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Am 25. Mai 2013 verlor Borussia Dortmund das Champions-League-Finale in Wembley mit 1:2 gegen den FC Bayern. Bis heute ist es die vielleicht schmerzhafteste Niederlage der Dortmunder Vereinsgeschichte. Und das liegt nicht nur an dem verlorenen Pokal, sondern auch an den vielen Begleitumständen der Partie.
Dortmund reiste als Meister von 2011 und 2012 nach London. 2012 hatte der BVB zudem das erste Double seiner Geschichte geholt und die Bayern im Pokalfinale mit einem 5:2 gedemütigt. Von einer Wachablösung im deutschen Fußball war die Rede. Doch dann schlug das Imperium zurück. Und die Niederlage im Champions-League-Finale steht wie keine andere Partie dafür.
📌 Dortmunds Weg ins Champions-League-Finale
Überhaupt erst der Weg ins Finale war an purer Dramatik kaum zu überbieten. Schon im Viertelfinale hatte der BVB Außergewöhnliches erlebt. Das Wunder von Malaga ist jedem schwarz-gelben Fan ein Begriff. Gegen die Spanier stand Dortmund im Rückspiel vor heimischem Publikum wenige Sekunden vor dem Aus. Dann trafen Marco Reus und Felipe Santana in der 91. und 93. Minute zum 3:2 zum späten Sieg und ließen das Westfalenstadion explodieren.
Im Halbfinale schaltete Dortmund Real Madrid aus. Robert Lewandowskis Viererpack im Hinspiel ist unvergessen, es war der Moment, als sich der Pole auf der Bühne der Weltklasse-Stürmer anmeldete. Im Rückspiel musste der BVB wieder bis zur letzten Sekunde zittern. Doch die 0:2-Niederlage reichte gerade so für ein Ticket nach Wembley. Obwohl die Bayern die Bundesliga-Saison mit 25 Punkten Vorsprung auf Dortmund gewonnen hatten, war die Euphorie bei der Borussia riesig und der Glaube an eine weitere magische europäische Nacht stärker denn je.
Der Verlauf des Finales hätte dann auch nicht dramatischer und somit letztlich schmerzhafter sein können. Eine möglicherweise entscheidende Szene spielte sich bereits nach 26 Minuten ab: In einem Zweikampf gegen Lewandowski schlug Franck Ribery aus, traf den Polen im Gesicht. Schiedsrichter Nicola Rizzoli beließ es zum Unverständnis der Dortmunder bei einer Ermahnung. Bis heute sind sich viele BVB-Fans einig, dass Ribery für die Tätlichkeit hätte Rot sehen müssen. Dortmund hätte dann über 60 Minuten in Überzahl gespielt.
Doch es kam alles anders. In der zweiten Hälfte ging Bayern München nach einer Stunde durch Mario Mandzukic in Führung. Acht Minuten später glich Ilkay Gündogan per Foulelfmeter aus. Kurz vor dem Abpfiff standen die Zeichen auf Verlängerung. Dann ereigneten sich die wohl schmerzhaftesten Sekunden der Dortmunder Vereinsgeschichte.
Ausgerechnet Ribery setzte seinen Teamkollegen Arjen Robben in Szene. Der Niederländer schüttelte Mats Hummels und Neven Subotic ab und überwand Roman Weidenfeller zum 1:2 aus BVB-Sicht. Der Titeltraum war geplatzt.
Der bittere Champions-League-Abend war letztlich die Bestätigung, dass der FC Bayern München trotz der erfolgreichen Dortmunder Jahre noch immer allmächtig war. Der Rekordmeister nahm dem BVB alles: den Nummer-1-Status in Deutschland, den besten Spieler, den Champions-League-Titel. Das Finale bereitete der erfolgreichsten Phase der schwarz-gelben Vereinsgeschichte ein schmerzhaftes Ende.
Wembley bleibt für Borussia Dortmund daher eine Narbe, die vermutlich niemals verschwinden wird. Zumal der BVB 2024 im selben Stadion ein weiteres Champions-League-Finale verlor. Doch 2013 hatte eine viel größere Bedeutung. Es war der Höhepunkt der Jahre unter Trainer Jürgen Klopp, der bitter endete.
In der Folge baute Bayern München eine zuvor nicht dagewesene Dominanz auf. Der FCB feierte elf Meisterschaften in Folge, Dortmund gewann seither „nur“ noch zwei Mal den DFB-Pokal. Das verlorene Endspiel in Wembley verkörpert wie kein anderes Spiel den Zeitpunkt, ab dem Borussia Dortmund hinter dem Rekordmeister wieder die zweite Geige spielte.