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Borussia Dortmunds U23 siegt in Wiedenbrück und nutzt den Patzer von Spitzenreiter RWO. U19 lässt nichts anbrennen. Alle BVB-News.
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Die U23 von Borussia Dortmund hat im Titelrennen der Regionalliga West einen wichtigen Sieg eingefahren. Die Mannschaft von Trainer Daniel Rios setzte sich am Samstag beim SC Wiedenbrück mit 4:2 (2:2) durch und profitierte vom Ausrutscher des Tabellenführers Rot-Weiß Oberhausen (1:3 bei Sportfreunde Siegen). Damit sind beide Mannschaften nun punktgleich.
Die Dortmunder, bei denen mit Filippo Mane und Luca Reggiani zwei Spieler aus dem Profikader in der Startelf standen, übernahmen von Beginn an die Initiative. Nach einer Flanke von Arne Wessels köpfte Enzo Duarte zur Führung ein (18.). Nur sechs Minuten später erhöhte Kevin Mutove nach Vorarbeit von Azhil und Daniel Sumbu auf 2:0 (24.).
Doch die komfortable Führung hielt nicht lange. Zunächst verkürzte Marius Zentler (29.), nachdem die Dortmunder Defensive viel zu passiv agiert hatte. Wenig später verlor Reggiani im Spielaufbau den Ball, Niklas Tuppeck nutzte den Fehler zum 2:2 (36.).
„Wir haben die ersten 30 Minuten extrem gut kontrolliert und verdient 2:0 geführt“, sagte Rios anschließend. Danach sei die Partie allerdings gekippt. „Wir waren zweimal nicht wach. Dann wird es ein wildes Spiel.“ Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine zunehmend zerfahrene Partie. Offensiv tat sich der BVB lange schwer.
Erst in der Schlussphase schlugen die Dortmunder wieder zu. Nachdem der eingewechselte Fadi Zarqelain im Strafraum gefoult worden war, verwandelte Azhil den fälligen Elfmeter zum 3:2 (79.). In der 90. Minute sah Wiedenbrücks Torhüter Johannes Kasparek nach einer Notbremse gegen Tim Degener die Rote Karte.
In der sechsten Minute der Nachspielzeit machte Dortmund schließlich alles klar. Nach einem Konter über Wessels fälschte Wiedenbrücks Furkan Yilmaz dessen Hereingabe zum 4:2-Endstand ins eigene Tor ab. „Am Ende war es ein verdienter Sieg“, befand Rios. Bereits am Freitag (19.30 Uhr) empfängt die BVB-U23 den Bonner SC.
Sechs Tore, ein deutlicher Sieg – und trotzdem reichlich Kritik vom Trainer. Die U19 von Borussia Dortmund hat am Samstag einen 0:1-Rückstand gegen Rot-Weiß Oberhausen in einen 6:2-Erfolg verwandelt. Doch Felix Hirschnagl war nach der Partie längst nicht mit allem zufrieden. Vor allem der Auftritt seiner Mannschaft vor der Pause ärgerte den 42-Jährigen gewaltig.
„In der ersten Halbzeit waren wir für mich gar nicht auf dem Feld“, monierte Hirschnagl. Seine Spieler hätten zu wenig versucht, kein Tempo entwickelt und taktische Vorgaben weder offensiv noch defensiv konsequent umgesetzt. „Dementsprechend geht das 1:0 absolut in Ordnung.“
In der 36. Minute hatte Can Pasek die Gäste in Führung gebracht. Zur Halbzeit musste Hirschnagl deshalb deutliche Worte finden. „Da wurde es dann auch mal ein bisschen lauter. Ich musste die Jungs wachrütteln“, berichtete der BVB-Trainer.
Doch die erhoffte Reaktion ließ zunächst auf sich warten. Dann allerdings drehte der BVB auf – und wie. Justin Hoy glich in der 56. Minute aus, Ahmad Najdi brachte Dortmund acht Minuten später erstmals in Führung (64.). Nur zwei Minuten darauf erhöhte Niclas Julius Goldberg auf 3:1 (66.).
