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Regionalliga Bayern: VfB Eichstätt erlebt Englische Woche zum Vergessen – jetzt warten die Löwen
Hinter dem VfB Eichstätt liegt eine bittere Englische Woche: Florian Lamprecht und seine Mannschaft mussten gleich drei Niederlagen in Folge hinnehmen. - Foto: Johannes Traub

Drei Spiele, drei Niederlagen: Hinter dem VfB Eichstätt liegt eine Englische Woche zum Vergessen. Auch gegen die SpVgg Bayreuth reichte eine Führung nicht zum Punktgewinn. Nun wartet ausgerechnet der TSV 1860 München auf die Domstädter.

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Erst läuft alles nach Plan – dann folgt der Einbruch

Seitdem Markus Mattes zurück beim VfB Eichstätt ist, gab es eigentlich nur eine Richtung: nach oben. Doch nach einer Englischen Woche mit null Punkten aus drei Partien haben sich die Domstädter erstmal wieder aus der Spitzengruppe verabschiedet. Den Abschluss dieser missratenen Woche bildete eine 1:3-Niederlage gegen die SpVgg Bayreuth – trotz 1:0-Pausenführung.

„Wir haben zu schnell nach der Halbzeit das 1:1 bekommen. Das hat uns kurzzeitig aus der Bahn geworfen“, meinte Mattes nach Schlusspfiff. Nachdem Bayreuth in dieser Phase noch zwei Treffer nachlegen konnte, war die dritte Pleite in Folge besiegelt.

Dabei hatte der VfB im ersten Durchgang über weite Strecken noch alles im Griff. „Wir haben es in der ersten Hälfte sehr gut gemacht. Defensiv waren wir sehr stabil und haben immer wieder Konter gefahren“, meinte Mattes. In der ersten halben Stunde führte das zwar zu einem Mittelfeldgeplänkel, bei dem es vor beiden Toren so gut wie gar nicht gefährlich wurde. Doch nach 34 Minuten ging die Taktik der Eichstätter schließlich auf: Florian Lamprecht spielte einen punktgenauen Pass auf Aurel Kuqanaj, der auf der rechten Seite mutterseelenallein vor Lino Kasten auftauchte und den Ball am Schlussmann von Bayreuth vorbei ins Tor legte (34.). Mit dem 1:0 ging es dann auch in die Kabinen.

Drei Niederlagen im Gepäck: Jetzt wartet 1860 München

„Bis dahin lief alles nach Plan“, sagte Mattes. Doch kurz nach Wiederbeginn sollte sich das Spielglück zu Ungunsten von Eichstätt drehen: Nur drei Minuten waren in der zweiten Halbzeit gespielt, als Markus Lohner eine Flanke vom Ex-Ingolstädter Micah Ham genau in die Mitte köpfte, wo sich Denis Latifovic die Kugel schnappte und sie aus 18 Metern präzise zum 1:1 versenkte (48.).

Bayreuth war danach wie ausgetauscht. Kelvin Onuigwe scheiterte zunächst aus spitzem Winkel an Martin (55.), kurz darauf traf Niklas Doll nach Hereingabe von Ham per Direktabnahme zum 2:1 (55.). In der 69. Minute konnte dann der gerade erst eingewechselte Dominic Schmidt nach Ecke von Marco Zietsch ungestört zum 3:1 einköpfen.

In der Folge konnten die Eichstätter den Schalter nochmal umlegen und drückten auf den Anschlusstreffer, doch wirklich nah kamen sie dem nur einmal, als eine Flanke von Lamprecht bei Kuqanaj landete, der freistehend an SpVgg-Keeper Kasten scheiterte (84.). „Wenn du da das 3:2 machst, dann wäre das Spiel wahrscheinlich nochmal aufgegangen. Aber das musst du halt auch machen“, kommentierte Mattes.

Es blieb beim 1:3. Damit war es endgültig eine Englische Woche zum Vergessen: Am vergangenen Wochenende hatten die Domstädter bereits mit 0:1 in Memmingen verloren, unter der Woche folgte dann eine 2:3-Niederlage gegen die DJK Vilzing. Dass es gegen Bayreuth trotz Führung wieder nicht zu einem Sieg gereicht hat, dürfte auch an den vorherigen Misserfolgen gelegen haben. „Wahrscheinlich wären wir vor zwei Wochen nach einem 1:1 noch ein bisschen stabiler gewesen. Es ist natürlich nicht so, dass zwei Niederlagen nacheinander das Selbstvertrauen heben“, erklärte Mattes.

Am kommenden Sonntag (14 Uhr) wartet nun ausgerechnet das Kracherspiel gegen Drittliga-Absteiger TSV 1860 München. Dass sein Team mit einer Negativserie im Gepäck in das Spiel gehen wird, sieht Mattes aber nicht als Handicap: „Das wird in diesem Spiel keinen interessieren. Dafür ist das Highlight zu groß, als dass man sich darüber groß Gedanken macht. Es ist sogar ganz gut, dass jetzt ein Spiel kommt, in dem wir im Endeffekt nur gewinnen können.“ Tatsächlich sind die Löwen in der Tabelle auch gar nicht mal so weit weg. Verstecken muss sich der VfB trotz der Misere sicherlich nicht.

EK

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