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Brutalo-Tritt gegen Mathys Tel sorgt in England für VAR-Ärger

Schock für Mathys Tel und Tottenham Hotspur: Nach einem harten Tritt auf die Achillessehne musste der Ex-Bayern-Stürmer verletzt raus. England wütet über den VAR.

Leeds – Mathys Tel ist Opfer eines schweren Fouls geworden. Beim Auswärtsspiel seiner Tottenham Hotspurs bei Leeds United wurde der 20-Jährige von Jayden Bogle böse in die Achillessehne getreten. Der ehemalige Liebling der Fans des FC Bayern München musste den Platz noch in der ersten Hälfte verletzt verlassen. Für den Leeds-Spieler ging es hingegen weiter. Trotz VAR-Überprüfung.

Frust bei Mathys Tel nach dem Foul von Jayden Bogle.
Frust bei Mathys Tel nach dem Foul von Jayden Bogle. © picture alliance/dpa/PA Wire | John Walton

Beim Stand von 0:0 in der 34. Spielminute stieg Bogle dem Franzosen von schräg hinten auf die linke Achillessehne und den Knöchel. Tel musste behandelt werden, versuchte zunächst, auf die Zähne zu beißen, musste aber wenig später einsehen, dass es nicht weiterging. In der 43. Minute wurde er durch Dominic Solanke ersetzt. Doch der eigentliche Aufreger blieb das Foul.

Keine Rote Karte: VAR-Entscheidung sorgt für Fassungslosigkeit

Schiedsrichter John Brooks zeigte Bogle für die Aktion auf dem Platz nicht einmal die Gelbe Karte. Auch eine Überprüfung durch den VAR blieb ohne Konsequenzen für den Leeds-Profi. Der VAR stufte das Einsteigen zwar als rücksichtslos ein, sah wegen des fehlenden hohen Tempos jedoch die Schwelle für ein grobes Foulspiel nicht erreicht und bestätigte die Entscheidung auf dem Feld, keinen Platzverweis auszusprechen.

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Der „Absolut Bayern-Newsletter“ - ein Muss für FCB-Fans © Plietsch/Imago

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Bei der Beurteilung eines Fouls ist meist von drei Kriterien die Rede, von denen zwei erfüllt sein müssen, damit eine Rote Karte gerechtfertigt ist. Dazu zählt neben Trefferbild und Tempo, ob der foulende Spieler eine Chance auf den Ball hatte. Beim Blick auf die Bilder zeigt sich deutlich, dass Bogle in dem Winkel, in dem er Tel angriff, keinerlei Möglichkeit hatte, das Spielgerät zu erreichen.

Die Entscheidung löste in England eine Welle der Empörung aus. Tottenhams Cheftrainer Roberto De Zerbi lieferte sich an der Seitenlinie ein hitziges Wortgefecht mit dem vierten Offiziellen Josh Smith. Der englische Kommentator Darren Fletcher befand bei TNT Sports, die Entscheidung, überhaupt keine Karte zu zeigen, ergebe „gar keinen Sinn“. Auch The Guardian urteilte, Leeds-Profi Bogle habe großes Glück gehabt, einer Roten Karte entgangen zu sein.

Sportlich lief der Nachmittag für die Spurs anschließend komplett schief. Durch einen Treffer des eingewechselten Noah Okafor in der 79. Minute – er traf nur 97 Sekunden nach seiner Einwechslung – verlor Tottenham das Spiel mit 0:1. Viel schwerer wiegt bei Tottenham jedoch die Sorge um Mathys Tel. Wie schwer die Verletzung an der Achillessehne tatsächlich ist, müssen eingehende Untersuchungen vor der anstehenden Länderspielpause zeigen. (sch)

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