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Betrug, Phishing und Malware drohen den Nutzern. Mit der Kampagne «Stream Safe» gehen Schweizer Ligen, Verbände und Medien nun dagegen vor, dem hiesigen Pay-TV entgehen jährlich 70 Millionen Franken.
Der Schweizer Sport geht mit einer Aufklärungskampagne gegen illegales Sportstreaming vor. Laut einer Studie der Audiovisual Anti-Piracy Alliance (AAPA) nutzen in der Schweiz nämlich rund 634’000 Menschen IPTV-Dienste, die ihre Inhalte nicht rechtmässig erwerben. Das birgt für die Nutzer konkrete Risiken: Sie können Opfer von Betrug, Phishing und Malware werden. Ausserdem setzen sie sich dem Identitätsdiebstahl und ihre persönlichen Daten sowie Zahlungsinformationen dem Missbrauch aus. 2024 wurden IPTV-Dienste in Verbindung mit Geldwäscherei und organisierter Cyberkriminalität in Verbindung gebracht.
Aus diesem Anlass bildeten nun mehrere Organisationen aus dem Sport-, Medien- und Unterhaltungssektor eine Allianz. Teil davon sind unter anderem die SFL, Swisscom, Sky, Sunrise und CH Media. Die Kampagne Stream Safe soll mit dem Slogan «Schiess kein Eigentor!» in den Stadien der Super League und National League sowie über die beteiligten Sender und Streamingdienste ausgespielt werden. Zusätzlich richten sich Fussball- und Eishockeyspieler in Videobotschaften direkt an die Fans und machen auf die Initiative aufmerksam.
Mit LaLiga, Bundesliga, Premier League und Uefa, die sich ebenfalls an der Allianz beteiligen, erreicht Stream Safe über die Schweiz hinaus Zuschauerinnen und Zuschauer. Europaweit nutzten 2025 laut Daten der AAPA 34,4 Millionen Menschen in den EU-Staaten und dem Vereinigten Königreich illegale IPTV-Dienste. Das seien rund 2,5-mal so viele wie in 2018. Europaweit bedeute das gemäss Stream Safe einen Milliardenverlust für die legitimen Streamingdienste. In der Schweiz entgingen den Pay-TV-Anbietern potenziell rund 70 Millionen Franken Umsatz pro Jahr.