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„Es ist ein unfassbar schönes Gefühl, hier zu stehen und zu wissen, dass ich am Montag Nummer eins der Welt bin. Das ist eines der besten Gefühle auf der Welt“, zeigte sich Zverev in der mit 9.800 Fans neuerlich ausverkauften Wiener Stadthalle emotional. Als insgesamt 30. Spieler der Geschichte schaffte es der Deutsche an die Spitze der Weltrangliste.
Zuvor stellte Zverev direkt zu Beginn des ersten Satzes die Weichen auf Sieg. Mit seinem dritten Breakball nahm er Griekspoor gleich im ersten Game den Aufschlag ab.
Bei eigenem Aufschlag ließ der Topfavorit auf den Turniersieg in weiterer Folge nichts anbrennen. Nach 40 Minuten sicherte sich der Deutsche mit einem Ass den ersten Durchgang.
Auch zu Beginn von Satz zwei hatte Zverev direkt wieder die Chance auf ein Break, doch diesmal konnte sein Gegner den erneuten Fehlstart verhindern. In weiterer Folge fand Griekspoor, der sich vergangene Woche den Titel in Brüssel sicherte, deutlich besser ins Spiel.
Doch beim Stand von 5:5 nutzte Zverev eine seiner bis dahin wenigen Chancen in Satz zwei. Beim zweiten Breakball gegen sich setzte Griekspoor einen Ball knapp hinter die Grundlinie, und damit war für Zverev alles angerichtet.
Mit einem harten Smash sicherte sich Zverev nicht nur den ersten Matchball, sondern verursachte auch einen Ausfall in der LED-Beleuchtung am Centre-Court. Nach kurzem Hin und Her musste letztendlich ein Handtuch das defekte Stück abdecken. Zverev ließ sich aber auch davon nicht ablenken und sicherte sich standesgemäß mit einem Ass den Zweisatzsieg und damit den Sprung an die Nummer eins.
„Es ist noch mehr besonders, es hier in Wien zu schaffen, im deutschsprachigen Raum und in diesem Stadion, es ist eines meiner Lieblingsstadien. Es ist immer voll, es ist immer eine Wahnsinnsatmosphäre. Danke, dass ihr das besonders gemacht habt. Wir sehen uns morgen ja wieder“, sagte Zverev in Richtung des Wiener Publikums.
Auf dem Weg ins Finale in Wien wartet im Viertelfinale nun ein Duell mit dem Briten Arthur Fery. 2021 sicherte sich Zverev bereits den Titel in Wien, im Vorjahr setzte es eine Finalniederlage gegen Jannik Sinner.
Für Zverev ist das Erreichen der Spitze der Tennisweltrangliste die vorzeitige Krönung einer nahezu perfekten Saison. Nach zuvor drei Finalniederlagen gewann der Olympiasieger von 2021 im Juni bei den French Open erstmals auch einen Grand Slam.
Nach Boris Becker ist Zverev der erst zweite Deutsche, der an der Spitze des Herren-Tennis thront. Der Dank galt im Anschluss seinen engsten Vertrauten: „Ich hätte das nicht geschafft ohne die Menschen in der Box. Wir haben alles gemeinsam erlebt.“
(Österreich, 2.797.985 Euro, Hartplatz)
| Achtelfinal-Tableau: | ||
| Alexander Zverev (GER/1) | Tallon Griekspoor (NED) | 6:4 7:5 |
| Arthur Fery (GBR) | Lorenzo Musetti (ITA) | 6:4 5:7 6:4 |
| Flavio Cobolli (ITA/4) | Matteo Berrettini (ITA) | -:- -:- |
| Alex de Minaur (AUS/5) | Learner Tien (USA) | 6:4 6:2 |
| Adrian Mannarino (FRA) | Jakub Mensik (CZE/8) | 6:4 7:5 |
| Daniil Medwedew (RUS/3) | Cameron Norrie (GBR) | 4:6 6:3 7:6 (7/1) |
| Tommy Paul (USA/7) | Luciano Darderi (ITA) | 6:1 6:1 |
| Carlos Alcaraz (ESP/2) | Nikolos Basilaschwili (GEO) | 6:1 7:6 (13/11) |