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Die Aufstiegssaison 2025/2026 lieferte allen Fans des FC Schalke 04 unvergessliche Momente. Zum Beispiel in denkwürdigen Auswärtsspielen in Hannover, Berlin und Düsseldorf – aber vor allem, als zu Hause im Mai gegen Düsseldorf (1:0) der Aufstieg perfekt gemacht wurde. Das ist rund ein halbes Jahr her und bescherte den Königsblauen einen herrlichen Sommer. Doch die Euphorie ist weg – und die Stimmung im Stadion wird nach dem Sturz auf den vorletzten Platz nach acht Spieltagen schlechter.
Es deutet sich ganz langsam ein Wendepunkt an. Nach dem Pokal-Aus in Dresden (0:2) gab es von den mitgereisten Fans nach dem Abpfiff erstmals in der Amtszeit von Trainer Miron Muslic eisiges Schweigen, keinen Applaus, keine Aufmunterung. Gegen Leipzig (0:2) verließen viele Anhänger nach dem zweiten Gegentor in der 78. Minute das erstmals nicht ausverkaufte Stadion, das beim Abpfiff schon halb leer war. „Da sieht man, wie schnell es im Fußball geht. Vor ein paar Monaten haben sie uns noch gefeiert“, sagte Mittelfeldspieler Dejan Ljubicic über die Fans, die schon vor dem Schlusspfiff gegangen sind. „Aber ich verstehe sie auch ein wenig. Sie zahlen für Tickets, wollen uns anschauen, wollen Punkte sehen.“
Auch innerhalb der Fanszene gibt es Kritik an der Stimmung, beispielsweise in der Fanklubzeitung „Blauer Brief“ der Ultras Gelsenkirchen. Dort berichten die Ultras aus ihrer Sicht über die Stimmung bei den zurückliegenden Spielen. Zum 0:1 gegen Mainz 05 vor zwei Wochen heißt es: „Vor dem Anpfiff testeten wir mit ,Solang ich leb‘ ein neues Lied, welchem allerdings noch die Durchschlagskraft fehlte. Das zog sich leider auch mit in die Partie und so blieb es bis auf ein, zwei Ausreißer, in denen man das Stadion mitnehmen konnte, und einem soliden „Vorwärts Schalke!“ viel zu leise in unserer Kurve. (...) Im zweiten Abschnitt ergab sich ein ähnliches Bild. Die Nordkurve zeigte nur vereinzelt ihr Potenzial und blieb über die meiste Zeit ziemlich blass.“
Auch die Atmosphäre beim 0:0 in Köln bemängelten die Ultras, übten Selbstkritik. „Es bringt nichts, wochenlang von solchen Ansetzungen zu schwärmen, wenn man am Ende das Maul nicht aufbekommt“, heißt es drastisch. „Gerade angesichts des Stellenwerts einer solchen Partie kann es nicht sein, dass man gegen einen der größten Rivalen einen derart schwachen Auftritt abliefert. Hier müssen sich sowohl die eigenen Reihen als auch der Rest des Gästeblocks an die eigene Nase fassen.“ Allein die Sprechchöre „Asoziale Schalker“ und „Von der Elbe bis zur Isar“ hätten für „ein, zwei bessere Momente“ gesorgt.
Und wie war die Atmosphäre gegen Leipzig? Am Anfang gut, in den ersten 15, 20 Minuten hielt die Schalker Mannschaft gut mit, erarbeitete sich kleinere Torchancen. Doch je überlegener Leipzig war, desto stiller wurden die Schalke-Fans.