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Stuttgart. Die vierte Niederlage im sechsten Ligaspiel lässt den VfB Stuttgart ratlos zurück. Deniz Undav etwa fand nach dem 0:1 in Hamburg deutliche Worte und kritisierte seine Mannschaft für den Auftritt im Volksparkstadion. Doch nicht nur das: Mehrere Statistiken zeigen, wie unnötig die Niederlage war, durch die der VfB in der Liga schon jetzt gehörig unter Druck steht. Eine kommentierende Einordnung unseres VfB-Reporters Simeon Kramer.
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Der VfB Stuttgart erlebte am Samstagnachmittag im Volksparkstadion ein Déjà-vu: Das 0:1 erinnerte stark an die Niederlage in Hamburg vor knapp einem Jahr. Am 30. November 2025 flog den Schwaben tief in der Nachspielzeit ein eigener Freistoß vor dem HSV-Strafraum um die Ohren, Fabio Vieira traf nach einem Konter zum 2:1-Siegtreffer für das Heimteam. Der VfB musste damals die Heimreise ohne Punkte antreten, obwohl die Stuttgarter mindestens einen Punkt aus Hamburg hätten mitnehmen müssen.
Auch am sechsten Spieltag dieser Saison war die VfB-Pleite im hohen Norden völlig unnötig. Die Hoeneß-Elf hatte deutlich mehr vom Spiel und die deutlich besseren Chancen. Vor allem der Blick auf den xGoals -Wert lohnt sich: Demnach hätten die Stuttgarter 2,7 Tore gegen den HSV erzielen müssen – doch weder Demirovic, Undav oder Pejcinovic trafen ins Hamburger Tor.
Dabei war der HSV bislang eine der Schießbuden der Liga. 15 Tore musste das Team von Trainer Merlin Polzin in fünf Spielen schon hinnehmen, der viertschlechteste Wert der gesamten Bundesliga. Überhaupt spielten die Hanseaten zuletzt am 7. Februar in Heidenheim zu null und kassierten seitdem in jedem Ligaspiel mindestens einen Gegentreffer – nicht aber gegen den VfB.
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Durch die Nullnummer in Hamburg riss auch eine Serie der Schwaben: Der VfB Stuttgart blieb in der Bundesliga erstmals seit über eineinhalb Jahren wieder ohne Auswärtstor. Das zuvor letzte torlose Auswärtsspiel hatte es im März 2025 in Frankfurt gegeben. Doch als wären diese Statistiken nicht schon bitter genug: Das 0:1 in Hamburg war bereits die vierte Ligapleite. Diese Anzahl an Niederlagen zu diesem Saisonzeitpunkt hatte es für den VfB letztmals vor elf Jahren gegeben.
Aber: Auch wenn es sich so anhört – es ist längst nicht alles schlecht beim VfB. Die Schwaben absolvierten das dritte Auswärtsspiel innerhalb von acht Tagen, müde Beine und Köpfe sind erlaubt. Hätte die Hoeneß-Elf beim HSV einen Punkt geholt, hätten die Verantwortlichen damit wohl leben können (und müssen). Die Art und Weise der Niederlage und das wiederkehrende Muster, diesen einen Punkt nicht sichern zu können, dürfte aber für Bauchschmerzen an der Mercedesstraße sorgen.
Das heißt: Der VfB steht nach dem schlechten Ligastart bereits gehörig unter Druck. Beim Heimspiel am Freitagabend (23.10.) gegen Borussia Mönchengladbach brauchen die Schwaben unbedingt einen Sieg, um nicht schon früh den Anschluss an das obere Tabellendrittel zu verlieren. Dazwischen findet am Dienstag (20.10.) aber noch das Heimspiel in der Champions League gegen Atlético Madrid statt. Viel Zeit zum Nachdenken bleibt dem VfB Stuttgart also nicht – und vielleicht ist das gerade gut so.