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Schumacher und Horner werden wohl keine Freunde merk. Nachdem der Brite zuletzt immer wieder mit kontroversiellen Aussagen für Aufsehen sorgte, legte der Deutsche noch einmal in Richtung Horner nach.
Dabei geht es um die Biographie"Drive", die der 52-Jährige nun veröffentlicht – ausgerechnet am 22. Oktober, dem Todestag von Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz. Horner hatte das Red-Bull-Team mit aufgebaut und seit dem Formel-1-Einstieg geführt, ehe im Juli 2025 der Rauswurf folgte. Damals wurde die Erfolglosigkeit dem 52-Jährigen zum Verhängnis.
Und die teaminternen Querelen, der Machtkampf nach dem Ableben von Red-Bull-Gründer Mateschitz. Im Zuge der Vorstellung seines Buches gab Horner nun mehrere Interviews und erzählte seine Sicht auf den geplatzten Deal mit Porsche. Zunächst war geplant, dass die deutsche Luxusmarke die Antriebe mit Red Bull gemeinsam baut, dafür sollte Porsche 50 Prozent der Anteile erhalten. Horner spottete nun, dass bei der deutschen Kult-Marke"nichts" vorhanden gewesen sei.
Letztendlich platzte der Deal und Red Bull baute seinen Motor selbst. Auch, weil Horner selbst den Porsche-Deal nicht haben wollte, so heißt es. Er habe mehr Macht auf sich selbst fokussieren wollen.
"Man muss ihm ein großes Kompliment machen, ihm und Dr. Helmut Marko, für den Motor, den sie jetzt selbst gebaut haben. Das haben sie gut gemacht", lobte Ralf Schumacher zunächst im Podcast"Backstage Boxengasse" von"Sky". Audi, die Schwesternmarke im VW-Konzern, würde ja beweisen, dass es durchaus möglich ist, einen soliden Formel-1-Motor zu bauen.
"Didi Mateschitz wusste, dass sich die Mehrheiten verändern würden. Seine große Sorge war, dass genau das, was Horner auch versucht hat, dass er zu stark wird und nach den Sternen greift, das Projekt, das Mateschitz aufgebaut hat, in die falsche Richtung geht", erklärte Schumacher. Es sei immer der Traum von Mateschitz gewesen, mit einer deutschen Automarke zusammenzuarbeiten, oder eben selbst einen Motor zu bauen – letzteres passierte. Auch, weil es keine vernünftige Lösung als Motorenlieferant gab.
Als dann Porsche Anteile am Team haben wollte, seien Horner, aber auch Marko, nervös geworden.
"Das wollen wir nicht, das verhindern wir unter allen Umständen. Weil wir sind hier die Bosse", hätte sich das Duo damals gedacht, behauptet der Bruder von Siebenfach-Weltmeister Ralf Schumacher nun. Es seien dann"Ansprüche gestellt" worden,"die für Porsche nicht möglich waren. Dann hat Porsche die Reißleine gezogen", so der Deutsche.
"Es sind mir zu viele subjektive Wahrnehmungen drinnen in dem Buch, ich nenne es einmal so. Ich glaube nicht einmal, dass er absichtlich lügt. Ich glaube, er hat es so gesehen. Er hat so viel Selbstbewusstsein, dass er in seiner eigenen Realität lebt", teilte Schumacher dann erneut gegen Horner aus.
"Er behauptet diese Dinge, schreibt es da einfach rein. Ich finde es schade", meinte Schumacher. Dass das Buch am Mateschitz-Todestag erscheine, würde der Ex-Formel-1-Pilot"letztklassig" finden.
"Dabei hat er seine Karriere Didi zu verdanken. Er ist mit 120 Millionen Euro auch noch nach Hause gegangen", spielte Schumi auf die 118 Millionen schwere Abfindung an, die nach dessen Rauswurf an Horner ausbezahlt worden war. Im Interviewreigen erzählte Horner jüngst auch, dass bei seinem Abschied in der Fabrik viele geweint hätten.
"Vor Freude? ", fragte Schumacher dann ironisch. "Wir können nur über das sprechen, was wir als Feedback bekommen. Und wenn wir heute zu Red Bull gehen, die Jungs im Fahrerlager sehen, dann ist das ganz anders", meinte der Ex-Pilot.
Moderator Peter Hardenacke erzählte dann, dass ein höherer Mitarbeiter der Racing Bulls beim einjährigen Jubiläum des Horner-Rauswurfs vom"Liberation Day" sprach.
"Der hat wirklich gesagt, dass es ein Befreiungstag ist", so Schumacher. "Dieser Mann war einer der erfolgreichsten Teamchefs, hat alles mitgemacht und alles erlebt. Irgendwann ist er dann mal falsch abgebogen aufgrund seines Erfolgs. Dann waren seine Interessen und die Interessen von Red Bull nicht mehr dieselben", so Schumi.
Es sei legitim, sich dann zu trennen.
"Aber wir müssen aufhören, sonst verkauft er noch ein Buch mehr. Das macht dann sowieso keinen Sinn", schloss der Deutsche.
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