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Wir liefern euch regelmäßige Informationen zur für Österreich wichtigsten Beobachtungsrange in der UEFA-Fünfjahreswertung. Was hat sich in den jüngsten Spielen in den europäischen Bewerben getan, welche Mannschaften erfüllten ihre Pflicht, wer patzte – und was bedeutet das für das Ranking der Österreicher?
Wir beleuchten auch heute wieder die aktuellen Europacupergebnisse (Stand nach den Hinspielen der Europacup-Playoffs) und erklären, wie sie sich auf die UEFA-Fünfjahreswertung auswirken.
Aktueller Stand in der UEFA-Fünfjahreswertung (23
Österreich schrammte aufgrund des späten Ausgleichs von Celje knapp an einer perfekten Runde in der Fünfjahreswertung vorbei, in der man sich allerdings dennoch wieder an den Ungarn vorbeischob.
Auch heute blicken wir wieder auf die Range zwischen den Plätzen 15 und 26 und sehen uns an, wie sich die einzelnen Nationen geschlagen haben.
15. Zypern – 35,443 (+250)
Omonia Nikosia verlor erwartungsgemäß zu Hause mit 1:4 gegen Benfica. Enttäuscht hat außerdem auch der Pafos FC, der zu Hause gegen den Riga FC nicht über ein 1:1 hinauskam und nun auch beim FC Twente Außenseiter sein wird.
Teilnehmer/Nächste Spiele:
EL: NEC Nijmegen – Omonia Nikosia
CO: Twente Enschede – Pafos FC
Bereits ausgeschieden: AEK Larnaka, Apollon Limassol
16. Schweiz – 31,200 (+500)
Der FC Thun verlor auch sein zweites Conference League Spiel zu Hause gegen Hajduk Split mit 0:1 und ist in der nächsten Runde gegen die Hearts bereits unter Zugzwang. Sensationell präsentierte sich der Schweizer Tabellenführer Lugano, der auswärts bei Getafe mit 5:2 gewann und kommende Woche gegen Kauno Zalgiris eher vor einer Pflichtaufgabe steht.
Teilnehmer/Nächste Spiele:
CO: FC Thun – Heart of Midlothian
CO: FC Lugano – Kauno Zalgiris
Bereits ausgeschieden: FC St. Gallen, FC Sion
17. Österreich – 29,250 (+1000)
Der große Sieger der Runde ist allerdings mit 1.000 Punkten erfreulicherweise Österreich. Der LASK gewann seine Champions League Partie bei Sporting sensationell mit 3:2 und der SK Sturm Graz besiegte Olympique Marseille ebenfalls überraschend mit 1:0. Einzig Salzburg patzte ein wenig und kassierte im slowenischen Celje in der Schlussminute noch den Ausgleich zum 2:2, der eine perfekte Runde verhinderte. Auch in der nächsten Runde ist es durchaus denkbar, dass die österreichischen Starter ihre Punkte machen und der LASK und Sturm Graz sind in ihren Spielen wohl sogar als Favoriten zu werten.
Teilnehmer/Nächste Spiele:
CL: LASK – Slovan Bratislava
EL: RSC Anderlecht – Red Bull Salzburg
EL: SK Sturm Graz – NK Celje
Bereits ausgeschieden: FK Austria Wien, SK Rapid
18. Ungarn – 28,812 (+500)
Ferencvaros Budapest ist weiterhin ein verlässlicher Einzelkämpfer für die Ungarn und besiegte den portugiesischen Klub Torreense mit 4:1, womit man in der Europa League weiterhin beim Punktemaximum hält.
Teilnehmer/Nächste Spiele:
EL: AC Milan – Ferencvaros
Bereits ausgeschieden: Paksi FC, ETO Györ, Debrecen VSC
19. Kroatien – 27,406 (+500)
Wechselhaft präsentierten sich diesmal die kroatischen Starter: Hajduk Split konnte sich auswärts beim FC Thun mit 1:0 durchsetzen und ist in der Conference League weiterhin ohne Punktverlust. Allerdings verlor Dinamo Zagreb sein Heimspiel gegen NEC Nijmegen mit 2:4 und musste damit die erste Niederlage in der Europa League hinnehmen.
Teilnehmer/Nächste Spiele:
EL: AFC Sunderland – Dinamo Zagreb
CO: Lincoln Red Imps – Hajduk Split
Bereits ausgeschieden: NK Varazdin, HNK Rijeka
20. Schweden – 26,500 (+250)
Der letzte schwedische Vertreter Mjällby kam auswärts bei Iberia 1999 nicht über ein 1:1 hinaus. Das allerdings reichte den Schweden um zumindest kurzfristig an den Schotten vorbeizuziehen und in der nächsten Runde ist bei Mjällby ein Heimsieg gegen Borac Banja Luka eingeplant.
