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Der SV Werder gewinnt mit 3:2 beim 1. FSV Mainz 05 und überrascht weiter in der Fußball-Bundesliga. Garant für den Erfolg der Bremer ist Niclas Füllkrug, der schon wieder traf, und das doppelt.
Füllkrug brachte Werder mit zwei verwandelten Elfmetern mit 2:0 in Führung, Anthony Caci verkürzte vor der Pause für die Mainzer (33.).
In der zweiten Halbzeit gelang Ludovit Reis das 3:1 für die Gäste (61.), aber nur zwei Minuten später erzielte Jae-sung Lee den erneuten Anschlusstreffer.
Werder zog damit in der Tabelle an den Mainzern vorbei und belegt nun den sechsten Tabellenplatz.
So schön das auch ist, nach einem 0:2-Rückstand noch einen Punkt zu holen oder sogar zu gewinnen: Daniel Thioune sehnte sich danach, mal wieder mit 1:0 in Führung zu gehen. Dieser Wunsch wurde dem Trainer schnell erfüllt, und zwar schon in der siebten Minute.
Es gelang durch das siebte Saisontor von Niclas Füllkrug in nun sieben Saisonspielen. Zum sechsten Mal nacheinander glückte ihm somit mindestens ein Treffer.
Dieses Mal oben links: Niclas Füllkrug trifft zum 2:0
Jetzt kommt wieder die Sieben ins Spiel, denn der Bremer Vereinsrekord steht bei sieben Spielen in Serie mit einem Tor, und gehalten wird er von einer Legende, nicht nur von Werder, sondern des deutschen Fußballs: Rudi Völler.
Ihm sei das ja egal, hatte Füllkrug in der vergangenen Woche immer wieder bei der Frage nach dem Rekord gesagt. Aber nun ist er verdammt nah dran, und vielleicht es im Lauf der kommenden Woche dann doch mit jedem Tag interessanter.
Noch schöner, als mit 1:0 zu führen, ist ein 2:0, und auch dieser Wunsch wurde Thioune erfüllt. Wieder war es Niclas Füllkrug, wieder per Foulelfmeter, wieder traf er in die linke Ecke, dieses Mal allerdings oben. Geändert hatten sich die Protagonisten, die den Strafstoß verursachten. Vor dem ersten Tor foulte Stefan Posch den Bremer Rechtsverteidiger Arthur, vor dem zweiten brachte Danny da Costa zum sichtlichen Ärger seines Trainers Marco Grüll zu Fall.
Ein später 3:2-Sieg gegen den FC Augsburg durch einen Treffer von Mitchell Weiser, der am Samstag zum ersten Mal nach seiner schweren Verletzung wieder in der Startelf stand, dann ein 2:2 bei Borussia Dortmund, in der vergangenen Woche ein weiteres 2:2 gegen den SC Paderborn - das ist die nun gültige Rekordserie, denn nie zuvor hatte ein Team keines von drei aufeinanderfolgenden Bundesligaspielen verloren, in denen es jeweils 0:2 zurücklag.
Am Samstag musste sich der 1. FSV Mainz 05 daran versuchen, und beinahe wäre die Rückstand noch größer geworden. Füllkrug vergab aus sieben Metern in zentraler Position einen Kopfball (32.).
Das reichte den Gastgebern dann an Weckrufen. Sie übernahmen die Initiative und kamen durch einen Kopfball von Caci nach Flanke von Sheraldo Becker zum Anschlusstreffer.
Phillip Tietz köpfte drei Minuten später knapp vorbei, Phillipp Mwene schoss knapp vorbei (40.). So war die Bremer Führung zur Pause dann nicht nicht mehr komfortabel, sondern beinahe schon ein bisschen glücklich.
Mwene kam auch in der zweiten Halbzeit zu einer guten Kopfballchance, doch Werders Torwart Karl Hein wehrte ab (60.). Es kam noch schlimmer für den Österreicher, denn eine gute Minute später fälschte er einen Schuss von Reis zum 3:1 ins Tor ab. Das Tor wurde dem ehemaligen Hamburger gutgeschrieben, weil der Schuss wohl auch so aufs Tor gekommen wäre. Der starke Arthur war bei der Vorbereitung wieder maßgeblich beteiligt.
Da war er also wieder, der Vorsprung mit zwei Toren. Aber lange hielt er nicht. Lee traf schon in der 63. Minute mit einem perfekten Kopfball nach Flanke von Caci zum 2:3.
Die Mainzer waren vor dem Spieltag Tabellenfünfter, obwohl sie erst einen Punkt zu Hause - und das mit einem 0:0 zum Saisonauftakt gegen Aufsteiger SC Paderborn - geholt hatten.
Zumindest ein weiterer Punkt sollte es sein. Nadiem Amiri hatte die beste Möglichkeit zum Ausgleich, doch Hein gewann das Duell mit dem deutschen Nationalspieler.
Am Samstag gingen nur die Wünsche der Bremer in Erfüllung, auch wenn Füllkrug ziemlich sauer war, dass gut zehn Minuten vor dem Abpfiff ausgewechselt wurde.
Mainz ist nun in der Liga am Freitagabend bei der SV Elversberg zu Gast (20.30 Uhr). Bremen empfängt am Samstagnachmittag die TSG Hoffenheim (15.30 Uhr). Zuvor sind beide Mannschaften noch am Dienstag im DFB-Pokal gefordert.
Für beide Teams geht es in den Ruhrpott. Die Mainzer spielen ab 18 Uhr beim Zweitligisten VfL Bochum, Werder beim BVB. Dort holte er vor gut zwei Wochen nach 0:2-Rückstand noch einen Punkt.