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Österreich veranstaltet den Auftakt am kommenden Wochenende in Sölden sowie Rennen in Gurgl, erstmals Dachstein West/Gosau, Flachau, Kitzbühel, Schladming und Saalbach-Hinterglemm.
„Es ist schwierig, einen ausgewogenen Kalender zu erstellen, dass das auch logistisch zusammenpasst, da sind viele Interessen involviert“, sagte Österreichs Frauen-Cheftrainer Johannes Zöchling. Mit Blick auf den Plan bedauert er das Fehlen von Speed-Heimrennen im kommenden Winter.
Bei den Männern sind je zehn Bewerbe in Abfahrt, Super-G und Riesentorlauf angesetzt, 13 im Slalom. Bei den Frauen sind es je neun in Abfahrt und Super-G sowie zwölf im Riesentorlauf und zehn im Slalom – hier ist der Technik-Überhang also noch weit deutlicher vorhanden. Dazu kommt, dass eine Abfahrt wetterbedingt auch rascher einmal abgesagt wird als ein Slalom.
Ein großes Kopfzerbrechen wegen des Reiseplanes fällt indes weg, die hoch oben in Norwegen angesiedelten Narvik-Rennen vor dem Trip zum Weltcup-Finale nach Sun Valley (USA) wurden wegen noch nicht fertiger Strecken im WM-Ort von 2029 gestrichen – ein Ersatzort wird aber gesucht.
„Beim Kalender scheiden sich die Geister. Ein viel zitiertes Beispiel ist die Reihenfolge Sölden, Levi und retour nach Gurgl, das wäre sicher besser lösbar“, sagte Zöchling. Dem Söldener Plan, in Zukunft zu den Riesentorläufen möglicherweise auch Super-Gs hinzuzufügen, kann er einiges abgewinnen. „Sölden ist ein super Veranstalter, das Rennwochenende ist ein Publikumsmagnet, das Interesse ist da. Und es haben zu diesem Zeitpunkt ja schon alle in Übersee Speed trainiert. Es ist realistisch also denkbar.“
„Faire Balance“ im Kalender fordert auch Männer-Cheftrainer Marko Pfeifer. „Alle vier Disziplinen sind gut. Spezialisten – wenn man die Athleten fragt – werden immer so viel wie möglich Rennen in ihrer Disziplin haben wollen. Trotzdem ist es wichtig, dass wir keine Überanzahl an Rennen machen, sondern die, die wir haben, auf ein anderes Qualitätslevel bringen“, sagte er.
Die Dotation müsse entsprechend hoch sein, damit man nicht doppelt so viele Rennen brauche, um auf ein bestimmtes Preisgeld zu kommen. „Ich glaube, dass der Skisport eine brutal attraktive Sportart ist. Er ist im Fernsehen eine richtige Actionsportart und kommt megagut an. Der Skisport ist aus meiner Sicht in Europa heimisch und groß, wir haben genug Firmen und Leute, die das Produkt unterstützen können“, meinte Pfeifer.
In diese Richtung müsse man gehen – nicht noch mehr herumreisen, sondern die Topprodukte wie beispielsweise Kitzbühel, Wengen, Adelboden und Gröden stärken. Verankert bleiben soll freilich der Überseeblock im November/Dezember – die Hoffnung auf die Rückkehr der Rennen in Lake Louise lebt.
Besonders eng geht es immer nach der Rückkehr aus Amerika bis Weihnachten und im Jänner vor dem Großereignis – in diesem Winter die WM in Crans-Montana – zu. Die Männer haben von 18. bis 23. Dezember und damit innerhalb von sechs Tagen gleich fünf Rennen an drei Schauplätzen in Italien, der Nachtslalom in Madonna di Campiglio bedingt eine Heimkehr erst am 24. Dezember.
Bereits am 26. ist in Bormio das erste Abfahrtstraining angesetzt. Die Technikerinnen fahren am 22. Dezember einen Flutlichtslalom in Courchevel und sind am 28./29. wieder bei der Premiere am Dachstein im Einsatz. Die Speed-Fahrerinnen indes haben rund ums Christkindl fast drei Wochen rennfrei.