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Hannover 96 und St. Pauli trennen sich 1:1
Fusballer in Aktion
96-Angreifer Benjamin Källman kann sich hier gegen zwei Paulianer durchsetzen. © Lars Kaletta

Hannover - Zu seiner Heimspielpremiere in der zweiten Fußball-Bundesliga heimste Sandro Wagner seinen ersten Pflichtspielpunkt ein. Gegen den FC St. Pauli gab es für den Trainer von Hannover 96 in der mit 48 700 Zuschauern ausverkauften Heinz von Heiden-Arena immerhin ein 1:1 (0:1) und eine spürbare Steigerung gegenüber dem schwachen 0:3 eine Woche zuvor beim 1. FC Magdeburg.

„Wir haben uns vor dem Spiel vorgenommen, dass wir eine gute Energie haben, dass die Basis reinkommt, dass man sieht, dass wir füreinander, für den Verein und für die Fans kämpfen wollen, und dass wir Bock haben auf dieses Spiel“, sagte Wagner auf der Pressekonferenz nach diesem Spiel. Und der Mannschaft war deutlich anzusehen, die Worte ihres Trainers auch in die Tat umsetzen zu wollen. Dabei hatte der 96-Coach sein Team gegenüber Magdeburg auf drei Positionen verändert. Für Bastian Allgeier, Franz Roggow sowie Emir Sahiti mussten liefen Virgil Ghita, Waniss Taibi und Husseyn Chakroun auf.

In der neunten Minute Riesenjubel nach einem Tor von Chakroun, doch Vorlagengeber Benjamin Källman stand nur Zentimeter im Abseits, sodass der Treffer nach Videobeweis zurückgenommen wurde. In der 29. Minute Pech für Ghita, der per Kopf nach Hereingabe von Jean Hugonet aus kürzester Entfernung nur die Latte traf. Aus dem Nichts die Führung für St. Pauli, die bis dato kaum einmal Offensivaktionen, sich kaum am Spiel beteiligt hatten. Eine Flanke von Louis Oppfi drückte Abdoulie Ceesay per Kopf ins rechte untere Toreck mit seinem vierten Saisontreffer.

„Der Spielverlauf in der ersten Halbzeit ist natürlich auch unglücklich, maximal unglücklich. Wir schießen ein Tor, das dann knapp nicht zählt, und bekommen dann das Gegentor spät. In der Halbzeitpause haben wir aber gesagt, es gibt keinen Grund, schlechte Laune zu haben, und haben aufgezeigt, was gut war“, so Wagner nach dem Spiel. Und nur drei Minuten nach Wiederanpfiff war es Chakroun, der den Ausgleich erzielte. Chakroun stand zwar im Abseits, doch zuletzt hatte St. Paulis Lars Ritzka den Ball unfreiwillig unter Bedrängnis von Källman auf den Torschützen weitergeleitet, sodass dieses Mal der Treffer zählte.

Nach 65 Minuten musste sich 96-Keeper Leo Weinkauf ganz lang machen, um einen Distanzschuss von Arkadiusz Pyrka mit der Faust über den Querbalken zu lenken.

In der 73. Minute Glück für die Roten, als Ceesay erneut per Kopf den Pfosten traf. Eine gute Torchance von Källman geriet zu harmlos. Sein Schuss konnte St.Paulis Torwart Ben Voll problemlos halten. „Auf jeden Fall war es ein Schritt nach vorne. Ich finde, dass wir defensiv sehr gut gestanden sind. Nach dem maximal unglücklichen Gegentor vor der Halbzeit sind wir, finde ich, gut zurückgekommen mit dem Ausgleich. Natürlich hat nach vorne nicht alles geklappt, aber wichtig war, dass wir nach der Niederlage letzte Woche eine Reaktion zeigen“, meinte 96-Geschäftsführer Jonas Boldt. Am Ende waren sich beide Trainer einig, ein gerechtes Unentschieden gesehen zu haben.

Nun wartet am kommenden Sonntag das immer wieder brisante Derby gegen Eintracht Braunschweig auf 96. Und die 96-Fans stimmten sich schon einmal ein: „Derbyseig, Derbysieg, wir wollen den Derbysieg.“

Hannover 96: Weinkauf – Ghita, Tomiak, Hugonet – Roggow – Oudenne (68. Pichler), Neubauer – Hartel (78. Allgeier), Thordarson - Chakroun (75. Matsuda), Källman. wg/gsd

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