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Neuerungen sollen Kraft an Spitze führen

Skisprungdauerbrenner Stefan Kraft hat noch lange nicht genug. Der Salzburger ließ sich von seiner durchwachsenen Olympiasaison nicht aus der Bahn werfen und will im Idealfall bis zu den Winterspielen 2030 weitermachen. Eine adaptierte Technik und neues Skimaterial sollen den einstigen Seriensieger im anstehenden WM-Winter regelmäßig auf das Podest befördern. Nach einem gelungenen Trainingssommer ist er zuversichtlich, dass seine 15. Weltcup-Saison eine erfolgreiche wird.

„Ich möchte wieder einer der besten Skispringer sein. Es hat letztes Jahr nur über Phasen funktioniert. Deswegen war es schon ein sehr harter Sommer, wo ich mich sehr gefordert habe in allen Bereichen“, sagte der dreifache Weltmeister und Gesamtweltcup-Sieger.

Die Trainingsarbeit habe gefruchtet. „Die Krafttests sagen alle, dass es besser ist als die letzten Jahre, und ich bin guter Dinge.“ In den vergangenen ein, zwei Jahren eingeschlichene Fehler habe er ausgemerzt. „Da brauchst du einfach Sprünge, Sprünge, Sprünge. Da war ich sehr fleißig. Das hat sich auf alle Fälle ausgezahlt. Auch körperlich hat alles super funktioniert“, sagte der 33-Jährige und stellte klar: „Ich weiß, wo ich ansetzen muss.“

Stefan Kraft während Training
Kraft investierte im Sommer viel Zeit in die Materialtestung

Skimarkenwechsel soll beflügeln

Auch vermehrte Windkanaltests standen auf dem Programm. Positive Impulse soll auch der Skimarkenwechsel von seinem langjährigen Ausrüster Fischer zu Van Deer bringen. Der zusätzlichen Testaufwand bedeutende Schritt sei nach derzeitigem Stand richtig gewesen, so Kraft. "Es wird sich noch weisen, wie es dann mit den kalten Temperaturen ist. Das Risiko habe ich aber eingehen müssen.“

Die mentale Komponente sei aber ebenso wichtig, wie er in der Vorsaison wieder einmal erlebt habe. „Wenn du weißt, kleine Fehler werden so hart bestraft, dann spielt sich das natürlich im Selbstvertrauen ab, im Kopf ab. Das habe ich mir jetzt im Sommer wieder hoffentlich ein bisschen erarbeitet.“

Kraft will springen, solange er Spaß hat

Vergangenen Winter war Kraft mit einem Podestplatz und dem Sieg in Falun hervorragend gestartet. Beginnend mit der Vierschanzentournee riss der Faden aber, und er landete teilweise im geschlagenen Feld, auch bei Olympia. Rücktrittsgedanken waren für den 46-fachen Weltcup-Sieger trotzdem kein Thema.

„Nein, weil es mir echt sehr viel Spaß macht. Wir sind eine coole Truppe, mit der ich gerne unterwegs bin. Der Körper macht mit. Solange ich noch vorne mit springe, immer so coole Sprünge dabei habe wie jetzt im Sommer, Spaß an der Sache habe, glaube ich, habe ich den coolsten Beruf, den es gibt.“

Deshalb möchte er möglichst bis zu den nächsten Winterspielen dabei bleiben, sagte Kraft, schränkte aber ein. „Ich glaube, es kann auch schnell gehen. Vielleicht höre ich in zwei Jahren auf. Wenn ich keinen Spaß mehr habe, der Körper nicht mehr mitmacht, ich lieber daheim bei der Familie bin, dann kann es auch schnell gehen. Aber im Moment am liebsten noch fünf Jahre", so der 33-Jährige.

Starke Konkurrenz im Team und von Prevc

Im Winter warten wieder viele Reisen und die WM in Falun. Starke Konkurrenz erwartet Kraft im eigenen Team und besonders wieder in Person von Weltcup-Titelverteidiger Domen Prevc. „Er wird wieder der sein, den es zu schlagen gilt. Aber wir haben alle daran gearbeitet, dass wir vielleicht noch ein Stück näher kommen, und vielleicht schaffen wir es geschlossen, dass wir ihn ein bisschen ärgern", meinte Kraft.

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