Die Gegenwehr der Gäste war damit gebrochen. Bjarki Hrafn Gardarsson schnürte innerhalb von drei Minuten einen Doppelpack (75./78.), ehe Goldberg mit seinem zweiten Treffer das halbe Dutzend vollmachte (82.). Corleone Alexandro Hirtopeanu gelang in der 90. Minute lediglich noch Ergebniskosmetik.
New York in Schwarzgelb: Am 10. Oktober haben Street Soccer USA (SSUSA) und Borussia Dortmund den Times Square in eine Dortmunder Arena verwandelt: Bei der 14. Auflage des „Times Square Cup“, bei dem der BVB seit 2021 mitwirkt, verfolgten Tausende Zuschauer auf zwei Kleinfeldern Turniere und Festivitäten. Beim „Youth Cup“ wirkten über 300 Jugendliche im Alter von 8 bis 18 Jahren. Vereinsbotschafter Patrick Owomoyela betreute ein Team aus Künstlern, Athleten und Influencern. Die Berliner Philharmoniker und ein 100-köpfiger Chor des New Jersey Youth Chorus führten traditionelle BVB-Lieder aus dem Signal Iduna Park auf.
Mit dem Times Square Cup schaffen wir authentische Anknüpfungspunkte zu unserem Verein. Ein Event dieser Größenordnung gibt uns die Möglichkeit, unser gesamtes BVB-Netzwerk einzubinden, von lokalen Fanclubs über BVB-Jugendakademien und Partner bis hin zu Special Guests wie den Berliner Philharmonikern. Genau dieses Zusammenspiel wollen wir künftig auch in weiteren US-Städten erlebbar machen“, sagte Managing Director Marc Lingenhoff.
Athletisch, spielerisch und körperlich lag mehr als ein Klassenunterschied zwischen Borussia Dortmunds Fußball-Frauen und Rhenania Bottrop. Beim 11:0 (5:0) kannten die hoch überlegenen BVB-Frauen am Sonntag keine Gnade mit dem Regionalliga-Aufsteiger, der nur in der ersten Minute einmal gefährlich vor das Dortmunder Tor kam. Alexandra Popp erzielte drei Kopfball-Treffer und war auch Hauptfigur der spektakulärsten Aktion, als sie an der Seitenlinie auf der Tartanbahn ins Rutschen kam und kopfüber über die Bande ging. Nichts passiert: Mit einem Grinsen im Gesicht tauchte die Kapitänin wieder auf.
Nach einigen Wechseln litt der Spielfluss des BVB ein wenig, am Ende aber zogen die Dortmunderinnen das Tempo noch einmal an. Jenske Steenwijks zweiter Treffer (78.), Ramona Maiers Tore zwei und drei (84./87.) und Rita Schumacher (90.) schraubten das Ergebnis in die Höhe. Durch das 1:1 Leverkusens gegen den SV Freudenberg ist der BVB jetzt die einzige Mannschaft ohne Punktverlust und hat seine Tabellenführung weiter ausgebaut.
BVB: van der Laan – Ostermeier (57. Meißner), Schmidt (57. Kempe), Schuster, Vogel – Günnewig, Walkling, Popp – Steenwijk, Maier, Enderle (57. Schumacher)
Tore: 1:0 Steenwijk (10.), 2:0 Popp (15.), 3:0 Popp (27.), 4:0 Maier (28.), 5:0 Popp (39.), 6:0 Schmidt (50.), 7:0 Enderle (52.), 8:0 Steenwijk (78.), 9:0 Maier (84.), 10:0 Maier (87.), 11:0 Schumacher (90.)
