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Mit Verstappen angelegt: Lawson hat Auswirkungen davon unterschätzt

Liam Lawson ist frustriert, dass er trotz starker Leistungen noch keinen Vertrag für die kommende Formel-1-Saison hat - Verstappen-Kollision hat nicht geholfen

(Motorsport-Total.com) - Liam Lawson fährt in der Form seines Lebens und Woche für Woche starke Ergebnisse ein - und trotzdem ist seine Zukunft in der Formel 1 mehr denn je unklar. Noch ist der Neuseeländer nicht für die Saison 2027 bestätigt, und mit Nikola Tsolov schielt ein starker Red-Bull-Junior auf das Cockpit von Lawson, der zugibt, dass ihn die Ungewissheit ziemlich frustriert.

Liam Lawson ist "Best of the Rest" und hat trotzdem noch kein Cockpit für 2027 Zoom

"Eigentlich möchte man die guten Ergebnisse so weit wie möglich genießen", sagt Lawson. "Aber das ist schwer." Trotz der Disqualifikation im Qualifying war der 24-Jährige in Mexiko bereits zum vierten Mal in Folge der beste Fahrer hinter den Topteams und holt damit seit langer Zeit das Maximum heraus - und trotzdem könnte er im Kampf um die Cockpits 2027 leer ausgehen.

"Wenn man dann so ein Rennen absolviert, nimmt das einen Teil dieser Emotionen weg, weil der Rest bezüglich meiner Zukunft im Moment verständlicherweise so unklar ist", sagt er. "Wenn man all das im Hinterkopf hat, trübt das definitiv die Freude über einige der Resultate, die wir in letzter Zeit eingefahren haben."

Lawson und die Verstappen-Kollision

In Mexiko kam noch ein anderes Thema hinzu: Im Freien Training am Freitag kam sich Lawson ausgerechnet mit Red-Bull-Platzhirsch Max Verstappen ins Gehege. Zwar wurden am Ende beide Fahrer gleichermaßen von den Kommissaren mit einer Gridstrafe von einer Position belegt, trotzdem holte er sich einen Rüffel vom viermaligen Weltmeister ab.

Verstappen weiß, dass er sich solche Dinge erlauben kann - Lawson nicht. "An seiner Stelle würde ich etwas klüger agieren. Wenn du um dein Cockpit kämpfst, dann ist das kein kluges Verhalten", hatte der Niederländer den Finger in die Wunde gelegt.

Im Nachhinein muss auch Lawson selbst zugeben, dass die Situation nicht hätte sein müssen, "aber ich hätte natürlich nicht gedacht, dass das solche Auswirkungen haben würde." Doch er weiß: "Im Training gibt es ohnehin keinerlei Situation, in der man eine Berührung mit einem anderen Auto haben sollte."

Brasilien als nächste Chance

Lawson räumt ein, dass er die Geschehnisse in Mexiko auch während des Rennens noch nicht ganz verdaut hatte, doch jetzt vor Brasilien fühle er sich deutlich besser. In Sao Paulo an diesem Wochenende hat Lawson die nächste Gelegenheit, Argumente in seine Richtung zu sammeln. "Ich freue mich auf das Rennen hier. Es ist eine Strecke, auf der ich gerne fahre", sagt er.

"Ich weiß auch, dass ich das Gefühl habe, im Moment nicht mehr viel mehr in diesem Auto tun zu können", betont er weiter. "Wir haben eine super Saison. Jedes einzelne Teammitglied in diesem Team hat eine großartige Saison. Wir befinden uns in einer Position, in der wir so noch nie waren."

Fotostrecke: Die Formel-1-Fahrer 2027

Und abgesehen von Mexiko habe Lawson in jüngerer Vergangenheit auch immer das Gefühl gehabt, dass ihm die Rennen Spaß machen. Ja, wenn da nicht dieses Damoklesschwert über ihm hängen würde ...

Gerne würde Lawson endlich Bescheid bekommen, doch im Moment habe er keine Ahnung, wann eine Entscheidung kommen wird: "Im Moment ist ehrlich gesagt alles ziemlich verschwommen."

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