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Angelique Kerber ist frisch vermählt, frisch Turniersiegerin und auch nach dem Karriereende noch sportlich sehr aktiv. Beim Sportpresseball in Frankfurt wird sie nun bereits zum zweiten Mal geehrt.
Den Profizirkus hat Angelique Kerber hinter sich gelassen, ihr Sportlerinnenleben setzt sie fort. Auch als zweifache Mutter und neuerdings auch Ehefrau nimmt die Achtunddreißigjährige den Tennisschläger so oft in die Hand, wie es ihre familiären und beruflichen Verpflichtungen zulassen. Drei Fitnesseinheiten, zwei Trainings auf dem Tennisplatz, so sieht für Kerber die perfekte Sportwoche aus. „Manchmal klappt es, manchmal nicht. Aber es ist mir wichtig, und ich werde das nicht aufgeben“, sagte die dreimalige Grand-Slam-Turniersiegerin am Montag in Frankfurt.
Für ihren weiteren Werdegang hat es also nichts zu bedeuten, dass Kerber bei ihrer Stippvisite am Main ihren Tennisschläger verschenkte. Und zwar jenes Modell, mit dem sie tags zuvor ihren Titel beim Turnier ehemaliger Tennisprofis in Luxemburg erfolgreich verteidigte. Das signierte Racket hatte sie für die Tombola des Deutschen Sportpresseballs mitgebracht, der am 7. November in der Alten Oper gefeiert wird.
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Kerber hat am Montag allerdings nicht nur ein gutes Stück aus der Hand gegeben, sie wird bei Sportpresseball auch ihrerseits etwas Besonderes bekommen: den Pegasos-Preis in der Kategorie „Legende des Sports“. Damit wird die gebürtige Bremerin zur zweiten Persönlichkeit, die im Rahmen des traditionsreichen Balls zunächst als „Sportlerin mit Herz“ – 2018 im Jahr ihres Wimbledon-Siegs – und als „Legende“ geehrt wird. Die andere ist DFB-Sportdirektor Rudi Völler.
Der Zeitpunkt ist durchaus passend, jähren sich Kerbers größte Erfolge doch zum zehnten Mal. 2016 gewann sie die Australian Open, die US Open, und sie wurde zur Nummer eins der Welt. „Das war mein Jahr und wird immer mein Jahr bleiben“, sagte Kerber: „Danach hat sich mein Leben komplett verändert.“ Geblieben ist die Leidenschaft für Tennis – und das feine Händchen am Schläger. „Ich kann nachts aufstehen und weiß, dass ich den Ball auf jeden Fall übers Netz kriege.“