Teilnehmer/Nächste Spiele:
CO: Mjällby IF – Borac Banja Luka
Bereits ausgeschieden: GAIS Göteborg, Hammarby IF, IFK Göteborg
21. Schottland – 26,450 (0)
Die kriselnden Schotten mussten wieder eine Nullrunde hinnehmen. Celtic verlor sein Heimspiel gegen Celta Vigo mit 1:2 und die Hearts verloren ihr Auswärtsspiel bei Trabzonspor mit 0:2.
Teilnehmer/Nächste Spiele:
EL: Celtic Glasgow – Besiktas Istanbul
CO: FC Thun – Heart of Midlothian
Bereits ausgeschieden: Glasgow Rangers, Motherwell FC, Hibernian FC
22. Rumänien – 25,625 (+450)
Universitatea Craiova setzte sich erwartungsgemäß mit 3:1 beim andorranischen Starter Inter Club d’Escaldes durch und ist auch in der nächsten Runde gegen den albanischen Klub Egnatia Favorit.
Teilnehmer/Nächste Spiele:
CO: Universitatea Craiova – KF Egnatia
Bereits ausgeschieden: Universitatea Cluj, FCSB, CFR Cluj
23. Ukraine – 24,837 (0)
Keine Punkte gab es diese Woche für die Ukraine. Shakhtar Donetsk verlor sein Auswärtsspiel bei Inter Mailand mit 0:1 und verlor damit erstmalig in der diesjährigen Champions League Saison.
Teilnehmer/Nächste Spiele:
CL: Shakhtar Donetsk – Sporting CP
Bereits ausgeschieden: LNZ Cherkasy, Polissya Zhytomyr, Dynamo Kiev
24. Aserbaidschan – 24,187 (0)
Auch für Aserbaidschan gab es diesmal keinen Punktezuwachs. Der Champions League Starter Sabah verlor knapp mit 1:2 gegen Borussia Dortmund. In der nächsten Runde ist beim Auswärtsspiel bei Viking Stavanger allerdings sicher die Chance auf Punkte gegeben.
Teilnehmer/Nächste Spiele:
CL: Viking Stavanger – Sabah FK
Bereits ausgeschieden: Qarabag Agdam, Neftchi Baku, FK Zira
25. Israel – 24,125 (0)
Auch Israel holte diese Woche keine Punkte. Hapoel Beer-Sheva ging auswärts bei der Union Saint-Gilloise mit 0:4 unter.
Teilnehmer/Nächste Spiele:
EL: Hapoel Beer-Sheva – OFI Kreta
Bereits ausgeschieden: Beitar Jerusalem, Maccabi Tel-Aviv, Hapoel Tel-Aviv
26. Slowenien – 23,093 (+250)
Der NK Celje holte mit einem 2:2 gegen Red Bull Salzburg immerhin ein Unentschieden und damit auch seinen ersten Punkt in der laufenden Europa League.
Teilnehmer/Nächste Spiele:
EL: SK Sturm Graz – NK Celje
Bereits ausgeschieden: NK Aluminij, NK Koper, NK Bravo
Die abgelaufene Runde in den drei europäischen Bewerben zeigte speziell aus österreichischer Sicht, dass nichts unmöglich ist. Die 1000 Punkte, die die Österreicher holten, sind aller Ehren wert und man konnte nicht nur die Ungarn zurücküberholen, sondern auch näher an die Schweiz heranrücken, die allerdings ihrerseits vor allem mit dem enorm starken FC Lugano ebenfalls konsequent punktet.
Auch der Rückstand auf die Zyprer ist mit der vergangenen Runde geschmolzen. Allerdings hat der 15. noch immer einen beträchtlichen Vorsprung auf Österreich und nach wie vor ist es nicht realistisch, darüber zu spekulieren, ob man den begehrten 15. Rang angreifen kann.
Aus Sicht der Fünfjahreswertung war es natürlich eine österreichische Woche nach Maß und angesichts dessen, dass die Schweizer Klubs kommende Woche in ihren Spielen zu favorisieren sind, wäre es wünschenswert, dass die Österreicher auch kommende Woche für ordentlich Punktezuwachs sorgen. Das kommende Programm sieht für die ÖFB-Starter jedenfalls vielversprechend aus und angesichts dessen, dass die zyprischen Klubs kommende Woche bei ihrem „Niederlande-Doppel“ jeweils Außenseiter sind, könnten die Schweizer und die Österreicher den 15. zumindest ansatzweise weiter unter Druck setzen bzw. Zypern zumindest ein wenig ärgern.
