flag
back Zurück
Mainz-05-Star Amiri: Klartext zu Tor-Krise und Füllkrug-Zoff

„Das geht mir auf den Sack“: Mainz-05-Spieler Nadiem Amiri hadert nach dem 2:3 gegen Bremen mit sich und gibt ein Versprechen ab. Feuer drin war beim Streit mit Niclas Füllkrug.

Mainz. Mainz-05 -Star Nadiem Amiri war mächtig angefressen von der 2:3-Niederlage in der Fußball-Bundesliga gegen Werder Bremen . „Das tut brutal weh, wir haben uns richtig viel vorgenommen. Immer sagen wir uns, wir wollen von der ersten Sekunde an da sein und verschlafen dann die ersten 20 Minuten“, schimpfte der Mittelfeldspieler, der die Moral danach zwar lobte, aber einschränkte: „Wir haben danach Mentalität und Charakter gezeigt, hatten Chancen. Leider reichen 70 gute Minuten in der Bundesliga nicht.“ Amiri selbst verpasste die beste Möglichkeit zum 3:3-Ausgleich, als er nach einer schönen Ballmitnahme in der 81. Minute an Werder-Torwart Karl Hein scheiterte.

Ich bin mit mir am kritischsten. Es geht mir auf den Sack, dass ich nicht so viele Scorer habe. (...) Aber meine Zeit, meine Tore werden auch wieder kommen.

NA

Nadiem Amiri Mittelfeldspieler, Mainz 05

So wartet der DFB-Nationalspieler weiter auf sein erstes Tor in der laufenden Bundesliga-Saison. Zwölf Treffer schoss er in der Liga in der vergangenen Saison. „Ich bin mit mir am kritischsten. Es geht mir auf den Sack, dass ich nicht so viele Scorer habe. In Mönchengladbach war ich an zwei Toren beteiligt, gegen Leverkusen an allen dreien, es fehlt noch das direkte Tor. Ich arbeite hart, man sieht, dass ich brutal viel probiert und Gegner auf mich gezogen habe“, sagte er nach der Heimpleite gegen Werder Bremen .

WM-Teilnahme ging an Nadiem Amiri nicht spurlos vorbei

Auch die Weltmeisterschaft, zu der er mit Deutschland reiste und mit einem Assist gegen die Elfenbeinküste sowie einem verwandelten Elfmeter gegen Paraguay kleine Highlights in einem schwachen DFB-Team erlebte, ging nicht spurlos an ihm vorbei. „Ich habe gemerkt, dass mir die kurze Pause nicht gut getan hat. Ich bin 29, werde jetzt 30. Das war eine ungewohnte Vorbereitung für meinen Körper, es gab wenig Zeit für Freizeit, ich musste sehr schnell wieder zurückkommen.“ Er fühle sich aber besser und besser, ergänzte Amiri, der die Journalisten in der Mixed-Zone angrinste: „Ich hoffe, ihr habt noch genug Geduld.“ Sein Versprechen: „Der Knoten wird platzen. Meine Zeit, meine Tore werden auch wieder kommen.“

Streit zwischen Amiri und Füllkrug: Das sagen die Spieler

Feuer drin war jedenfalls in einer Auseinandersetzung mit Werder-Torjäger Niclas Füllkrug nach dem Spiel. Amiri wollte nicht ins Detail gehen, wie es zu dem Zoff kam. „Wir sind zwei Männer und beide emotionale Spieler. Das waren ein paar Sachen, wir sind uns gegenseitig auf den Sack gegangen. Wir kennen uns vom DFB, es ist alles gut, wir müssen aus was Kleinem nicht was Großes machen. Das ist kein Kindergarten, ihr wollt doch Emotionen“, sagte er.

Füllkrug sprach dagegen offener über den Streit. Amiri sei seinen Werder-Mitspieler Cedric Itten ein bisschen angegangen. „Das geht nicht, da stehen wir als Mannschaft zusammen und verteidigen uns. Ich habe versucht, die Situation zu klären. Es ist dann leider ein bisschen hitziger als ruhiger geworden“, erzählte der zweifache Torschütze grinsend, der vom Elfmeterpunkt traf und sich doch einen kleinen Seitenhieb gegen Amiri nicht verkniff, ohne ihn namentlich zu nennen. „Den Elfmeterpunkt muss man auch beschützen, weil es so ein paar Vollidioten gibt, die meinen, darauf rumtreten zu müssen. Wahnsinnig unsympathisch. Ich habe gerade auch schon einen im Kopf, der das schon mal gemacht hat“, sagte Füllkrug und wendete seinen Kopf leicht in Richtung der Mainz-05-Seite in der Mixed Zone. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Bei Mainz gab es vor einigen Wochen nach dem 4:3-Sieg in Mönchengladbach Kritik, weil Nadiem Amiri den Elfmeterpunkt vor einem Borussia-Strafstoß zweimal touchiert hatte.

Trifft auch vom Elfmeterpunkt: Niclas Füllkrug

Füllkrug hatte zuvor noch betont, keine Spitzen gegen die Mainzer verteilen zu wollen, die angesichts ihrer Heimspiel-Historie in den letzten Monaten wohl „ein bisschen angekratzter waren“, wie der Stürmer mutmaßte.

Wer abergläubisch ist am Bruchweg, darf sich immerhin freuen. Im DFB-Pokal beim VfL Bochum (Dienstag, 18 Uhr) und in der Bundesliga bei der SV Elversberg (Freitag, 20.30 Uhr) geht es nun zweimal auf Reise für die Mainzer, die auf fremden Plätzen in dieser Saison immer gewonnen haben. Das darf so weitergehen, fand Nadiem Amiri nach dem 2:3 gegen Bremen immerhin schnell seinen Humor zurück. Sein Versprechen: „Zwei Auswärtsspiele, zwei Siege!“

Könnte Ihnen gefallen

Hamburger SV gegen Eintracht Frankfurt live im TV und Stream: Hier sehen Sie den DFB-Pokal

kreis-anzeiger.de vor 26 Minuten

Werder siegt 3:2 bei Mainz 05: Füllkrug trifft immer weiter

Frankfurter Allgemeine Zeitung vor 14 Stunden

Spektakuläre Rückkehr? Ex-Werder-Star vor Winter-Wechsel

90min vor 1 Tag

Sorgen um Kompany! Bayern-Stars waren offenbar schon länger alarmiert

fcbinside.de vor 1 Stunde