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Die Münchner beenden eine Woche der schweren Tage mit einem Sieg beim SC Freiburg. Danach sprechen Max Eberl und Vincent Kompanys Stellvertreter über die komplizierte Zeit nach traurigen Nachrichten.
Eine Woche der schweren Tage liegt hinter dem deutschen Rekordmeister FC Bayern München. Nicht im Hochglanzgeschäft Profifußball. Da fertigten die Münchner im Bundesliga-Alltag RB Leipzig mit 6:1 ab und boten vier Tage später beim 2:2 in der Champions League dem englischen Meister FC Arsenal die Stirn.
Der Fußball aber stand in den vergangenen Tagen nicht wie sonst im Blickpunkt. Stattdessen sorgte der Kollaps von Cheftrainer Vincent Kompany am Freitag auf dem Trainingsgelände der Münchner für Entsetzen. Der 40 Jahre alte Belgier ist seitdem ein Krankenhauspatient, der auf baldige Genesung hofft, um seiner Mannschaft aufs Neue zur Seite stehen zu können.
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Joshua Kimmich, einer der Münchner Führungsspieler, fehlte wegen eines Trauerfalls in der Familie und wird erst in der neuen Woche wieder in den Trainingsbetrieb zurückkehren. Zum Spitzenspiel am Sonntagabend beim Tabellendritten SC Freiburg gab es dazu viele Verletzungsmeldungen.
So fehlten Torwart Manuel Neuer wegen einer Sehnenreizung im Fuß, der deutsche Nationalspieler Aleksandar Pavlović ob einer Wadenblessur, dazu der noch nicht von einem Muskelfaserriss genesene Spielmacher Jamal Musiala, Innenverteidiger Min-jae Kim aufgrund von Leistenproblemen sowie der länger ausfallende Kolumbianer Luis Díaz ob eines Muskelbündelrisses.
Keine leichte Aufgabe also für den Kompany-Stellvertreter Aaron Danks, der am Sonntag die Chefrolle bei den Münchnern übernahm. Und das gegen einen sehr heimstarken Widersacher, der allerdings am Donnerstag bei der 0:3-Niederlage in der Conference League bei der AS Monaco schwächelte. Und auch am frühen Sonntagabend noch nicht wieder auf der Höhe war.
Letztlich gewann der wieder an die Tabellenspitze zurückgekehrte FC Bayern München das Topspiel dieses Wochenendes unter ganz besonders schwierigen Umständen verdientermaßen mit 3:1 durch die Treffer von Dayot Upamecano (16. Minute), Serge Gnabry (43.) und Michael Olise (90.+5) bei einem Gegentreffer, das ein Eigentor von Tom Bischof war (82.).
Den in der Schlussviertelstunde hart erkämpften Erfolg am frühen Sonntagabend verdienten sich die Bayern als die über weite Strecken deutlich bessere Mannschaft. Doch darum ging es Max Eberl, dem Sportvorstand der Bayern, und den Spielern gar nicht so sehr.
„Der Sieg ist für Vinnie, für Jo und für den FC Bayern München“, hob Eberl nach dem Spiel hervor. „Diese Einheit brauchen wir jetzt.“ Ähnlich äußerte sich der Kompany-Vertreter Danks, der von einer „schwierigen Vorbereitung“ auf das Spiel sprach. Dass der französische Innenverteidiger Upamecano mit seiner Wucht und seinem Tempo einen von ihm ausgelösten Konter zum 1:0 nutzte, offenbarte die Klasse dieses Spielers auf spektakuläre Art und Weise.
Dass der deutsche Nationalspieler Gnabry kurz vor der Pause für fast schon klare Verhältnisse sorgte, als er mit seinem Flachschuss aus spitzem Winkel ins Tor traf, war schon fast so etwas wie der entscheidende Hinweis darauf, dass die Bayern an diesem Sonntagabend aufs Neue die Tabellenführung übernehmen würden.
Die, die in Freiburg auf dem Platz standen, offenbarten in der ersten Halbzeit überdeutlich, dass auch diverse Ausfälle und das krankheitsbedingte Fehlen von Kompany nichts an der Überlegenheit des Meisters ändern konnten. Dafür ist der Kader der Münchner zu opulent und zu gut aufeinander eingespielt.
Dass die Freiburger nach der Pause etwas zügiger zu Werke gingen, beunruhigte die Münchner zunächst nicht. Sie freuen sich ja, wenn sie in der Bundesliga Aufgaben gestellt bekommen. So musste Torhüter Urbig den bis dahin besten Schuss der Südbadener parieren, den der eingewechselte Stammmittelstürmer Matanovic flach Richtung linkes Toreck beförderte (59.).
Dann aber wurde es doch noch einmal spannend, als der Freiburger Linksverteidiger Makengo Laimer den Ball durch die Beine spielte und Bischof den Ball sichern wollte. Stattdessen traf der Münchner Jungnationalspieler ins eigene Tor. Das 1:2 belebte die Freiburger ungemein, die in den letzten zehn Minuten drangvoller und überzeugender als in den achtzig Minuten davor wirkten. In der Schlussphase wogte die Partie endlich hin und her.
Anschauungsmaterial auch für den punktgleichen Ligazweiten Borussia Dortmund, der am kommenden Samstag (18.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei Sky) zum Topspiel in München antritt. Unverwundbar sind diese Bayern jedenfalls nicht, was der SC Freiburg in der Schlussphase der bis dahin einseitigen Begegnung offenbarte.
Die Münchner waren letztlich heilfroh, diesen besonderen Abend nach den traurigen und schmerzlichen Nachrichten der vorigen Woche schadlos und Seite an Seite überstanden zu haben.