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Eigentlich war er als großer Favorit auf den WM-Titel gehandelt worden, letztlich aber musste sich George Russell seinem jungen Teamkollegen Andrea Kimi Antonelli geschlagen geben. Keine einfache Situation für den Briten, ist Hans-Joachim Stuck überzeugt ...
„Wenn du in deinem Team gut bist und dann kommt ein Jüngerer dazu, dann hast du unheimlich Druck. Dann fängst du mehr an nachzudenken und fängst an zu suchen und die gewisse Lockerheit geht weg. Das musst du als erfahrener Fahrer erst einmal aushalten“, meinte der ehemalige Formel-1-Fahrer in der ServusTV-Sendung „Sport und Talk aus dem Hangar-7“.
Schon zu Beginn der Saison kristallisierte sich der W17 aus dem Stall von Mercedes als stärkstes Auto im Feld heraus, Russell galt mit seiner siebenjährigen Erfahrung in der Motorsport-Königsklasse als heißester Anwärter auf die WM-Trophäe.
Pendel schwingt um
Der erste Sieg der Saison ging auch tatsächlich an den 28-Jährigen, ab dem zweiten Grand Prix – jenem am Shanghai International Circuit – dominierte allerdings Antonelli, der erst im Jahr zuvor sein Formel-1-Debüt gegeben hatte. Bei noch vier ausstehenden Rennen genügte dem 20-jährigen Italiener in Mexiko-Stadt ein dritter Platz, um sich zum jüngsten Formel-1-Champion der Geschichte zu krönen.
Gut möglich, dass weitere Titel hinzukommen – Stuck traut es Antonelli jedenfalls zu. „Wenn du Kimi anschaust, wie er auftritt. Wie offen er ist, wie nett er ist, was für ein freundlicher und super Bursche er ist. Das hat auch nicht jeder. Der wird auch so bleiben. Er ist einfach eine coole Socke“, schwärmte der 75-Jährige vom neuen Weltmeister.