen.  © 

Vielleicht spielte in dieses Gefühl aber auch die Unzufriedenheit mit rein, dass die Kiezkicker nur einen Punkt mit auf die Rückreise nahmen. "Aufgrund der zweiten Halbzeit hätten wir den Sieg verdient gehabt", urteilte Smith.

Ehrlicherweise hatte sich St. Pauli bis auf einen Pfostentreffer von Ceesay (73.) allerdings keine nennenswerten Chancen herausspielen können.

"In der Offensive haben wir in ein paar Situationen nicht die richtige Lösung gefunden, weil Hannover das Zentrum sehr eng gemacht hat", erklärte Kapitän David Nemeth (25). "Defensiv haben wir gut verteidigt und so wollen wir weitermachen."

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Letztlich blieben die Kiezkicker mit dem 1:1 im fünften Spiel in Folge ungeschlagen und spielten zum vierten Mal in dieser Saison auswärts unentschieden.