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KSV-Frauen verzweifeln an Bayerns Torhüterin
KSV Hessen Kassel - SC Freiburg II19 Esma ÖzdemirFußball Regionalliga 2026/2027 Frauen 27.09.2026Foto: Andreas Fischer
Erzielt den Ausgleich: KSV-Abwehrchefin Esma Özdemir. © Fischer, Andreas/Andreas Fischer

Der KSV Hessen Kassel spielt beim FC Bayern II 1:1 – trotz klarer Überlegenheit nach dem Rückstand. Bayerns Keeperin Anna Klink ließ die Gäste-Spielerinnen mehrfach verzweifeln.

München/Kassel – Der Auftakt misslang, die Antwort kam prompt, aber für die Wende reichte es nicht – so könnte man den Auftritt des KSV Hessen Kassel bei der zweiten Mannschaft des FC Bayern zusammenfassen. Die nordhessischen Regionalliga-Fußballerinnen verpassten mit dem 1:1 (1:1) in München die Chance, sich in der Spitzengruppe zu etablieren. Trainer Robert Franke stellte nach der Partie aber auch fest: „Wir hatten die Mehrzahl an Chancen, es hätte für einen Erfolg reichen können, vom Spielverlauf war es aber ein gerechtes Unentschieden.“

Anders als zu vermuten, ist die zweite Mannschaft der Münchnerinnen nach dem Zweitliga-Abstieg bisher kein Kandidat für den sofortigen Wiederaufstieg. Die Gastgeberinnen stehen im Tabellenkeller. Sie legten dann aber los wie die Feuerwehr und gingen in der 5. Minute in Führung. Das 1:0 durch Scarlett Kraus gehörte zu der Kategorie „Gegentore, die den Trainer in Rage bringen“. Denn: Einer der Trainingsschwerpunkte unter der Woche war das Verteidigen von Eckstößen. „Wir haben das die ganze Woche über studiert. Die Bayern spielen einige Varianten. Und was passiert? Wir bekommen nach fünf Minuten ein Gegentor nach einem Eckball“, ärgerte sich Franke.

Der aber zufrieden damit war, wie sein Team reagierte. Mit Rückständen kennt es sich mittlerweile ja aus, vor allem in den Heimspielen mussten sich die Löwinnen häufig als Aufholjägerinnen betätigen. Dieses Mal brauchten sie nicht viel Anlauf für den Ausgleich. „Spätestens nach zwanzig Minuten waren wir super im Spiel. Als das 1:1 fiel, da hätten wir längst führen müssen“, sagte Franke. Der Grund dafür, dass es nicht so war, hatte einen Namen. Der lautet Anna Klink und stand im Tor. Die 31-Jährige bringt viel Erfahrung mit, bestritt bei Bayer Leverkusen 179 Bundesliga-Spiele. Franke: „So eine starke Torfrau habe ich in dieser Liga noch nicht gesehen.“

Machtlos war Klink erst in der 38. Minute. Da trat Esma Özdemir zum Elfmeter an, nachdem Freya Burk gefoult worden war. Die KSV‑Abwehrchefin scheiterte im ersten Versuch zwar ebenfalls an Klink, war dann aber zum Nachschuss zur Stelle und erzielte den Ausgleich. Die Gäste drückten weiter, hätten zur Pause längst vorn liegen können. Doch statt nach der Pause endgültig die Wende zu schaffen, wurde das Spiel wieder ausgeglichener.

Es war dann auch eine Frage der fehlenden Kraft. So musste Junioren-Nationalspielerin Clara Trümner nach 60 Minuten vom Feld – kein Wunder nach zuvor drei Länderspielen mit der U17 in acht Tagen. Trotzdem hätte es fast noch gereicht für den Auswärtssieg, weil Burk in der Schlussphase die Riesenchance hatte. Endstation war aber auch hier Klink. Die Kasselerinnen haben nun eine Verschnaufpause, bevor es in zwei Wochen in das Derby gegen Eintracht Frankfurt II geht.

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