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Was war da denn los? In der 43. Minute des Pokalspiels beim SSV Jeddeloh II trat Farid Alfa-Ruprecht (20) bei seinem Startelf-Debüt für Hertha BSC ein großes Loch in die Werbebande. Eine Szene, die stark an Jürgen Klinsmann erinnerte, der am 10. Mai 1997 im Trikot des FC Bayern München nach seiner Auswechslung wutentbrannt in eine Sanyo-Werbetonne getreten hatte.
Herthas Profi ärgerte sich beim Stand von 0:0 über seinen Schuss an den linken Pfosten. Weil er ein Tor knapp verpasst hatte, trat Alfa-Ruprecht mit dem rechten Fuß ein Loch in die hölzerne Werbebande. Die gehört dem DFB, der sie für das Pokalspiel aufgestellt hatte. Möglich, dass dem Flügelflitzer bald eine Rechnung ins Haus flattert.
Ansonsten zählte Deutschlands U20-Nationalspieler zu den besten Akteuren. Immer wieder dribbelte er sich schnell über die rechte Seite durch, schlug gefährliche Flanken oder ballerte auf den Kasten. Alfa-Ruprecht legte das 1:0 von Kapitän Josip Brekalo (57. Minute) stark vor. Nur 180 Sekunden später folgte eine perfekte Vorlage auf Stürmer Sebastian Grönning, der aber aus Kurzdistanz vergab.
In der 62. Minute wurde Alfa-Ruprecht nach seiner Top-Vorstellung ausgewechselt. Bilanz: Alle 33 Pässe kamen an. Dazu 51 Ballkontakte, vier Torschüsse und drei Torschussvorlagen, von denen eine zum Treffer führte. Möglich, dass er nach sechs Jokereinsätzen mit 103 Minuten Einsatzzeit nun auch in der 2. Liga erstmals für Hertha am Samstag in Kaiserslautern starten darf.
Trainer Stefan Leitl: „Er hat seine Qualitäten schon oft gezeigt. Speziell in der ersten Hälfte war er derjenige, der uns in der Offensive mit vielen guten Aktionen getragen hat. Schade, dass er das Tor nicht macht. Aber er bereitet das Tor von Josip gut vor. Das sind Dinge, die wir gegen tiefstehende Gegner brauchen. Spieler, die ins Eins-gegen-eins gehen und diese Qualität haben. Jetzt geht es darum, ihn weiter zu pushen und zu fördern.“
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