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Baden-Württemberg: "Auf dem Platz gelitten" - VfB Stuttgart geht gegen Bremen ans Limit

Der VfB Stuttgart gewinnt erstmals in dieser Bundesligasaison zweimal in Folge. Der Schlüssel zum Sieg gegen Werder Bremen liegt im Abwehrzentrum - und im bedingungslosen Willen.

Der VfB Stuttgart hat am neunten Bundesliga-Spieltag Werder Bremen mit 1:0 (1:0) besiegt. Maximilian Mittelstädt sorgte bereits in der siebten Minute für das Tor des Tages. "Es war wichtig, vor der Länderspielpause mit einem Sieg auseinander zu gehen", sagte VfB-Trainer Sebastian Hoeneß im Sportschau-Interview. "Ich habe eine Mannschaft gesehen, die gefightet hat. Ich glaube, jeder hat gesehen, dass sie am Anschlag war und nicht mehr viel im Akku drin."

Das enorme Pensum in den letzten vier Wochen mit neun Spielen, sechs davon auswärts, war den Schwaben vor allem in der letzten halben Stunde anzumerken. Doch der VfB brachte den Sieg ins Ziel. "Es hat mich stolz gemacht, dass wir versucht haben, mit allem, was wir hatten, dieses Spiel zu gewinnen", sagte Hoeneß. "Und am Ende wurden wir belohnt." Der VfB hatte damit, anders als bei anderen Partien in dieser Spielzeit, das Matchglück auf seiner Seite.

Mittelstädt trifft sehenswert für den VfB

Den Schwaben war ein Auftakt nach Maß gelungen. Grischa Prömel wurde auf der rechten Seite freigespielt. Seinen scharfen Querpass jagte Mittelstädt (7. Minute) ins kurze Eck. Auch im weiteren Verlauf der ersten Hälfte kontrollierte der VfB das Geschehen, verpasste es aber nachzulegen. So scheiterte etwa Bilal El Khannouss an Werder-Keeper Karl Hein (28.).

Das 2:0 lag in der Luft, fiel aber nicht. Die Defensive um Jeff Chabot hatte in den ersten 45 Minuten gegen den Bremer Angriff um Niclas Füllkrug jederzeit alles im Griff. Die Abwehrkante und der deutsche Nationalspieler lieferten sich packende Zweikämpfe, bei denen Chabot meistens das bessere Ende für sich hatte. Um es vorwegzunehmen: Der Stuttgarter blieb über 90 Minuten Punktsieger - es war letztlich der Schlüssel zum Erfolg.

Seimen rettet dem VfB den Sieg

Auch, wenn Füllkrug und sein Team nach der Pause immer mehr aufkamen. Denn das Geschehen änderte sich, die Gäste kamen druckvoller aus der Kabine. Die Stuttgarter hielten dagegen und konnten sich auf Keeper Dennis Seimen verlassen, der gegen den frei vor dem Tor auftauchenden Youri Regeer stark parierte (51.). "Es ist die Sache eine Torwarts, genau dann da zu sein", sagte der 20-Jährige im Sportschau-Interview. "Ich komme gut raus, verkürze den Winkel und dann schießt er mich am Arm an." Für VfB-Trainer Hoeneß war es ein "Big Save".

Der VfB verpasste nach einer schönen Eckenvariante das 2:0, weil Keeper Hein den 16-Meter-Schuss von Mittelstädt noch an den Pfosten lenkte (57.). Die Stuttgarter konzentrierten sich anschließend aufs Verteidigen der Führung. Die Gäste rannten an, doch die Defensive der Stuttgarter zeigte sich jederzeit auf der Höhe.

In der Offensive zeigten sich die Gastgeber kaum noch, das war aufgrund des "leeren Akkus" auch nicht mehr möglich. Dafür verteidigten die Stuttgarter mit enormen Einsatz und strategisch klug den knappen Vorsprung. Als Atakan Karazor in der Nachspielzeit Ludovit Reis im Strafraum abkochte, bejubelte Mittelstädt das mit seinem Ex-Kapitän fast wie einen Treffer - es war ein Sinnbild der Stuttgarter Willensleistung an diesem Samstagabend. "Jeder Einzelne hat heute auf dem Platz gelitten für den Anderen", fasste Seimen die Teamleistung des VfB zusammen. "Deshalb sind wir froh, dass wir die drei Punkte hier behalten dürfen."

VfB geht in die Länderspielpause

Mit nun zwölf Punkten klettern die Stuttgarter in der Tabelle, stehen auf Rang acht und dürfen den Blick nach der Länderspielpause nach oben richten. Für die Nationalspieler des VfB geht es nun erstmal auf Reisen. So stehen etwa Mittelstädt und Finn Jeltsch im Aufgebot von Bundestrainer Jürgen Klopp für die Nations-League-Spiele in Serbien (13.11.) und gegen die Niederlande (16.11.). Fünf Tage später geht es für den VfB in der Bundesliga mit dem Spiel bei Schalke 04 weiter, bevor am 25. November in der Champions League die Partie bei Inter Mailand ansteht. Für den VfB stehen also gleich die nächsten vollgepackten Wochen auf dem Programm.

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