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"Werde mich dazu nicht weiter äußern": Jayson Tatum spricht Machtwort im Streit mit NBA-Superstar Jaylen Brown

Schon im Sommer gab es Gerüchte, dass sich die beiden ehemaligen Mitspieler bei den Boston Celtics nicht immer bestens verstanden haben, dann zündelte Brown in den letzten Wochen öffentlich immer weiter. Tatum hat nun genug.

Nachdem Tatum die Nets mit der nächsten bockstarken Leistung und einem Buzzer Beater zurück nach Brooklyn geschickt hatte, konnte er sich auf der Pressekonferenz nicht wirklich ausruhen, sondern musste sich erneut Fragen zu seinem Verhältnis zu Brown stellen.

Darauf hatte der Forward aber überhaupt keine Lust und das machte er den anwesenden Pressevertretern nachdrücklich deutlich. Auf die Frage, ob die beiden denn nun ihre Streitigkeiten geklärt hätten, ließ der Matchwinner wissen: "Ich habe meine Meinung dazu schon gesagt. Und ich werde mich dazu jetzt auch nicht mehr äußern!"

"Haltet einfach die Klappe": Barkley hat keine Lust mehr auf den Streit zwischen Tatum und Brown

Am Wochenende hatte er noch "Verständnis dafür" geäußert, dass "wir Teil einer Entertainment-Branche sind". Zu diesem Zeitpunkt unternahm er seiner Ansicht nach den letzten Versuch, von seiner Seite aus öffentlich alle Wogen zu glätten: "Ich hege keinerlei Feindseligkeit, Streit oder Groll ihm gegenüber. Das Frustrierende ist: Da er nicht mehr bei den Celtics spielt, geht es in den Berichten und Gesprächen viel zu wenig darum, was wir erreicht haben, all die Spiele, die wir gewonnen haben, den Meistertitel und wie wir gemeinsam gewachsen sind, oder?"

NBA-Legende und -Experte Charles Barkley mischte sich am Dienstag auch noch einmal in den Streit der beiden ein und hatte den gleichen Rat für Tatum und Brown: "Ich finde, beide sind wirklich gute Spieler und beide sind tolle Typen. Man darf diese Maschinerie echt nicht anheizen, Mann! Denn jedes Mal, wenn man etwas sagt, blasen die Medien und das Internet die Sache noch einmal auf eine ganz andere Ebene auf." Tatum befolgte nun auch Barkleys Ratschlag: "Haltet einfach die Klappe und spielt Basketball!"

Wollte Brown weg von den Celtics? Franchise-Legende gießt noch einmal Öl ins Feuer

Nachdem es im Sommer hieß, dass zwischen Tatum und Brown in letzter Zeit eine persönliche Beziehung "fast nicht existent" war, meldeten sich die beiden zuletzt nach und nach selbst zu Wort. Tatum hatte zunächst in einem Video auf seinem YouTube-Kanal über Browns Trade zu den Philadelphia 76ers gesprochen und erklärt, er sei davon "genauso überrascht" gewesen "wie der Rest der Welt". Den Beitrag kommentierte Brown wiederum mit dem Emoji einer blauen Kappe, die wiederum für das Slangwort "Cap" (Lüge oder Unwahrheit) steht.

Wie überraschend der Trade für die intern Beteiligten war, ist unklar. Ex-NBA-Champion und Celtics-Broadcaster Brian Scalabrine goss zuletzt noch einmal Öl ins Feuer und erklärte, dass Brown von den Celtics-Verantwortlichen einen Trade gefordert habe: "Soweit ich weiß, ist Jaylen Brown zu ihnen gegangen und hatte eine Liste mit Forderungen", erklärte Scalabrine. "Und die lautete in etwa: 'Entweder ihr macht das - oder ihr tradet mich.' Er drängte darauf, nach Milwaukee geschickt zu werden, und rief sogar einige seiner Teamkollegen an und fragte: 'Hey Mann, was hältst du von Milwaukee? Wir sollten dorthin gehen.'"

Tatsächlich gab es in der Offseason einige Gerüchte, dass Brown zu den Bucks wechseln könnte. Das lag jedoch vor allem daran, dass die Celtics ihn als treibende Kraft angeblich gerne gegen Giannis Antetokounmpo ausgetauscht hätten. Als Scalabrine für die Aussage allerdings Kritik entgegenwehte, geriet er gehörig ins Rudern: "Ich habe keine Ahnung, was seine Forderungen waren." Auch die Bedeutung seiner Worte, die plötzlich überall in den Schlagzeilen standen, waren ihm so nicht bewusst: "Das war eine dieser Sachen, die mir monatelang nicht aus dem Kopf gingen. Schließlich habe ich sie erwähnt, weil wir gerade über die seltsamsten Dinge gesprochen haben, und jetzt ist sie in aller Munde."

"Sei einfach immer bereit": Sticheleien außerhalb des Feldes - erstes sportliches Duell im November

Die Öffentlichkeit hatte einen neuen Grund zum Diskutieren, obwohl Tatum kürzlich noch einmal betont hatte, dass er sich nach dem Abgang von Brown zu den Sixers bei seinem Meisterschafts-Buddy gemeldet habe, die beiden "nicht f**cking Shaq und Kobe" sind und es keinen "Beef" zwischen den beiden gäbe.

Das konnte allerdings auch Brown nicht unkommentiert lassen. Zwar erklärte der Finals-MVP von 2024, dass ganz sicher kein "Beef" zwischen den beiden herrsche, "aber vielleicht ein paar Lammkoteletts und etwas Soße", wie er scherzhaft ergänzte und sich dann noch einmal an Tatum, dem er "ein großartiges PR-Team" attestierte, wandte: "Sei einfach immer bereit!" Barkley hatte für dieses ständige Aufwärmen des Kleinkrieges kein Verständnis: "Was machen wir hier eigentlich? So etwas nervt mich immer, da will ich ehrlich sein."

Auf dem Feld präsentieren sich beide "Jays" schon bereit für das erste direkte Aufeinandertreffen am 10. November in Philadelphia. Nachdem Tatum bei der Auftaktpleite gegen die Detroit Pistons noch etwas Probleme hatte, legte er in den vergangenen drei Siegen 36, 23 und 40 Punkte auf. Brown steht derzeit bei 20,8 PPG und hat mit den Sixers ebenfalls drei der ersten vier Duelle für sich entscheiden können.

NBA: Die Ergebnisse der Nacht auf einen Blick

Boston Celtics

Brooklyn Nets

125:124 OT

New York Knicks

Detroit Pistons

111:97

Sacramento Kings

130:103

Los Angeles Lakers

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