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Bundestrainer Markus Gaugisch nominiert 16 Spielerinnen für Handball-EM, Xenia Smits fehlt vorerst
Spielt sie oder spielt sie nicht: Das Rätselraten um die EN-Teilnahme von Xenia Smits ist noch nicht beendet. .

Verrückte Sachen machen? Auf dem Feld gerne. Abseits davon geht Markus Gaugisch lieber auf Nummer sicher. Da passte es wunderbar, dass der Bundestrainer der deutschen Handball-Nationalmannschaft der Frauen seinen Kader für die anstehende Europameisterschaft in den Dortmunder Räumlichkeiten des Trikotsponsors – einem Produzenten von Sicherheitsschuhen – präsentierte.

Wie schon vor einem Jahr beim Aufgebot für die Weltmeisterschaft in Deutschland, die für die DHB-Frauen triumphal verlief und viel umjubelt die Silbermedaille einbrachte, verzichtete der 52-jährige Handball-Lehrer auf große Überraschungen. 14 der 16 Nominierten gehörten schon bei der WM zum Team.

Ida Petzold (20) von der TuS Metzingen sowie Farrelle Njinkeu (19), die mit der HSG Blomberg-Lippe in ihrer ersten Bundesliga-Saison direkt deutscher Meister wurde, sind die einzigen beiden Neuen. Gaugisch lobte Njinkeus Emotionalität sowie ihre Körperlichkeit. „Sie ist eine unheimlich explosive Spielerin mit toller Sprungkraft, die Wurfvariationen drauf hat und Mut besitzt“, sagte er.

Und zu Petzold: „Ida bringt Körperlichkeit und Emotionalität mit“, so der Coach. Diesbezüglich sei sie, wenn auch auf einer anderen Position unterwegs, so etwas wie eine Nachfolgerin von Aimée von Pereira, die ihre Karriere in diesem Jahr überraschend beendet hatte. „Ida ist sehr wissbegierig und nimmt alles auf“, lobt Gaugisch.

Qual der Wahl: Bundestrainer Markus Gaugisch hat seine 16 Spielerinnen für die EM ausgewählt. Quelle: Marco Wolf/dpa

Maidhof und Huhnstock nicht mehr dabei

Im Vergleich zum erfolgreichen WM-Kader fehlt neben Julia Maidhof, die schon während des gesamten Jahres nicht mehr berücksichtigt worden war, und Jolina Huhnstock auch noch Xenia Smits. Um die 156-fache Nationalspielerin hatte es zuletzt viele Spekulationen gegeben.

Die 32-Jährige ist im August Mutter geworden, ganz geschlossen scheint die Tür für die linke Rückraumspielerin aber trotzdem noch nicht zu sein. Sowohl Gaugisch als auch DHB-Sportvorstand Ingo Meckes ließen durchblicken, dass es noch Überlegungen gäbe, für Smits eine Lösung zu finden, am Turnier in Polen, Rumänien, Tschechien, der Slowakei und der Türkei teilzunehmen. „Wenn der Trainer sagt: ‚Das passt.‘ Wenn die Spielerin sagt: ‚Das passt.‘ Dann werden wir das organisatorisch auch hinbekommen“, so Meckes. In jedem Fall wäre es sehr bemerkenswert, vier Monate nach einer Geburt ein solches Turnier zu bestreiten. Im offiziellen 35er-Kader, aus dessen Pool geschöpft werden kann, taucht Smits auf.

Das erste Gruppenspiel wird die deutsche Mannschaft am 4. Dezember in Bratislava gegen Schweden bestreiten. Zur finalen Vorbereitung kommt die Mannschaft am 23. November zusammen. In Ludwigsburg – wie vor der WM auch. „Das ist für uns alle wie nach Hause kommen“, sagte Teammanagerin Anja Althaus. Und da war es wieder – dieses wohlige Gefühl von Sicherheit.