Borussia Dortmund und Felix Paschke gehen künftig getrennte Wege. Beide Seiten haben sich darauf verständigt, den Vertrag vorzeitig aufzulösen. Der Mittelfeldspieler beendet seine Karriere mit nur 23 Jahren aufgrund anhaltender Verletzungsprobleme.
Paschke war im Sommer 2024 von der U23 des Hamburger SV nach Dortmund gewechselt und hatte auf Anhieb positiven Eindruck hinterlassen. Für die BVB-U23 absolvierte er in seiner Premierensaison 16 Einsätze in der 3. Liga, ehe er sich einen Kreuzbandriss zuzog. Paschke quälte sich mehr als ein Jahr zum Comeback. Sein letztes Spiel bestritt er im Januar 2025 bei einem Testspiel. Danach gab es neuerliche körperliche Probleme.
„Es ist sehr bedauerlich, dass Felix seine Fußballkarriere in so jungen Jahren beenden muss. Wir haben ihn als engagierten Spieler kennengelernt. Er hat bis zuletzt an der Rückkehr auf den Platz gearbeitet. Umso mehr tut es uns leid, dass er seinen sportlichen Weg nicht fortsetzen kann. Wir bedanken uns bei Felix für seinen Einsatz und wünschen ihm für seine persönliche und berufliche Zukunft alles Gute“, sagt der Sportliche Leiter der BVB-U23, Ingo Preuß.
„Ich möchte mich bei meinen Mitspielern, Trainern, Verantwortlichen sowie dem gesamten medizinischen Team und allen Mitarbeitern des Vereins für die Unterstützung über die Jahre bedanken. Ich habe mich von Anfang an sehr wohlgefühlt und auch während meiner langen Verletzungszeit immer große Unterstützung erfahren. Dadurch konnte ich alles dafür geben für den Versuch, wieder auf den Platz zurückzukehren. Ich wünsche allen Beteiligten weiterhin nur das Beste und werde den Weg meiner Mannschaft auch in Zukunft aufmerksam verfolgen“, erklärte Paschke.
Borussia Dortmund setzt weiter auf die Dienste von Berater Matthias Sammer. Geschäftsführer Carsten Cramer hat die Vertragsverlängerung um ein Jahr bis 2028 bestätigt. „Es geht weiter. Matthias hat einen Vertrag bis 2028 bei uns. Darauf haben wir uns schon im Sommer verständigt, dass wir die gemeinsame Zusammenarbeit fortsetzen. Wir sind sehr froh, dass er auf unserer Seite ist, auf unserer Tribüne sitzt, viel im Hintergrund arbeitet und seine Erfahrung zur Verfügung stellt. Das ist gut so“, sagte der 57-Jährige dem Sport-Informations-Dienst. Sammer hat die BVB-Position seit 2018 inne.
Borussia Dortmund hat in diesem Jahr erneut die Chance, den Gewinner des „Golden Boy“-Awards zu stellen. Mit Konstantinos Karetsas und Joane Gadou stehen zwei BVB-Profis auf der hochkarätig besetzten Auswahlliste des italienischen Sportmagazins „Tuttosport“, das den Preis seit 2003 vergibt.
Ausgezeichnet werden in diesem Jahr Spieler, die 2006 oder später geboren wurden. Während Karetsas regulär zur Auswahl gehört, wurde Gadou über eine Wildcard nominiert. Richtet man sich in dieser Wildcard-Kategorie nach den Marktwerten des Portals „transfermarkt.de“, zählt der BVB-Verteidiger dabei zu den wertvollsten Spielern der Liste. Lediglich Rodrigo Mora (AS Rom) und Franco Mastantuono (AC Florenz) werden höher eingeschätzt. In der regulären Liste liegt Karetsas bei diesem Vergleich auf Platz 17.
Als Favorit auf die Auszeichnung gilt Pau Cubarsí vom FC Barcelona. Aus der Bundesliga haben es neben den beiden BVB-Profis zudem Lennart Karl, Said El Mala und Finn Jeltsch auf die Liste geschafft.
