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„Das war ein unglaubliches Spiel“: Struff serviert sich gegen Top-Ten-Spieler in das Finale von Brüssel
 Der Deutsche Jan-Lennard Struff spielt einen Ball zurück. (Archivbild)
Der Deutsche Jan-Lennard Struff spielt einen Ball zurück. (Archivbild)

Brüssel · Jan-Lennard Struff besiegt im Halbfinale dank einer starken Leistung den favorisierten Arthur Fils. Der Deutsche kann seinen Coup kaum fassen. Im Endspiel wartet nun ein Gegner, gegen den er bislang noch nie gewinnen konnte.

Jan-Lennard Struff hat seinen furiosen Siegeszug beim Tennisturnier in Brüssel fortgesetzt und greift nach einem wahren Halbfinal-Thriller nach seinem zweiten Titel auf der ATP-Tour. Der 36-Jährige aus Warstein setzte sich mit einer großartigen kämpferischen Leistung gegen den topgesetzten Weltranglistenzehnten Arthur Fils aus Frankreich 6:4, 6:7 (7:9), 7:6 (7:5) durch.

„Das war ein unglaubliches Spiel, ich bin sehr glücklich“, sagte Struff. Der Einzug ins Endspiel bedeute ihm viel. „Es ist immer etwas Besonderes, ein Finale zu spielen.“

Struff gegen Finalgegner Griekspoor noch ohne Sieg

Am Sonntag geht es nun für Struff gegen den ungesetzten Niederländer Tallon Griekspoor um den Turniersieg und rund 110.000 Euro Prämie. Die bisherigen drei Duelle mit der derzeitigen Nummer 60 der Welt hat Struff verloren, stets waren die Matches aber sehr eng.

Für Wimbledon-Viertelfinalist Struff ist es die fünfte Final-Teilnahme auf ATP-Level. Nach Niederlagen in München (2021) sowie beim Masters in Madrid und in Stuttgart (beides 2023) hatte er im April 2024 in München seinen bislang einzigen Titel gewonnen. In der Weltrangliste rückt Struff mindestens auf Platz 47 vor, bei einem Finalsieg wäre er die Nummer 43 - vor drei Jahren hatte er mit Platz 21 sein Karriere-Hoch erreicht.

Struff kann auf seinen Aufschlag setzen

Wie schon bei seinem Viertelfinalsieg gegen den Belgier Zizou Bergs am Freitag schlug Struff ganz stark auf, ließ im ersten Satz keine Breakchance zu und sicherte sich früh zum 2:1 das letztlich entscheidende Break. Auch im zweiten Satz gab Struff seinen Aufschlag nicht ab, lief aber im Tiebreak Rückstand um Rückstand hinterher. Drei Satzbälle wehrte er ab, Nummer vier verwandelte Fils.

Im entscheidenden Durchgang kam der große Kämpfer Struff zweimal nach Break-Rückstand zurück, bei 5:4 schlug Fils bereits zum Sieg auf. Nach 2:22 Stunden saß dann gleich Struffs erster Matchball.

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