Ebenso wichtig ist natürlich ein guter Polster auf die hinteren Plätze, wobei man sich beispielsweise von Ländern wie Schottland oder Schweden bereits hervorragend absetzen konnte. Einzig die Ungarn und die Kroaten sitzen den Österreichern grundsätzlich noch im Nacken, stehen allerdings in den kommenden Wochen ebenfalls vor schwierigen Aufgaben und haben nur noch einen bzw. zwei Starter in den europäischen Bewerben, während Österreich auf drei Starter zurückgreifen kann.
Wenn man die bisherige Jahresbilanz der Fünfjahreswertung betrachtet, so sieht man, dass die Österreicher in unserer Beobachtungsrange mit der starken letzten Woche mittlerweile die stärkste Nation sind. Bisher holten die ÖFB-Starter 5.800 Punkte und damit bereits um 1.700 Punkte mehr als in der gesamten Vorsaison. Die einzige Nation aus unserer Beobachtungsrange, die ansatzweise ähnlich stark punktete, ist Aserbaidschan mit 5.625 Punkten.
Die bis dato größten Verlierer sind eindeutig Schweden und Schottland. Österreich hat beispielsweise sogar mehr Punkte geholt als die noch höher platzierten Polen, Tschechen und Dänen. Ganz klar eine Tendenz, die so weitergehen kann.
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Informationen zur Ausgangslage ab der Saison 2027/28
Österreich liegt für die Europacup-Verteilung 2027/28 auf Rang 17 der UEFA-Fünfjahreswertung. Damit ist Österreich aus den Top-15 gefallen. Ab Rang 16 gibt es nur noch vier statt fünf Europacup-Startplätze. Das Resultat: Österreich hat ab der nächsten Saison nur noch vier Europacupstarter.
Es gibt nur noch einen Champions-League-Quali-Platz, einen Europa-League-Quali-Platz und zwei Conference-League-Quali-Plätze. Einen fixen Ligaphasenplatz gibt es über die Liga nicht. Voraussichtlich werden die österreichischen Vertreter 2027/28 wie folgt in den Europacup einsteigen:
– Meister: 2. Qualifikationsrunde der Champions League
– Cupsieger: 1. Qualifikationsrunde der Europa League
– Zwei weitere Ligavertreter: 2. Qualifikationsrunde der Conference League
Was bringt eine höhere Platzierung?
Österreich beendete die letzte Saison in der Fünfjahreswertung als Siebzehnter.
Der wichtigste Sprung wäre der auf Platz 15, auf den Österreich vor der Saison allerdings einen beträchtlichen Rückstand von knapp 8,000 Punkten hatte. Als Fünfzehnter hätte Österreich wieder fünf statt vier Europacup-Starter und zusätzlich einen zweiten Champions-League-Qualifikationsplatz.
Darüber hinaus bringen die Plätze 11 und 12 bringen Verbesserungen: Der Dritte oder der Cupsieger würde hier im Europa-League-Playoff einsteigen, wie es in dieser Saison der Fall war und hätte somit zumindest die Conference League Gruppenphase sicher. Der vierte Teilnehmer würde in der 2. Quali-Runde zur Europa League einsteigen, der fünfte weiterhin in der 2. Quali-Runde zur Conference League. Ab Platz 10 in der UEFA-Fünfjahreswertung gibt es wieder einen fixen Champions-League-Startplatz für den Meister. Für die anderen Teilnehmer ändert sich nichts.
Die Plätze 8 und 9 bringen weitere Verbesserungen: Der Champions-League-Fixplatz für den Meister ist natürlich auch hier gegeben. Der Vizemeister würde hier allerdings am Ligaweg in der 3. Quali-Runde der Champions League einsteigen, was zumindest die Europa-League-Teilnahme fixieren würde. Der Rest bleibt gleich.
Das ist allerdings nur für andere Länder kurzfristig relevant. Österreich muss den 15. Platz als mittelfristiges Ziel haben und alles darüber hinaus ist derzeit noch illusorisch.
Was passiert, wenn man weiter abstürzt?
