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Angesichts der personellen Tiefschläge war der Auftritt des FC Bayern bei Atletico Madrid gar nicht hoch genug zu bewerten. Das findet auch Ehrenpräsident Uli Hoeneß.
"Ich bin von dem Spiel unserer Mannschaft in Madrid total begeistert. Vor allem in der zweiten Halbzeit haben wir Atletico in ihrem Stadion regelrecht vorgeführt", schwärmte Hoeneß beim kicker: "So eine tolle Auswärtsleistung habe ich seit Jahren nicht gesehen."
Weil dem Rekordmeister mit Luis Diaz, Ismael Saibari, Jamal Musiala und Serge Gnabry zahlreiche etablierte Offensivkräfte wegbrachen und auch Trainer Vincent Kompany aufgrund seiner Hirnhautreizung nach wie vor nicht bei der Mannschaft weilen kann, habe Hoeneß vor dem Auswärtsspiel in der Champions League am Dienstagabend nicht unbedingt das beste Gefühl gehabt.
"Bei Atletico ist es immer schwierig, ich weiß, wie hart sie spielen können. Dementsprechend bin ich vor dem Spiel mit großer Nervosität vor dem Fernseher gesessen", gab er zu. Was die Mannschaft dann ablieferte sei dann nicht weniger als eine Topleistung gewesen.
Besonders Konrad Laimer und Dayot Upamecano präsentierten sich in Abwesenheit der Offensivstars einmal mehr in Topform. Während Upamecano in der Defensive mit gesunder Aggressivität und überragendem Zweikampfverhalten glänzte, betrieb Laimer einen Laufaufwand, der sogar die spanische Presse verzückte, und belohnte sich letztlich mit seinem Traumtor zum vorentscheidenden 2:0. "Man sollte nicht immer nur kritisieren, sondern auch loben", stellte Hoeneß klar.
Gefragt nach der historisch kostspieligen Vertragsverlängerung von Harry Kane, die am Donnerstag offiziell verkündet wurde, wiegelte Hoeneß derweil ab. Der Ballon d'Or-Sieger sei schlichtweg "jeden Euro wert", betonte der angesichts der enormen Gehälter, die mittlerweile im Profifußball gezahlt werden, eigentlich eher kritisch eingestellte Ehrenpräsident.
Kane soll laut The Athletic durch seine Verlängerung bis 2029 zum bestbezahlten Spieler Europas in Sachen Grundgehalt aufgestiegen sein. Bedeutet: Der 33-Jährige müsste nun über 30 Millionen Euro pro Jahr einstreichen. Zweifel daran sind jedoch angebracht.
Für die Bayern geht es nach der Glanzleistung von Madrid nun im Bundesliga-Alltag mit einem Auswärtsspiel bei Mainz 05 weiter. Dabei bleibt die Personallage in der Offensive weiter angespannt. Mit Musiala (Muskelfaserriss) und Diaz (Muskelbündelriss) ist erst nach der Länderspielpause zu rechnen, Gnabry (Muskelverletzung) und Saibari (OP nach Syndesmosebandriss) werden derweil bis mindestens zum Jahresende fehlen.
📝Bio: In Dortmund auf Kohlen das Licht der Welt erblickt und am Niederrhein aufgewachsen, zog es mich zum Journalismus-Studium nach Darmstadt und über ein Redaktionspraktikum im Rahmen des Masterstudiums zu SPOX. Dort im Fußball- und NBA-Ressort zuhause und mittlerweile als Managing Editor mitverantwortlich für die Themenplanung und hauptsächlich als Chef vom Dienst tätig. Zuvor für den SID, die Rheinische Post, Westline, die FAZ und ProSieben Sat.1 in der Sportredaktion von ran tätig.
🎯 Beschäftigt sich in seiner Arbeit vor allem mit:
⚽Wie ich zum Fußball gekommen bin:
Quasi mit meiner Geburt. Mit drei Jahren habe ich selbst mit dem Fußballspielen angefangen, eine Leidenschaft, der ich bis heute nachgehe - auch wenn es mittlerweile nach jedem Spiel ein sehr schmerzhaftes Hobby ist. Auch sonst war für mich schon sehr früh klar, dass ich einmal Sportjournalist werden möchte.
🌟Meine liebsten Fußball-Momente:
Beruflich waren das sicherlich mein erster Reporter-Einsatz bei einem Bundesligaspiel des FC Bayern und tatsächlich meine dreiwöchige Begleitung der deutschen Handball-Nationalmannschaft bei der Heim-EM 2024 für ProSieben Sat.1.
Als Fan verbinde ich meine schönsten und auch schrecklichsten Momente wohl mit der launischen Diva vom Rhein - Fortuna Düsseldorf. Bei dem Aufstieg in die 2. Liga 2009 durfte ich live im Stadion dabei sein, ebenso wie beim epischen Bundesliga-Aufstieg 2012. Das waren wundervolle Momente, wohingegen mich seit eineinhalb Jahren Albträume von Bochum plagen.