Eine Titelverteidigung ist generell nicht möglich: Den „Golden Boy“-Award kann ein Spieler nur einmal gewinnen. In der Vergangenheit konnten sich während ihrer Zeit bei Borussia Dortmund bereits Mario Götze (2011), Erling Haaland (2020) und Jude Bellingham (2023) über die Auszeichnung freuen. Das Ergebnis wird Anfang Dezember in Turin verkündet, wenn eine Jury aus 50 Journalisten über den Gewinner entschieden hat.
Borussia Dortmunds Fußball-Frauen marschieren unbeirrt durch die Regionalliga. Bei Aufsteiger DJK Südwest Köln reichte dem BVB die individuelle Überlegenheit, auch athletisch waren die BVB-Frauen den Gastgeberinnen mit fortschreitender Spieldauer immer klarer überlegen. Beim 5:0 (1:0) erzielte Abwehrspielerin Lara Schmidt nach einer Ecke das frühe 1:0. Der Treffer sorgte aber nicht für die erwünscht frühen klaren Verhältnisse.
Der BVB erarbeitete sich zwar klare Vorteile, scheiterte aber immer wieder auch an Kölns Torfrau Felicitas Müller, die nicht nur die beste Chance aufs 2:0 durch Jacqueline Meißner zunichte machte (32.). BVB-Trainer Markus Högner wechselte in der Pause drei Mal, vor allem die Hereinnahme von Ann-Sophie Vogel sorgte auf der linken Seite für viel Schwung. Treffer von Ronja Leubner (56.), erneut Schmidt (72.) und ein Kölner Eigentor (79.) schraubten das Ergebnis in eine standesgemäße Höhe. Rita Schumacher avancierte mit ihrem fünften Spiel in Serie mit zwei Assists und dem Tor zum 5:0-Endstand (85.) zur Spielerin des Nachmittags.
BVB: Van der Laan – Meißner (46. Vogel), Kempe (77. Schuster), Schmidt, Ostermeier – Popp, Ito, Günnewig (46. Leubner) – Enderle (46. Steenwijk), Maier (55. Walkling), Schumacher
Tore: 0:1 Schmidt (11.), 0:2 Leubner (56.), 0:3 Schmidt (72.), 0:4 Eigentor (79.), 0:5 Schumacher (85.).
Borussia Dortmunds U19 ist mit einem 1:1 gegen AZ Alkmaar in die Vorbereitung auf die kommenden Aufgaben in der Youth League und der DFB-Nachwuchsliga gestartet. Im Test setzte Trainer Felix Hirschnagl auf eine gemischte Mannschaft aus U19- und U17-Spielern. Wegen zahlreicher Abstellungen zu den Nationalteams und einiger Verletzungen erhielt das Team ein neues Gesicht.
Erstmals standen die beiden 16-Jährigen Tim-Bakary Bojang und Janis Tunkel in der Startelf. Zudem sammelten mehrere U17-Spieler Einsatzminuten. Gegen den starken niederländischen Nachwuchs tat sich der BVB zunächst schwer und fand nur selten ins eigene Kombinationsspiel. Nach dem Seitenwechsel steigerten sich die Dortmunder deutlich.
Luke Fahrenhorst brachte Schwarzgelb in der 65. Minute in Führung, ehe Alkmaar in der Schlussphase per Foulelfmeter zum 1:1-Endstand ausglich. „Die Jungs haben das über weite Strecken gut gemacht. Auch solche Spiele geben uns Trainern wichtige Erkenntnisse und haben sehr viel Aussagekraft. In der ersten Halbzeit waren wir nicht griffig genug. Das haben wir in der Pause angesprochen und uns dann deutlich gesteigert. Jetzt geht es darum, die Mannschaft vor der strammen englischen Woche mit Spielen gegen Bodø/Glimt, Oberhausen und Sabah in Top-Verfassung zu bringen“, sagte Trainer Felix Hirschnagl.