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Auch nach der 1:6-Niederlage gegen FC Bayern München im DFB-Pokal lässt sich Magdeburger Alexander Nollenberger das Lächeln nicht nehmen - denn ihm gelingt im Spiel ein fußballerisches Meisterwerk gegen Michael Olise.
Trotz der 1:6-Niederlage gegen den FC Bayern München in der zweiten Runde des DFB-Pokals hatte Magdeburgs Alexander Nollenberger nach Abpfiff Grund zur Freude: Hintergrund ist ein für ihn unvergesslicher Moment mit Michael Olise.
Während der Partie hatten die Magdeburger dem Franzosen insgesamt wenig entgegenzusetzen: Erst brachte er den Rekordmeister in der 10. Minute mit einem Treffer frühzeitig in Führung, kurz darauf assistierte er Bayerns Ismael Saibari zum 2:0 und krönte seinen Abend mit seinem ersten Elfmeter dieser Saison, den er mit einem Chip-Ball künstlerisch verwandelte.
In einer Situation hatte der Neuntplatzierte des diesjährigen Ballon d’Or aber das Nachsehen: Denn die Chance eines Beinschusses gegen den Bayern-Star in einem Zweikampf ließ sich der Magdeburger Nollenberger nicht nehmen.
Nach Abpfiff wurde er im ARD-Interview auf seine künstlerische Einlage angesprochen und sagte: „Das muss ich mir fast einrahmen“. Dennoch gab sich der 29-Jährige bescheiden: „Das war ein bisschen glücklich, aber das nehme ich mit. Am Ende bringt’s mir aber auch nichts.“
„Bis zur Halbzeit haben wir es spannend gemacht mit dem 2:1, da waren wir noch in Schlagdistanz“, hob Nollenberger zurückschauend positiv hervor, zollte dem Rekordmeister aber auch größten Respekt: „Dann kommt der Elfmeter zum 3:1 und die hören gar nicht auf. Die hören nicht auf. Und dann kannst du am Ende nicht alles wegverteidigen.“
Mit dem Traumtor von Magdeburg-Stürmer Mateusz Zukowski (15.) konnte der Zweitligist den Bayern in der Anfangsphase noch die Stirn bieten. Fast gelang ihnen auch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte noch der Ausgleichstreffer zum 2:2 – allerdings scheiterte Baris Atik am Pfosten.
Doch spätestens in der zweiten Halbzeit rissen die Bayern das Spiel an sich und bauten einen Fünf-Tore-Vorsprung auf. Trotzdem sei der Abend für Nollenberger „als Bayer etwas ganz Besonderes“ gewesen, frohlockte der gebürtige Memminger. „Das Ergebnis ist zwar nicht spannend, aber das kann gegen die mal passieren“, resümierte er.
Der 29-Jährige fühlte sich am Pokalabend „wie in einem Film“. Für einen Höhepunkt der Vorstellung sorgte er mit seinem Tunnel gegen Olise dabei höchstpersönlich.