Bis Platz 24 bleibt die Grundstruktur relativ ähnlich: Vier Starter, der Meister in der Champions-League-Qualifikation, der Cupsieger in der Europa-League-Qualifikation, zwei weitere Klubs in der Conference-League-Qualifikation. Kritisch würde ein Abrutschen in Richtung Platz 25, weil der Meister dann noch früher in die Champions-League-Qualifikation einsteigen müsste. Noch schwieriger würde es dann erst ab einem Abrutschen auf Platz 34 werden, wo sich dann allerdings bereits europäische Fußballzwerge tummeln. Auch der Rückfall auf Platz 25 wirkt für Österreich aber sehr schon sehr unwahrscheinlich.
Welche Range ist interessant?
Aktuell ist für Österreich vor allem der Bereich Platz 15 bis 24 relevant. Das sind die direkten Konkurrenten um den Top-15-Platz und um die Absicherung nach unten. Den 15. Platz zu erreichen würde eine außergewöhnliche Europacupsaison – idealerweise von mehreren Startern – erfordern und gilt nicht als wahrscheinlich. Unmittelbar dahinter sollte sich Österreich aber idealerweise festsetzen, damit man in den Folgejahren richtig angreifen kann.
Wann wird all das frühestens schlagend?
Die aktuelle Saison 2026/27 wirkt sich frühestens auf die Europacup-Saison 2028/29 aus. Für 2027/28 ist die relevante Fünfjahreswertung bereits die abgeschlossene Wertung bis 2025/26.
In der Europacupsaison 2027/28 wird Österreich demnach erstmals seit langer Zeit wieder nur vier Starter stellen. Würde man in der laufenden Saison 2026/27 auf den 15. Platz springen, so hätte man 2028/29 wieder fünf Starter. Gelingt dies erst in der Europacupsaison 2027/28, gäbe es 2029/2030 fünf Starter etc.
Stand nach der Saison 2025/26 und vor der Saison 2026/27
Hier der Endstand der Fünfjahreswertung zum Abschluss der Saison 2025/26 in unserem Beobachtungsrahmen:
9. Türkei (51,875)
10. Tschechien (48,525)
11. Griechenland (48,412)
12. Polen (46,750)
13. Dänemark (42,106)
14. Norwegen (41,237)
15. Zypern (35,693)
16. Schweiz (34,700)
17. Österreich (33,850)
18. Schottland (32,050)
19. Schweden (29,625)
20. Kroatien (28,156)
Mit Saisonstart wurden die Punkte der Saison 2021/22 aus der Wertung genommen, womit sich vor dem ersten Europacupspiel der neuen Saison folgendes Bild ergab:
9. Türkei (45,175)
10. Polen (42,125)
11. Tschechien (41,825)
12. Griechenland (40,412)
13. Dänemark (34,306)
14. Norwegen (33,612)
15. Zypern (31,568)
16. Schweiz (26,950)
17. Schweden (24,500)
18. Ungarn (24,437)
19. Schottland (24,150)
20. Österreich (23,450)
21. Rumänien (23,000)
22. Kroatien (22,156)
23. Ukraine (21,712)
24. Slowenien (21,468)
25. Israel (20,750)
Österreich hatte zu Saisonstart einen großen Rückstand auf den wertvollen 15. Platz, den Zypern einnahm. Die Zyprer hatten allerdings auch schon auf den 16. – zu Saisonbeginn die Schweiz – einen komfortablen Punktepolster. Zwischen den Plätzen 17 und 21 ist alles sehr eng und Österreich muss danach trachten, sich zumindest schnell in Richtung Platz 17 zu orientieren, um dann eine gute Ausgangslage in der Jägerrolle zu haben. Der für einen weiteren Absturz relevante 25. Platz ist wiederum noch recht weit entfernt.
Der Wegfall der Saison 2022/23
Vor der nächsten Saison wird die Saison 2022/23 aus der Wertung fallen. Dann verliert Österreich 4,900 Punkte. Das ist durchschnittlich und kein großes Problem. Österreich hätte also keinen massiven Vorteil, aber auch keinen schweren Nachteil. Die größere Hypothek war bereits der Wegfall der starken Saison 2021/22 mit 10,400 Punkten.
Länder, die vom Wegfall der Saison 2022/23 profitieren werden, sind beispielsweise Griechenland und Slowenien (beide holten nur 2,125 Punkte), aber auch Kroatien (3,375) und Schottland (3,500). Problematisch ist der Wegfall für Nationen wie die Schweiz (8,500), Polen (7,750), Tschechien (6,750), Schweden und Rumänien (je 6,250). Gerade diese Nationen sind heuer also stark unter Zugzwang, um ihr Ergebnis von 2022/23 zumindest gleichwertig zu „ersetzen“.
Daniel Mandl, abseits.at