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Der Frust bei Fernando Alonso war groß, als er seinen Aston Martin AMR26 im Qualifying zum Großen Preis von Mexiko 2026 bereits nach wenigen Minuten abstellen musste und damit eine Rotphase auslöste. Ein Problem mit dem Wasserdruck im Zusammenhang mit dem ERS-System machte die Weiterfahrt unmöglich.
"Ich war nur 100 Meter von der Box entfernt, aber das Problem war wahrscheinlich zu gravierend, als dass man es dort hätte beheben können", erklärt Alonso, warum er sofort anhalten musste. "Es war also für alle anderen auf der Strecke die sicherste Lösung, das Auto anzuhalten - und ich bin dieser Anweisung gefolgt."
Sollte der Spanier den Großen Preis von Mexiko am Sonntag (hier im Formel-1-Liveticker verfolgen!) starten können, müsste er das Rennen voraussichtlich vom 17. Startplatz aus in Angriff nehmen. Doch daran gibt es offenbar Zweifel: Denn Alonso hat gegenüber spanischsprachigen Medien gesagt, dass er "direkt nach Brasilien" fahren will.
Das führte zwar zu Spekulationen, könnte aber angesichts seiner Frustration nach dem technischen Problem genauso gut ein typischer Alonso-Spruch gewesen sein. Aston Martin hat sich dazu offiziell nicht geäußert. Es wäre allerdings überraschend, wenn der zweifache Weltmeister den Großen Preis von Mexiko tatsächlich auslassen würde.
Dafür spricht auch, dass Alonso am bisherigen Wochenende einen starken Eindruck hinterlassen hat. Im zweiten Freien Training am Freitag lag der Aston-Martin-Pilot knapp acht Zehntelsekunden hinter der Bestzeit von Charles Leclerc im Ferrari und damit so nah an der Spitze wie noch nie in dieser Saison.
"Es gibt weniger Geraden", nennt Alonso den Grund für die starke Performance. Denn auf diese Weise lässt sich die fehlende Leistung der Honda-Antriebseinheit kaschieren. "Nur zwei an der Zahl: eine vor Kurve 1 und eine vor Kurve 4. Auf dem Rest der Strecke ist der Grip so gering, dass man kaum Vollgas fahren kann."
Dass der Spanier ohne das Problem im Qualifying die Top 10 erreicht hätte, glaubt er allerdings kaum. Das wäre "wahrscheinlich schwierig" gewesen, aber "wir lagen auf den Plätzen 12, 13 und 11 - wir waren also in Schlagdistanz. Mit einer wirklich guten Runde wäre es vielleicht möglich gewesen, aber das wäre wohl zu optimistisch gedacht."
Realistisch gesehen wäre stattdessen eher der zwölfte oder 13. Startplatz möglich gewesen, meint Alonso. Allerdings rechnet er kaum damit, im Rennen noch einmal weiter nach vorne kommen zu können: "Nein, nein, nein", sagt er deutlich. "Alle haben mit extremen Temperaturproblemen zu kämpfen."
"Wenn man von weit hinten startet, hat man keine Chance, anderen Autos dicht zu folgen. Da lässt sich also nicht viel machen. Ich glaube, wir haben eine große Gelegenheit verpasst", meint er. Das könnte auch seine Brasilien-Aussage erklären: "Die Frustration ist kaum in Worte zu fassen - aber so zieht sich das eben durch das ganze Jahr."
Die Enttäuschung könnte sogar noch größer werden, wenn Alonso für das Rennen einen neuen Motor benötigen und deshalb eine Startplatzstrafe hinnehmen müsste. Nach dem Qualifying war noch unklar, ob die Honda-Antriebseinheit zu retten ist. "Ich weiß es wirklich nicht", sagt Alonso, der bereits mit einer Strafe rechnet: "Vermutlich schon."