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Handball-Bundesliga: SG Flensburg-Handwitt verliert Handball-Krimi in Gummersbach

Die SG Flensburg-Handewitt hat am Sonntagabend in der Handball-Bundesliga ihr Alleinstellungsmerkmal verloren. Die Schleswig-Holsteiner unterlagen beim VfL Gummersbach mit 30:31 (11:14), kassierten die erste Saisonniederlage und sind damit als letztes Erstliga-Team den Nimbus der Unschlagbarkeit los.

Das Team von Trainer Aleš Pajović zeigte bei den Oberbegischen allerdings Moral. Nach einem zwischenzeitlichen Vier-Tore-Rückstand schien es vor Beginn der "Crunchtime" so, als würden die Nordlichter die Pleite abwenden können. Doch im Angriff agierte die SG zu unkonstant. Zudem zeigte VfL-Schlussmann Bertram Obling eine Weltklasse-Leistung. Der 31-Jährige stellte mit 18 Paraden einen persönlichen Bundesliga-Rekord auf.

Gummersbach dreht mit 5:0-Lauf die Partie

Für die SG lief nach anfänglichen Problemen und einem 0:2-Rückstand zwischenzeitlich alles nach Plan. Mit einem 3:0-Lauf zum 9:6 (18.) gingen die Norddeutschen Mitte des ersten Abschnitts erstmals mit drei Treffern in Führung. VfL-Coach Gudjon Valur Sigurdsson nahm sofort eine Auszeit und sorgte damit nicht nur dafür, dass Flensburg aus dem Rhythmus kam, sondern sein Team anschließend viel klüger als zuvor die sich bietenden Lücken nutzte.

Mit fünf Treffern in Folge zum 11:9 (25.) gelang dem Altmeister eindrucksvoll die Wende. Bald darauf schlug sogar ein 14:10 für die Oberbergischen zu Buche (29.). Die Gäste fanden nach besagter Auszeit von Sigurdsson im Angriff keine Mittel mehr und scheiterten zudem immer wieder an Obling.

Der Däne hielt neun Würfe in Hälfte eins. Allerdings: Auch die SG hatte in Simon Möller keinen "Fliegenfänger" zwischen den Pfosten stehen. Ohne seine sieben Paraden in den ersten 30 Minuten wäre der Pausenrückstand noch höher ausgefallen.

Obling bringt Flensburg zur Verzweiflung

Es musste also eine erhebliche Steigerung im Flensburger im Offensivspiel her, um Saisonniederlage Nummer eins zu verhindern. Und nach dem Seitenwechsel wussten sich die Schleswig-Holsteiner im Positionsangriff auch zu steigern. Zielstrebiger und schneller wurde jetzt in Ballbesitz agiert. Die Chancenverwertung aber blieb suboptimal. So vergab die SG beim Stand von 20:21 mehrfach den Ausgleich. "Teufelskerl" Obling stand dem Remis jeweils im Weg.

VfL Gummersbach - SG Flensburg-Handewitt 31:30 (14:11) Pfeil runter

Tore VfL Gummersbach: Roganovic 12/4, A. Dujshebaev 6, Schluroff 5, Häseler 3, Sindrason 2, Vidarsson 2, Kodrin 1
SG Flensburg-Handewitt: E. M. Jakobsen 7/4, Pytlick 7, Siersbaek Bergholt 5, Minne 4, Novak 3, Grgic 2, L. K. Möller 2

Gummersbach, das zwischenzeitlich auch große Probleme mit dem Torewerfen hatte, konnte wieder auf 24:20 davonziehen (47.). Flensburg konterte im Stile eines Champions. Geradezu nordisch unterkühlt - jedenfalls ziemlich cool - wurde zunächst mit einem 3:0-Lauf auf einen Treffer verkürzt und wenig später zum 27:27 ausgeglichen (54.).

Nun lag das Momentum eigentlich bei den Gästen. Aber das war Obling herzlich egal. Der große Blonde mit den tausend Armen brachte die SG in den Schlussminuten weiter zur Verzweiflung. Während der Däne hinten den Kasten vernagelte, sorgten seine Mitspieler vorne für den erneuten Drei-Tore-Vorsprung, der diesmal nicht mehr hergegeben wurde.

Dieses Thema im Programm: NDR.de | Flensburg-Handewitt verliert in Gummersbach | 25.10.2026 | 19:55 Uhr

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